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Kontraindikator: Zahl der Optimisten erreicht Höchstwert

Mit 45% erreichte im Dezember 2014 der Anteil der Optimisten – nach einer repräsentativen Studie des Ipsos Institutes zur künftigen Entwicklung – einen neuen Höchstwert.

Noch 1 Jahr zuvor waren es 44% gewesen.

Dabei zeigten sich vor allem jüngere Menschen unter 34 Jahren mit einem Optimistenanteil von 50% besonders zuversichtlich für die Zukunft.

Krisen und Kriege waren nach dieser Umfrage weit weg und wurden schlicht ignoriert.

Überbordender Optimismus als kontraindikator

Für mich sind solche Ergebnisse klare Kontraindikatoren.

Den meisten großen Krisenzeiten war bisher ein eher übertrieben wirkender Optimismus in der Bevölkerung bezüglich der künftigen Entwicklung vorausgegangen.

Das war sowohl vor der Weltwirtschaftskrise, vor dem 1. und 2. Weltkrieg, als auch zuletzt vor dem Börsenboom im Jahr 2000 sowie kurz vor der Finanzkrise 2008 der Fall.

Auch vor dem 1. und 2. Weltkrieg war der Optimismus extrem groß

Im Europa des Jahres 1913 war die Euphorie extrem groß. Der Glauben an den technischen Fortschritt war enorm.

Politische Spannungen wurden zwar wahrgenommen. Doch in der Masse der Bevölkerung wurde das nicht als Gefahr angesehen.

Einer der größten Buchbestseller des Jahres hatte den optimistischen Glauben an die Zukunft zum Thema. Eine große Unbeschwertheit lag über dem Kontinent – die dann im folgenden Jahr so jäh beendet wurde.

Ähnlich stellte sich die Lage in Europa kurz vor dem 2. Weltkrieg dar:

So ergaben beispielsweise Umfragen 1938 in Deutschland – also nur 1 Jahr vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs –, dass kaum jemand mit einem Krieg rechnete und die Zukunft sehr optimistisch eingeschätzt wurde.

Zukunftsbeurteilung der Bevölkerung geht meist schief

Hieran sehen Sie ganz deutlich: Die Mehrheit der Menschen liegt bei einer Beurteilung der Zukunft meist falsch.

Sie lässt sich von äußeren Umständen blenden und nimmt irrtümlich an, diese würden immer so bleiben und es würde sich nie mehr etwas am zeitgenössischen Wohlstand und der Überfluss-Gesellschaft ändern.

Je länger die aktuell stabile Phase im Übrigen andauert, desto stärker setzt sich dieser Glauben bei einem Großteil der Bevölkerung fest.

Dabei ist – historisch gesehen – gerade dann eine Änderung am wahrscheinlichsten, wenn kaum jemand damit rechnet.

Was tun?

Richtig handeln Sie, wenn Sie diesem irrationalen Optimismus nicht folgen und stattdessen Ihr Vermögen auch weiterhin sturmfest machen.

Das tun Sie, indem Sie es breit diversifizieren und vor allem auch in Fremdwährungen und Edelmetalle investieren.

6. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.