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Kostenfallen bei Online-Brokern: So vermeiden Sie, was unnötig Geld kostet

Auf einen Blick: Diese versteckten Kosten machen Ihr Depot unnötig teuer

  • Depotführung: Vor allem bei Filialbanken ist ein Depot in der Regel kostenpflichtig, aber auch manche Direktbanken verlangen für die Depotführung Geld.
  • Rund um Ihre Wertpapierorders: Änderungen und Streichungen kosten oft Geld, aber auch unausgeführte, limitierte Orders (zum Beispiel das Setzen von Stop-Loss-Marken) lassen sich einige Banken gut bezahlen.
  • Fonds- und ETF-Sparpläne: Hier verdient die Bank gleich zweimal – beim Kauf der Fondsanteile und beim Auszahlplan.
  • Kosten für laufende Vorgänge im Zusammenhang mit Ihrem Depot: Achten Sie auf die Abrechnung von Auslandsdividenden. Die Transaktion aus dem Ausland wird oft extra berechnet. Auch die Karte zur Hauptversammlung stellen Ihnen einige Broker gesondert in Rechnung.
  • Alles, was nicht online geht: Für Telefon und Faxaufträge zahlen Sie oft zusätzlich Geld. Auch den postalischen Versand von Nachweisen, Belegen, Erträgnisaufstellungen und Bescheinigungen lassen sich die Online-Broker gut bezahlen.

Gebühren bei Online-Brokern: Lassen Sie sich von Werbeaussagen nicht blenden

Kostenlose Depotführung und unschlagbar günstige Wertpapierorders – auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Werbeaussagen der meisten Online-Broker bringen. Das stimmt leider nur zum Teil, auch hier fallen versteckte Gebühren an.

Daher lohnt es sich, die Gebühren genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn eines ist sicher: Die Banken erbringen nicht alle Leistungen kostenfrei. Oft verlangen sie für Leistungen Geld, auf die Sie bei Eröffnung des Depots noch gar nicht gekommen wären.

Hier lohnt es sich, die Preis und Leistungsverzeichnisse der verschiedenen Broker zu vergleichen – gerade im Hinblick auf die Leistungen, die Ihnen persönlich wichtig sind und die Sie häufig in Anspruch nehmen.

Machen Sie sich mit den wichtigsten Kostenfallen vertraut. Dann können Sie sich den Broker aussuchen, der am besten zu Ihrem Verhalten passt. Alternativ können Sie auch auf Leistungen verzichten, die Ihnen nicht so wichtig erscheinen und die Ihr Portemonnaie nur unnötig belasten.

Depotgebühren: unüblich und obendrein unnötig

Früher war es für Banken undenkbar, ein kostenloses Wertpapierdepot für Privatanleger zu führen. Gerade die Filialbanken ließen sich diesen Service gut bezahlen. Seit es aber Direktbanken gibt, hat sich das geändert.

Bei den meisten Online-Brokern gehört ein kostenloses Depot zum Standard. Allerdings gibt es auch hier manche, die ihren Kunden Geld für die Depotführung abknöpfen.

Online-Broker, die Depotgebühren verlangen

So wird bei der Onvista-Bank (ehemals Fimatex, www.onvistabank.de), die zur französischen Großbank Société Generale gehört, ein Depot nur im ersten Jahr nach der Eröffnung gebührenfrei geführt. Danach berechnet der Online-Broker 0,05% des Depotwerts pro Halbjahr.

Bei einem 30.000 €-Depot wären dies also 15 € pro Halbjahr, sprich 30 € Gebühren pro Jahr, bei einem Depotbestand von 100.000 Euro immerhin jährlich 100 €.

Weniger stark ins Gewicht fallen die Depotgebühren bei SBroker (www.sbroker.de), der Online-Depotbank der Sparkassen. Sie liegen bei 1,95 € pro Monat (= 23,40 € pro Jahr), fallen aber nur an, wenn

  • Ihr Depotwert und die zugehörigen Konten zusammen einen Vermögensbestand von weniger als 10.000 € aufweisen oder
  • wenn Sie pro Quartal nicht mindestens eine Order aufgeben.

