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Konsum von Lebensmitteln in Deutschland

Verbraucher konsumieren ständig. Manchmal geschieht das wissentlich. Im Normalfall konsumieren wir jedoch, ohne groß darüber nachzudenken. Das gilt auch für den Konsum von Lebensmitteln. Oft kaufen wir zu viel ein und verschwenden so die Produkte. Dabei legen mittlerweile viele Menschen Wert auf Nachhaltigkeit und fairen Handel.

Bio-Lebensmittel: Aus ökologischer Landwirtschaft

Für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln müssen besondere Regeln beachtet werden. Sie dürfen nicht gentechnisch verändert werden und müssen außerdem ökologisch angebaut werden. Die Produkte dürfen zudem nicht mit Kunstdünger, Abwasserschlamm oder Pestiziden bearbeitet werden. Für tierische Lebensmittel gilt: Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden und bekommen im Normalfall auch weniger Antibiotika und Wachstumshormone.

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Nicht nur die Umweltorganisation Greenpeace stellte fest, dass Bio-Produkte genau so gesund sind wie herkömmliche Lebensmittel, sondern auch eine Studie der Universität Standford in Kalifornien. Der Vitamingehalt, Fette sowie Proteine waren etwa gleich verteilt. Allerdings waren die Bio-Lebensmittel weit weniger mit Schadstoffen wie Pestiziden belastet, was dann doch ein großer Unterschied ist.

Lebensmittel-Konsum in Deutschland: Die Qualität zählt

Der Umsatz mit Bio-Produkten erhöhte sich in Deutschland im Jahr 2011 auf insgesamt 6,59 Milliarden €. Deutsche Verbraucher setzen dabei ihr Vertrauen vor allem in die Biomarken Bioland, Edeka Bio und BioBio. Die Deutschen schauen beim Lebensmittelkauf also sehr genau hin und achten besonders auf die Qualität.

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Laut der Nestlé Studie „Das is(s)t Qualität“ aus dem Jahr 2012 zählen sich 26% der Verbraucher und Verbraucherinnen zu der Gruppe der „Quality Eater“, die besonders hohe Anforderungen an die Lebensmittel stellen. Vor allem sind guter Geschmack und hohe Sicherheit für die Mehrzahl der Konsumenten in Deutschland ausschlaggebend. Außerdem sollen die Produkte gut für die Gesundheit sein und Faktoren der Nachhaltigkeit wie zum Beispiel artgerechte Tierhaltung sollen berücksichtigt werden.

Natürlich ändert sich das Einkaufsverhalten der Menschen oft, auch was die Häufigkeit von Lebensmitteleinkäufen  angeht. Schauen wir uns als Beispiel  den Zeitraum 2003 bis 2011 an. Im Jahre 2003 gingen Konsumenten noch täglich einkaufen, sofern die Geschäfte geöffnet hatten. 2011/2012 gingen Verbraucher nur noch an 4 Tagen in der Woche einkaufen.

Konsum: Lebensmittel werden verschwendet

Obwohl eine erhöhte Empfänglichkeit für Themen wie fairer Handel, Nachhaltigkeit und Bio herrscht, wirft jeder Bürger in Deutschland jährlich 81,6 Kg Lebensmittel weg. Das stellte eine Studie über Lebensmittelabfälle in Deutschland der Universität Stuttgart im Jahre 2012 fest.

Und das passiert obwohl die meisten der weggeworfenen Lebensmittel noch genießbar wären. Nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum ist für die Verschwendung von Lebensmitteln verantwortlich.

Die Verluste ergeben sich eher auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, von der Landwirtschaft über die Verarbeitung und den Handel bis hin zu den Verbrauchern. Vor allem Gemüse und Obst werden schnell weggeworfen. Diese Verschwendung von Lebensmitteln kann nach Meinung der Konsumenten vor allem durch genaues Planen der Einkäufe verringert werden.

1. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.