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Konjunkturzyklus und Anlagestrategie sind ein untrennbares Paar

Einige Anlageexperten halten „Konjunkturzyklus und Anlagestrategie“ für ein untrennbares Paar, andere gar nicht.

Fakt ist: Sie haben großen gegenseitigen Einfluss.

Faustregel: Aktienmärkte sind der Konjunktur voraus

In ihrer Betrachtung sind Aktienmarkt und die Konjunktur nur schwer voneinander zu trennen. Die Bewegungen an der Börse und auf dem Markt bedingen sich gegenseitig.

Allerdings lassen sich Ableitungen nicht immer eindeutig treffen. Wie stark die gegenseitigen Auswirkungen aufeinander sind, unterscheidet sich jedes Mal aufs Neue.

Auch wenn das Verhältnis Konjunktur und Finanzmarkt sich nicht immer gleich bewegt, hat sich über die Jahre eine Faustregel etabliert.

Sie besagt, dass die Aktienmärkte der Konjunktur um sechs bis neun Monate voraus sind.

Einer der Begründer dieses Zusammenhangs und der den Konjunkturzyklus als wichtigsten Indikator für die Anlagestrategie bezeichnet ist der US-Marktanalytiker Martin J. Pring.


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Mit seiner Theorie will er in allen Konjunkturphasen erfolgreich anlegen. Diese hat er in seinem Buch „The All-Season Investor“ niedergeschrieben.

Der Kernpunkt seines Modells: Er hat das ursprüngliche Konjunkturmodell – bestehend aus Aufschwung, Boom, Abschwung und Tiefpunkt – auf sechs Phasen erweitert. In seinem Konjunkturverlauf gibt es drei Phasen, in denen es bergab geht.

Und drei Phasen, in denen die Wirtschaft expandiert. Diesen ordnet er die theoretisch idealen Kauf- und Verkaufspunkte für Aktien, Anleihen und Rohstoffe zu.

Dadurch soll es Anlegern möglich sein, in jeder Wirtschaftslage Gewinne zu machen. Viele Vermögensberater nutzen dieses Modell nach wie vor.

Konjunkturzyklus und Anlagestrategie nach Pring

Nach den Analysen von Martin J. Pring läuft der Aktienmarkt dem Konjunkturzyklus voraus. Technologieaktien sind beispielsweise typische Vorläufer. Diese Branchen berappeln sich schon, wenn die Wirtschaft sich noch lange nicht im Aufschwung befindet.

Genauso ist es mit Basismaterialien und Industriewerten. Die Aktien von Unternehmen aus dieser Branche entwickeln sich positiv, wen die Konjunktur  sich noch am Tiefpunkt bewegt.

Der beste Zeitpunkt zum Kauf von Aktien ist laut Prings die Phase 2.  Sie beschreibt den Tiefpunkt  der Rezession.

Verkaufen sollte man die Aktien in Phase 5. Sie stellt in Prings Modell nämlich den Höhepunkt des Booms dar. Für Anleihen wäre Phase 1 (Abschwung) der geeignetste Zeitpunkt zum Kauf und Phase 4 (starker Aufschwung) der beste zum Verkauf.

Für Rohstoffe sollte laut Pring in Phase 3 (leichter Anstieg) gekauft und in Phase 6 (Abschwung) ausgestiegen werden.

Die Anlagestrategie auf den Konjunkturzyklus anpassen: Keine Garantie

Auch wenn sich das Modell über Jahre bewährt hat und viele es nach wie vor einbeziehen, gibt es keine Garantie, ob es auch wirklich auf die Realität zutrifft.

Erstens verläuft jeder Konjunkturzyklus sehr unterschiedlich und demzufolge auch die Aktienkurse. Und zweitens gibt es neben der Konjunktur noch viele weitere Faktoren, die auf die Börse einwirken. Wie zum Beispiel Kriege oder Katastrophen.

Wichtig: Die Konjunkturzyklen müssen pro Land einzeln betrachtet werden. Es ist durchaus üblich, dass sich ein Land noch im Aufschwung befindet und ein anderes schon wieder im Abschwung.

Sie können diese Theorie also nur als möglichen Fahrplan verwenden, sich aber nicht blind auf ihn verlassen.

Mehr dazu: „Konjunkturzyklus: Merkmale und was sie Ihnen verraten“.

30. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.