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Kontokorrentkredit-Formel: Das kostet die Überziehung

Ein Kontokorrentkredit kann praktisch sein, um kurzfristige Zahlungsengpässe auszugleichen. Diese Flexibilität vergüten sich die Banken jedoch mit satten Zinsen, die den Kreditnehmer kalt erwischen können.

Viele Kreditnehmer verdrängen diese Kosten. Oft, da es sich nur um einen kurzen Zeitraum handelt, in dem das Konto im Minus ist – etwa zwischen der Mietüberweisung und dem Eingang des eigenen Gehalts zu Monatsanfang.

Ist der Zeitraum, in dem der Kontokorrentkredit in Anspruch genommen wird, absehbar, so macht es Sinn, die Kosten vorab mithilfe der richtigen Formel selbst auszurechnen.

Kontokorrentkredit: Die Formel in der Beispielrechnung

Ein konkretes Beispiel: Ein Girokonto wird für 10 Tage um 500 € überzogen. Der Zinssatz für den Kontokorrentkredit liegt in dieser Beispiel-Formel bei 10%.

Bei der Berechnung werden zunächst Guthaben (500 €), Zinssatz (10) und Tage (10) miteinander multipliziert. Anschließend wird die Zahl der Jahrestage (365) mit 100 malgenommen.

In einem letzten Schritt wird schließlich das erste Produkt durch das Zweite geteilt.


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Im Überblick:

Zinsbetrag = (Guthaben * Zinssatz * Tage) / (365*100)

Für einen Kontokorrentkredit zu genannten Konditionen und Bedingungen ergäbe sich nach dieser Formel ein Betrag von 1,37 €. Eventuelle Zinsschwankungen binnen der Überziehungsphase sind in dieser Rechnung jedoch nicht mit einbezogen.

So berechnen Banken die Kontokorrent-Zinsen

Ein Kontokorrent ist ein „laufendes Konto“ – das heißt: Soll und Haben werden laufend, also täglich aktualisiert. Prominentestes Beispiel sind hierbei die handelsüblichen Girokonten.

Für einen Kontokorrentkredit bedeutet dies, dass auch die Zinsen tagesgenau über eine gestaffelte Zins-Formel berechnet werden – anders etwa als bei einem Ratenkredit.

Mehr zum Thema: Kontokorrentkredit Definition

Die Banken unterscheiden bei ihren Zinsstaffeln zwischen Überziehungszinsen und Zinsen für das eingeräumte Kreditlimit in Form eines Dispositionskredites.

Bei Überschreiten des Kreditlimits würden also nicht nur Zinsen für den „Dispo“, sondern zusätzlich auch hohe Überziehungszinsen berechnet.

Die Überziehungszinsen sind nicht in Stein gemeißelt und können schwanken – bei einem laufenden Konto mit tagesgenauer Abrechnung werden sie dem Bankkunden daher unmittelbar weitergegeben.

Hohe Zinsen: Umschuldung kann Alternative sein

Wer nicht genau absehen kann, wie lange er den Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen muss, dem hilft natürlich auch keine Formel zur Berechnung weiter.

In jedem Fall sollte dann geprüft werden, ob eine Umschuldung auf einen Ratenkredit Sinn macht.

Die Zinsen hierfür fallen in der Regel um mindestens 3% geringer aus als die teuren Dispozinsen.

6. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.