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Konjunktur-Wachstum: die Phase des Aufschwungs

Für Anleger kann es von großer Bedeutung sein, konjunkturelles Wachstum frühzeitig zu erkennen oder sogar vorherzusehen. Da ist es von Vorteil, dass die wirtschaftliche Lage eines Landes gewissen Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist.

Folgt man den gängigen Wirtschaftstheorien, so lassen sich 4 Phasen des Konjunkturzyklus unterscheiden, die in bestimmten Abständen aufeinander folgen. Da jeder Zyklus seine eigenen Merkmale und Ausprägungen hat, lässt sich mithilfe dieser Theorien erkennen, wo sich die Konjunktur aktuell befindet und wie sie sich entwickeln sollte.

Das Wachstum als Teil der Konjunkturzyklen

Als Konjunkturzyklus bezeichnet man den Zeitraum, in dem eine Volkswirtschaft die 4 verschiedenen Phasen eines gesamten Konjunkturzyklus durchläuft. Dabei wird der Aufschwung meist als erste Phase angesehen. Mit dem Aufschwung beginnt somit ein Konjunkturzyklus und er endet erst dann, wenn er die 3 weiteren Phasen vollendet hat und beim nächsten Aufschwung wieder beginnt.

Die erste Phase ist durch das Wachstum der Wirtschaft geprägt. Es folgt die Boom-Phase, in der die Wirtschaft und die Auslastung ihren Höhepunkt erreicht haben. Während der Rezession schrumpfen die Gewinne und es geht gesamtwirtschaftlich bergab. Die Talsohle ist mit der vierten Phase – der Depression – erreicht.

Die Ausgangsposition vor dem Wachstum

Man kann sich einen Konjunkturzyklus am besten als Welle vorstellen, bei der es mal aufwärts und mal abwärts geht, bei der es Hoch- und Tiefpunkte gibt.

Zu Beginn einer Wachstumsphase befindet sich die Wirtschaft am untersten Punkt der Welle. Es gibt somit eine schlechte Auftragslage, eine erhöhte Arbeitslosigkeit und niedrige Zinsen. Die niedrigen Zinsen kommen vor allem daher, dass die Wirtschaft zu dieser Zeit aufgrund der schlechten Lage kaum Investitionen tätigen will und damit eine geringe Nachfrage nach Krediten herrscht.

Die Merkmale des konjunkturellen Wachstums

Beginnt nun die erste Phase in einem Konjunkturzyklus, verbessert sich in erster Linie die Auftragslage bei den Unternehmen einer Volkswirtschaft. Dementsprechend steigt die Auslastung der Produktionskapazitäten, was als wichtigster Gradmesser der Konjunktur gilt.

Das Wachstum der Konjunktur hat noch weitere Folgen: So sinkt die Arbeitslosenzahl, da die Unternehmen wieder vermehrt einstellen, um die erhöhte Nachfrage bedienen zu können. Durch die sinkende Arbeitslosenquote erhöht sich die Kaufkraft der Bevölkerung, was wiederum zu einer steigenden Nachfrage führt.

Es kommt darüber hinaus häufig zu einer leichten Inflation. Das liegt daran, dass ein möglicher Auslöser einer Inflation die erhöhte Nachfrage nach Produkten ist. Steigt die Nachfrage, kann das produzierende Unternehmen einen höheren Preis für das jeweilige Produkt verlangen.

Ein weiteres Merkmal für das Wachstum der Konjunktur ist das steigende Zinsniveau. Der Grund ist die erhöhte Nachfrage nach Krediten seitens der Wirtschaft aber auch seitens der Privathaushalte. Die Zinsen sind jedoch auf weiterhin niedrigem Niveau, haben lediglich einen Aufwärtstrend.

All diese Merkmale lassen sich in Zeiten des Konjunktur-Wachstums beobachten. Sie sind aber stets unterschiedlich stark ausgeprägt. Kennt man diese Merkmale, so kann man jedoch als Anleger gezielt darauf achten und konjunkturelle Entwicklungen eventuell frühzeitig erkennen. Dies kann ein entscheidender Wissensvorsprung sein.

4. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.