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Korridor-Optionsscheine: So gewinnen Sie im Seitwärtstrend

Optionsscheine bieten Ihnen Anlage-Möglichkeiten für alle Börsenlagen. Dabei muss sich die Börse nicht unbedingt aufwärts oder abwärts entwickeln – auch an einer Seitwärtsbewegung können Sie Geld verdienen: mit Korridor-Optionsscheinen.

Diese bieten Ihnen die Chance auf einen festgelegten Auszahlungsbetrag, wenn der Kurs des Basiswerts über die gesamte Laufzeit eine bestimmte Ober- und Untergrenze nicht über- bzw. unterschreitet.

Kursbildung funktioniert anders als bei „normalen“ Optionsscheinen

Im Preis des Optionsscheins spiegeln sich die Erwartungen der Käufer wider. Eine Bewertung des Preises ist selbst für erfahrene Fachleute schwer. Auf technische Indikatoren wie Aufgeld und Hebel, die Sie von den traditionellen Optionsscheinen her kennen, müssen Sie dabei verzichten.

Dennoch lassen sich einige grundsätzliche Annahmen machen, die Sie bei Ihrer Auswahl berücksichtigen sollten.

Je näher der Kurs/Preis/Indexstand des Basiswerts (Indexstand oder Devisenkurs) sich im mittleren Teil der Bandbreite bewegt und je größer diese Bandbreite ist, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass er über die Korridorgrenzen gerät.


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Da in diesem Fall das Risiko der Nicht-Ansammlung geringer ist, spiegelt sich dies auch im Preis des Optionsscheins wider. Er müsste unter sonst gleichen Bedingungen um so höher sein, je näher der Basiswert in der Mitte des Korridors notiert.

Für Ihre Anlagestrategie resultiert daraus: Kaufen Sie solche Scheine, bei denen der Preis des Basiswerts in der Mitte der Bandbreite liegt.

Die Höhe des maximalen Wertzuwachses und der sich daraus ergebenden Rendite ist abhängig von der Breite des jeweiligen Korridors. Je schmaler der Korridor, desto größer unter sonst gleichen Bedingungen auch das Risiko.

Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis des Basiswerts die Bandbreite verlässt und keine Beträge ansammelt, ist dann höher als bei einem breiteren Korridor. Je breiter der Korridor, desto größer ist umgekehrt Ihre Chance, die maximal erreichbare Ansammlung zu erzielen.

Dies sollten Sie beim Kauf eines Korridor-Optionsscheins beachten

Je weniger Risiko Sie beim Erwerb von Korridor-Optionsscheinen eingehen wollen, desto eher sollten Sie daher auf Scheine mit sehr breitem Korridor setzen.

Noch stärker als bei den traditionellen Call- und Put-Optionsscheinen sollten Sie bei Korridor-Optionsscheinen darauf achten, Ihr Risiko von vornherein mittels Stoppkursen zu begrenzen. Bei einer unerwarteten Änderung des Trends sollten Sie nicht zögern, solche Scheine schnell wieder zu verkaufen.

Der Preis eines Korridor-Optionsscheins wird um so höher sein, je geringer die erwartete Schwankungsbreite des Basiswerts ist, die sogenannte implizite Volatilität. Denn auch in diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Korridor verlassen wird, geringer.

Daraus folgt, dass Sie unter Risikogesichtspunkten solche Scheine meiden sollten, die auf Basiswerte begeben sind, die von den bisherigen Erfahrungen her in der jeweiligen Situation sehr großen Veränderungen unterliegen.

Vom Kauf solcher Scheine sollten Sie insbesondere dann absehen, wenn sich der Kurs/Preis/Indexstand bereits an der unteren oder oberen Begrenzungslinie des Korridors bewegt.

Der Preis solcher Optionsscheine steigt tendenziell, wenn die Notierung des Basisinstruments sich der Mitte des Korridors nähert; er fällt, wenn die Entwicklung umgekehrt verläuft. Notiert das Basisinstrument genau auf der Mitte des Korridors, ist der Preis unter sonst gleichen Bedingungen am höchsten.

12. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Werner Kurzawa
Von: Dr. Werner Kurzawa. Über den Autor

Als ehemaliger Bankkaufmann ist Dr. Werner Kurzawa seit über einem Jahrzehnt freier Wirtschafts und Finanzjournalist und hat zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Fernseh und Rundfunkbeiträge rund um das Thema Geldanlage, Börse und Finanzen veröffentlicht.