Die Gebühr wird quartalsweise berechnet und entfällt, wenn Ihr verwahrtes Vermögen (Depot und Konten) über diesem Betrag liegt oder wenn Sie mindestens eine Wertpapiertransaktion im Quartal tätigen.

Wertpapierorders: Diese Kostenfallen sollten Sie kennen

Die in der Werbung genannten Ordergebühren mögen noch so günstig sein, sie gelten aber meist nur für einen Beispielfall, den die Bank in ihrer Werbung zitiert.

Wie viel Sie tatsächlich zahlen, hängt davon ab, wie Sie einen Kaufoder Verkaufsauftrag von Wertpapieren tatsächlich ausgestalten. Aufgepasst heißt es besonders bei folgenden Fallen:

Direkthandel: Günstige Ordergebühren, ungünstige Kurse

Die erste Falle lauert bereits bei der Frage, wo Sie Ihre Wertpapiere ordern. Achten Sie unbedingt darauf, dass im Orderformular, das Sie online ausfüllen, nicht etwa „Direkthandel“ oder „Sekundenhandel“ eingetragen ist.


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Damit ist der außerbörsliche Handel gemeint. Über diesen Direkthandel reduzieren Banken oft ihre eigenen Wertpapierbestände oder stocken sie auf. Das mag auf den ersten Blick günstig aussehen, denn viele Online-Broker nehmen für den Direkthandel üblicherweise geringere Gebühren als für eine Order über einen Börsenplatz.

Aber der Schein trügt: Dafür sind die Kurse, die Sie bekommen, häufig recht ungünstig für Sie. Konkret bedeutet dies: Über den Direkthandel kaufen Sie ein Wertpapier oft teurer ein und verkaufen es billiger, als wenn Sie über eine Börse kaufen oder verkaufen.

Gerade bei größeren Orders sind Sie daher besser bedient, wenn Sie den (Ver)Kauf über Xetra oder eine Präsenzbörse (Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf) tätigen.

Fondskauf: Umgehen Sie den Ausgabeaufschlag

Auch beim Fondskauf sollten Sie Ihr Augenmerk auf das Feld „Handelsplatz“ richten. Den Eintrag „KAG“ – die Abkürzung für Kapitalanlagegesellschaft – meiden Sie besser. Denn das ist die Fondsgesellschaft selbst, die Ihnen die Anteile nur gegen einen Ausgabeaufschlag verkauft.

Dieser Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 5,5% der Anlagesumme – Geld, das Sie sich bei vielen Fonds sparen können, die auch an der Börse gehandelt werden. Dagegen zahlen Sie bei einer Order über eine Börse in der Regel nur den Spread, also den Unterschied zwischen börslichem An- und Verkaufskurs.

Dieser beträgt in der Regel rund 1,5%. Beim Verkauf von Fondsanteilen ist die Fondsgesellschaft („KAG“) dagegen meist die günstigere Wahl, denn diese macht keine Abschläge auf den Kurs.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Sonderaktionen der Broker nutzen

Eine Ausnahme gilt, wenn Ihr Broker eine Sonderaktion anbietet. Angenommen, er bietet für eine befristete Zeit den Kauf bestimmter Fondsanteile ohne Ausgabeaufschlag an. Dann – aber nur dann! – können Sie beruhigt über den Handelsplatz „KAG“ ordern.

Viele Broker lassen sich eine Orderänderung zahlen

Sie ordern gern mit Limit? Dann legen Sie sich lieber gleich fest, als Ihre Order später noch zu ändern. Das gilt zumindest, wenn Sie bei einem Broker sind, der für nachträgliche Orderänderungen eine extra Gebühr berechnet.

Das ist gar nicht so selten, sondern durchaus gängige Praxis, beispielsweise bei der DAB-Bank (www.dabbank.com) oder dem Online-Broker Comdirect (www.comdirect.de). 2,50 € kostet bei beiden Brokern eine spätere Orderänderung. Bei Maxblue (www.maxblue.de), dem Online-Broker der Deutschen Bank, zahlen Sie sogar 4,90 € pro Änderung.

