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Kosten für den Hausmeister verringern

Davon können Sie von vornherein ausgehen: Ihr Hausmeister wird immer auch Aufgaben erfüllen, die Sie auf Ihre Mieter nicht umlegen können. Einen Teil der Vergütung müssen Sie also stets selbst tragen.

Umso wichtiger ist es für Sie, die hohen Lohnnebenkosten zu senken.

Seit dem 1.4.1999 ist es nicht mehr möglich, einen geringfügig entlohnten Beschäftigten einzustellen und dadurch die Zahlung der gesamten Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.

Geld bei der Krankenkasse sparen

Das bedeutet, Sie sind auf jeden Fall verpflichtet, Pauschalbeiträge zu entrichten.

Sie können aber die Beiträge zur Krankenversicherung sparen, wenn Sie jemanden einstellen, der nicht krankenversichert ist. Eine private Krankenversicherung verpflichtet Sie nicht zur Zahlung der Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung.

Im Vergleich zu dem vor dem 1.4.1999 geltenden Recht stellt die Neuregelung für die Arbeitgeber auf den ersten Blick eine große Verschlechterung dar.

Allerdings wurde durch den Arbeitgeber vor dem 1.4.1999 die pauschale Lohnsteuer bezahlt. In der Regel entfällt diese Verpflichtung bei 400-Euro- Kräften.

Da Sie gleichzeitig auch keine pauschalen Kirchensteuern und auch nicht den Solidaritätszuschlag zahlen müssen, entspricht die Ersparnis im Vergleich zum früheren Recht der Kostenbelastung durch die Pauschalversicherungsbeiträge.

Allerdings setzen die Zahlung der Pauschalbeiträge und die Lohnsteuerfreiheit voraus, dass der Hausmeister sozialversicherungsfrei ist.


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Hauptbeschäftigung muss berücksichtigt werden

Dies ist dann nicht der Fall, wenn eine so genannte Hauptbeschäftigung zu berücksichtigen ist.

Hat Ihr Hausmeister mehrere Nebenbeschäftigungen, müssen diese zusammengerechnet werden und zwar sowohl bezüglich der Stundenzahl als auch hinsichtlich der Höhe des Entgelts.

Werden auf diese Weise die Grenzwerte überschritten, tritt eine Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ein.

Sozialversicherungsfreiheit setzt voraus, dass

  • die Beschäftigung an regelmäßig weniger als 15 Stunden in der Woche ausgeübt wird

und

  • die monatliche Vergütung nicht höher als 630 DM (alte und neue Bundesländer) ist.

Gesetzliche Höchststundenzahl beachten

Bei der Prüfung, ob die 15-Stunden-Grenze eingehalten ist, wird die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit zugrunde gelegt, wie sie sich aus der Vereinbarung mit dem Hausmeister ergibt.

Für den Fall, dass keine feste Stundenzahl vereinbart ist, genügt es, wenn Ihr Hausmeister innerhalb von drei Kalendermonaten insgesamt höchstens 194 Arbeitsstunden zu leisten hat.

Versicherungspflicht ab 400 Euro

Verdient Ihr Hausmeister mehr als 400 Euro (eventuell durch Zusammenrechnung mit anderen Beschäftigungen) oder beträgt die Stundenzahl mindestens 15 (auch hier werden weitere Beschäftigungen hinzugerechnet) tritt eine Versicherungspflicht ein.

Die Beiträge sind dann zur Hälfte von Ihnen und dem Hausmeister zu zahlen.

Achtung: Die gesetzliche Unfallversicherung kennt keine versicherungsfreien Teilzeitkräfte. Zur Berufsgenossenschaft müssen Sie also stets Beiträge zahlen. Einen Arbeitnehmeranteil gibt es hier nicht.

Lassen Sie sich von Ihrem Hausmeister eine schriftliche Erklärung darüber geben, ob und welche Beschäftigungen er sonst noch ausübt.

Der Grund: Die Gerichte halten Sie als Arbeitgeber, der Sie in Bezug auf den Hausmeister ja sind, für verpflichtet, die Sozialabgaben und zwar den Arbeitgeber und den Arbeitnehmeranteil im Falle einer Doppelbeschäftigung nachzuzahlen. Das gilt selbst dann, wenn Sie von dem anderen Arbeitsverhältnis nichts gewusst haben.

Hat der Hausmeister aber unterschrieben, keine anderen Beschäftigungen auszuüben, so haftet er für den Arbeitnehmeranteil Ihnen gegenüber. Ob Sie die entsprechenden Beiträge aber von ihm einziehen können, ist eine andere Frage.

Sozialversicherungsausweis vorlegen lassen

Lassen Sie sich zu Beginn der Beschäftigung den Sozialversicherungsausweis Ihres Hausmeisters vorlegen. Dazu sind Sie als Arbeitgeber ohnehin verpflichtet. Wurde noch kein Ausweis ausgestellt, reicht es für die Übergangszeit, dass Sie sich den Ausweis über die Versicherungsnummer aushändigen lassen. Die ist im Versicherungsnachweisheft enthalten.

Im Übrigen müssen Sie den Hausmeister auch bei der Krankenkasse anmelden.

Das gilt selbst dann, wenn es sich um eine geringfügige und damit sozialversicherungsfreie Beschäftigung handelt. Es sind die üblichen Meldungen zu erstatten, die auch für versicherungspflichtige Arbeitnehmer vorzunehmen sind (An- und Abmeldung, Unterbrechungsmeldung, Jahresmeldung).

20. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.