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Konto im Minus – Dispo-Rahmen unverzichtbar

Dass Ihr Girokonto ins Minus gerät, kann schon einmal vorkommen:

Wenn z. B. zur Winterzeit Ihre Autobatterie streikt und für teures Geld ersetzt werden muss, ist es häufig schon passiert.

Auch wenn Ihr Geschirrspüler nun endgültig seinen Geist aufgegeben hat und eine Neuanschaffung fällig wird, sind Sie ggf. schnell in den roten Bereich gerutscht.

Oder Sie haben Ihre Sommerreise frühzeitig gebucht und die Anzahlung sprengt Ihre aktuellen finanziellen Möglichkeiten.

Aber Minus ist nicht gleich Minus!

Wie hoch die Überziehungs-Zinsen sind, hängt nämlich davon ab, was Sie mit Ihrer Bank vereinbart haben. Ohne Vereinbarung sollten Sie Ihr Girokonto auf keinen Fall überziehen. Denn das wird sonst extrem teuer.

Ungenehmigte Überziehung: 18 bis 20% Sollzinsen keine Seltenheit

Angenommen, Sie überziehen Ihr Konto für ein halbes Jahr um 1.000 €, mit Ihrer Bank ist aber kein Überziehungs-Rahmen vereinbart:

Das heißt, Sie nehmen mit der Überziehung keinen Dispositions-Kredit in Anspruch.

Die Bank stellt Ihnen das Geld nicht gewollt zur Verfügung (Disposition heißt „Verfügung“). Sondern sie duldet die Überziehung lediglich, solange die Rückzahlung nicht in Gefahr ist.

Diese geduldete Überziehung lässt sich Ihr Kreditinstitut aber teuer bezahlen: 18 bis 20% Sollzinsen pro Jahr sind da keine Seltenheit.


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In unserem Beispiel heißt das: Sie zahlen für das halbe Jahr im Minus stolze 100 € an Zinsen. Der Rechenweg: 1.000 € x 0,5 x 20%.

Auf den Monat umgerechnet sind das fast 17 €. Das ist ganz schön happig!

Genehmigte Überziehung (= Dispo-Kredit): deutlich günstiger

Auf immerhin 8 bis 12% pro Jahr sinkt Ihr Sollzins, wenn Sie die Überziehung mit Ihrer Bank abgesprochen haben.

Denn dann bekommen Sie einen regulären Dispositions-Kredit, kurz: Dispo-Kredit oder einfach „Dispo“ genannt.

Die Bank duldet die Überziehung nicht nur, sie stellt Ihnen das Geld sogar gerne zur Verfügung.

Und siehe da: Angenommen, Sie zahlen 10% pro Jahr, so sinkt im gleichen Beispiel Ihre Zinslast auf 50 €. Das ist schon wesentlich günstiger, aber natürlich nach wie vor alles andere als billig.

Wie hoch ist nun aber der Überziehungsrahmen, den Ihre Bank Ihnen einräumt? Meistens liegt die Summe bei ungefähr 3 Monatsgehältern. Aber hierbei haben Sie durchaus einen gewissen Verhandlungs-Spielraum.

Je zuverlässiger Sie in der Vergangenheit Ihren Zahlungs-Verpflichtungen nachgekommen sind und je größer Ihr finanzielles Polster ist, desto besser sind Ihre Chancen.

Tipp: Überziehungen vermeiden, notfalls Raten-Kredit aufnehmen

Konto-Überziehungen vermeiden Sie besser, egal ob genehmigt oder ungenehmigt. Denn auf Dauer geht das ganz schön ins Geld. Natürlich lässt sich das andererseits auch nicht immer umgehen…

Aber bei planbaren Ausgaben, wie eben einer Autoreparatur oder der neuen Spülmaschine, lohnt sich ein erneuter Gang zur Bank.

Vereinbaren Sie mit ihr einen Ratenkredit! Sie erhalten die Auszahlung auf einmal. Und Sie zahlen diese Schulden mitsamt Zinsen in regelmäßigen Monatsraten ab.

Die Raten sind anfangs hoch, weil Sie dann noch die Zinsen für die gesamte Kreditsumme aufbringen müssen.

Sie sinken aber im Laufe der Zeit, weil die Kreditsumme – und damit auch der darauf anfallende Zinsbetrag – immer weniger wird.

Bei Raten-Krediten hängt der Zinssatz von Ihren persönlichen Möglichkeiten sowie Ihrer Zahlungskraft ab. Mit 5 bis 8% pro Jahr müssen Sie derzeit (Stand: Anfang 2015) rechnen.

Fazit

Je planvoller Sie bei der Kredit-Aufnahme vorgehen, desto mehr bares Geld sparen Sie in Sachen Sollzinsen.

Und noch ein Tipp zum Schluss:

Verschulden Sie sich nicht für irgendwelche Konsum-Ausgaben! Eine Reise z. B. muss nicht sein, wenn Sie sich diese aktuell nicht leisten können. Dasselbe gilt auch für das neuste Smartphone-Modell.

Wenn Sie die Buchung bzw. Anschaffung auf später verschieben, verschaffen Sie sich damit finanziellen Freiraum, der Ihnen hilft, wenn es einmal wirklich eng wird und Sie um einen Kredit nicht mehr herumkommen.

Den räumt Ihnen die Bank dann gerne ein – und das zu annehmbaren Zinsen.

10. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.