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Konjunkturzyklus: Einzelne Phasen im Detail

Im Konjunkturzyklus finden sich einzelne Phasen, die unsere Wirtschaftslage beschreiben.

Hier lernen Sie diese im Detail kennen.

Die einzelnen Phasen des Konjunkturzyklus

Die Unterteilung des Konjunkturzyklus erfolgt in den Phasen Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Konjunkturtief. Die Konjunktur ist ein immer wiederkehrendes Grundmuster, welches über Jahre hinweg unsere Wirtschaft beeinflusst und auch für das Anlageverhalten bedeutsam ist.

Verläuft  die Konjunktur  positiv, gibt es weniger Arbeitslosigkeit, höhere Gehälter, die investiert werden und die Wirtschaft ist generell aufstrebend.

Ist die Konjunktur in einer negativen Phase, erhöht sich die Arbeitslosigkeit und das für Konsum- und Investitionszwecke verfügbare Einkommen sinkt. Die Wirtschaft erlebt einen Abschwung.

Konjunkturzyklus: Aufschwung oder Expansion

Der Aufschwung oder auch Expansion genannt beschreibt einen Aufwärtstrend der Wirtschaft. Die Phase der Expansion wird von einem steigenden Wirtschaftswachstum geprägt.

Die Angebote und Investitionen nehmen zu und auch die generelle Stimmung ist optimistisch. Einkommen und folglich die Nachfrage steigen, was wiederum die Preise ankurbelt (leichte Inflation).

Mit der größeren Konsumnachfrage steigt auch die Nachfrage nach Arbeitsplätzen.

Konjunkturzyklus: Hochkonjunktur oder auch Boom

Seine Spitze erreicht der Aufschwung schlussendlich im Boom. In dieser Phase herrscht Vollbeschäftigung. Das Angebot ist groß, genauso wie die Investitionsneigung, die Einkommen und die allgemeine Nachfrage.

Die Produktion wird so lange gesteigert, bis es zu einer Überlastung kommt.

Die Hochkonjunktur stellt eine Wendepunktphase dar. Denn irgendwann tritt eine Marktsättigung ein. Das liegt daran, dass nach einer gewissen Zeit steigende Zinsen aufgrund erhöhter Kreditnachfrage den Unternehmen Probleme bereiten.

Es kommt zu Fehlinvestitionen, weil Erwartungen zu optimistisch waren. In dieser Phase des Konjunkturzyklus besteht immer die Gefahr einer Inflation.

Konjunkturzyklus: Abschwung oder auch Rezession

Das deutlichste Merkmal für das Eintreten dieser Phase im Konjunkturzyklus ist ein sinkendes Bruttoinlandsprodukt über mindestens zwei Quartale.

Die wirtschaftliche Aktivität wird also wieder rückläufig. Die Grundstimmung wird schlechter und auch sonst geht es bergab:

  • die Nachfrage sinkt
  • die Investitionsneigung sinkt ebenfalls
  • die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit nehmen zu
  • Preise und Zinsen sinken nur sehr langsam
  • die Sparneigung steigt

Konjunkturtief oder auch Depression

In Zeiten der Depression befindet sich die Wirtschaft häufig in einer tiefen Krise.

Die Kapazitätsauslastungen nehmen weiter ab, genauso wie die Nachfrage. Wenn die Wirtschaft in diesem Zustand verharrt und auch keine Aufwärtsbewegungen zu erwarten sind, ist häufig von einer Depression die Rede.

Oftmals wird dieses Tief dann durch einzelne Strukturkrisen bestärkt. Das können zum Beispiel Überkapazitäten in einzelnen Wirtschaftszweigen sein.

Einflussfaktoren auf den Konjunkturzyklus und seine einzelnen Phasen

Für den Konjunkturzyklus und seine einzelnen Phasen gibt es verschiedene Einflussfaktoren.

Wie und vor allem wie stark sich die Konjunktur nach oben oder unten entwickelt, hängt von diesen ab.

Dreh- und Angelpunkt ist die volkswirtschaftliche Nachfrage. Sie entscheidet letztendlich über Produktion und Beschäftigung und folglich auch über das konjunkturelle Geschehen.

Der Verbrauch und die Investition in Privathaushalten, Unternehmen und Staat bilden diese volkswirtschaftliche Gesamtnachfrage. Eine wichtige Rolle spielen auch die Ex- und Importe des eigenen Landes.

Diese Punkte sind zu betrachten, wenn man wirtschaftliche Prognosen anstellen möchte. Denn die konjunkturelle Entwicklung wirkt sich auch häufig auf die Stimmung an den Finanzmärkten aus.

18. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.