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Konsum bei Jugendlichen: Der richtige Umgang wird im Elternhaus gelernt

Jugendliche sind mittlerweile eine große Konsumentengruppe. Ihre Kaufkraft ist auch für die Waren- und Werbewelt interessant, die mit immer neuen Strategien versucht, die jungen Kunden anzulocken. Das Konsum- und Sparverhalten ist hauptsächlich vom Elternhaus geprägt. Daher ist es wichtig, dass Eltern und Großeltern ihre Vorbildfunktion wahrnehmen.

Sie sollten das Konsumverhalten der Kinder und Enkel hinterfragen und beobachten, um ihnen auf dieser Grundlage den richtigen Umgang mit Werbung und Konsum vermitteln zu können. Dabei hilft zunächst eine Definition von Konsum, um sich die Bedeutung des Begriffs klarzumachen.

Konsumverhalten bei Jugendlichen: Die Ware als Statussymbol

Jugendliche und junge Erwachsene geben den Großteil ihres Geldes für Kleidung und Handys bzw. Handyverträge aus. Vor allem junge Frauen kaufen von ihrem Taschengeld überwiegend Kleidungsstücke und Accessoires. Viele Jugendliche kaufen vorzugsweise Markenartikel, die durch den Labelaufdruck herausstechen und im Trend liegen. Dazu gehört nicht nur Kleidung von bekannten Marken, sondern beispielsweise auch das neue bzw. teure Handymodell.

Das Konsumverhalten von Jugendlichen ist allgemein sehr demonstrativ und an Statussymbolen orientiert. Dieser demonstrative Konsum kommt allerdings nicht nur bei Teenagern, sondern auch bei Erwachsenen vor. Jugendliche wollen von ihren Altersgenossen akzeptiert und respektiert werden – doch diese Imagepflege kostet viel Geld. So ist es an den Eltern und Großeltern, nicht nur richtiges Konsumverhalten, sondern auch eine angemessene Reaktion auf Werbung vorzuleben.

Jugendliche und Konsum: Der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein

Die finanziellen Mittel, mit denen sich Jugendliche ihre Wünsche erfüllen, werden ihnen meistens von den Eltern oder Mitgliedern des engsten Familienkreises zur Verfügung gestellt. Diese finanzielle Unterstützung können ein regelmäßiges Taschengeld oder unregelmäßige Geldgeschenke sein.

Es empfiehlt sich allerdings, von Geldgeschenken ohne einen besonderen Anlass wie den Geburtstag abzusehen. Mit einem festen Taschengeld lernen junge Erwachsene schneller, eine bestimmte Summe über eine vorher festgelegte Zeit aufzuteilen, was im späteren Leben von großer Bedeutung ist.

Bereits ab dem Grundschulalter lernen Kinder, mit Geld umzugehen. Mit der Zeit wird regelmäßiger Konsum für sie immer selbstverständlicher. Viele Jugendliche bessern sich ihr Taschengeld mit kleinen Nebentätigkeiten auf, wie zum Beispiel Werbeprospekte austragen oder Babysitting.

Diese Schülerjobs sind für junge Erwachsene eine gute Möglichkeit, einen realistischen Bezug zu Geld herzustellen. Allerdings sollten Eltern und Großeltern darauf achten, dass die Nebentätigkeit nie zu Lasten der schulischen Leistung ausgeübt wird. Denn obwohl die neuen finanziellen Möglichkeiten für die Jugendliche verlockend sind, ist es von Bedeutung, ihnen die Wichtigkeit ihrer schulischen Ausbildung ganz deutlich zu machen. Oft  verschieben Teenager ihre Prioritäten stillschweigend – ein intensives Gespräch kann da oft schon Wunder bewirken.

Bedenkliches Konsumverhalten von Jugendlichen kann man oft auch an ihrer Kommunikation festmachen. Junge Erwachsene berichten ihren Eltern und Großeltern zuhause viel eher von Dingen, die sie bei Freunden, in Geschäften oder in der Werbung gesehen haben, als von guten Leistungen in Schule oder Sport. In solchen Fällen ist es ratsam, Teenagern zu vermitteln, dass schulische oder sportliche Erfolge das Selbstwertgefühl dauerhafter und stärker festigen können als ein Konsumerlebnis.

Grundsätzlich sollten Eltern und Großeltern das Konsumverhalten der Jugendlichen aufmerksam beobachten. Der richtige Umgang mit Geld wird nicht durch zahlreiche Verbote gelernt. Vielmehr ist es wichtig, Teenagern nicht das Gefühl zu vermitteln, dass sie durch intensiven Warenkonsum zu besseren Menschen werden.

12. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.