Übrigens fällt unter den Begriff „Orderänderung“ auch die Anpassung Ihrer StopLoss-Limits. Denn eine Stop-Loss-Order ist nichts anderes als ein limitierter Verkaufsauftrag. Aber nicht jeder Broker berechnet Ihnen jede Änderung. Kostenfrei sind nachträgliche Änderungen beispielsweise bei Flatex (www.flatex.de) oder der Onvista-Bank.

Mehr zum Thema: Flatex: Günstiger Broker mit Einschränkungen

Gebühren für eine Orderstreichung

Meist ist es so: Broker, die sich eine Orderänderung extra zahlen lassen, nehmen auch für eine Streichung Geld, und zwar in aller Regel in der gleichen Höhe. Die DAB-Bank verlangt bei der Streichung einer Order beispielsweise 2,50 €. Auch ein Verfall von zeitlich limitierten Orders kostet bei einigen Depotbanken Gebühren. So verlangt etwa die Comdirect bei Nichtausführung für den Verfall einer limitierten Order ebenfalls 2,50 €.

Laufende Gebühren für Stop-Loss-Marken

Auch das Setzen von Stop-Loss-Kursen kann ins Geld gehen. Beispielsweise beim Online-Broker Comdirect (www.comdirect.de). Im Preisverzeichnis findet sich lapidar der Hinweis: „Erteilung eines limitierten Auftrags ohne Ausführung – 2,50 € pro Monat (Nichtausführung durch Verfall oder Streichung möglich)“.

Machen Sie sich klar, was das heißt: Unter die limitierten Aufträge fallen auch Ihre Stop-Loss-Marken. Für jedes Wertpapier, bei dem Sie eine Stop-Loss-Marke setzen, zahlen Sie im Monat 2,50 € auch dann, wenn kein Verkauf ausgelöst wird.

Ein Rechenbeispiel: Gesetzt den Fall, Sie haben 15 Aktien mit Stop-Loss-Orders versehen. In einem Monat wird keine der Stop-Loss-Marken berührt oder unterschritten, folglich wird auch kein Verkauf ausgelöst.

Das heißt, Sie zahlen monatlich 37,50 € Gebühren. Im Jahr macht dies satte 450 €. Die meisten anderen Online-Broker verlangen für unausgeführte Stop-Loss-Orders kein Geld, erst bei einem Verkauf werden die normalen Transaktionsgebühren berechnet.

Teilausführungen

Es kann passieren, dass ein Kauf- oder Verkaufsauftrag nicht sofort vollständig erledigt wird. Diese Gefahr besteht vor allem bei weniger liquiden Titeln, etwa Auslandsaktien und kleinen Nebenwerten. Dann wird die Börse Ihren Auftrag womöglich in 2 oder 3 Teile aufspalten.

Es gibt Broker, so beispielsweise Flatex und SBroker, die dafür jeweils noch einmal die volle Ordergebühr berechnen, als ob es sich jeweils um eine zusätzliche Order handeln würde.

Gerechtfertigt ist dies allerdings nicht: Denn die Börsen selbst stellen den Banken tagesgleiche Teilausführungen nicht extra in Rechnung. Wenn Ihre Bank also von Ihnen Geld für Teilausführungen verlangt, die noch am gleichen Tag ausgeführt werden, so ist das nichts als Beutelschneiderei.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: So vermeiden Sie Teilausführungen

Vermeiden können Sie Teilausführungen durch den Orderzusatz „Fill or kill“. Dann wird die Order in einem Zuge ausgeführt – oder gar nicht. Außerdem gilt: Bei Präsenzbörsen sind Teilausführungen viel weniger wahrscheinlich als bei Xetra. Denn hier hat der ausführende Makler noch ein Auge auf die Order.

Im Allgemeinen achten die Börsenmakler darauf, Teilausführungen zu vermeiden, die elektronische Börse Xetra dagegen nicht.

Ordergebühren bei Spar- und Auszahlplänen

Fonds- und ETF-Sparpläne sind sinnvoll, aber die Gebühren für die Transaktionen sind nicht immer sehr günstig. Zwar bekommen Sie einen günstigen Durchschnittspreis, wenn Sie Fondsanteile häppchenweise für immer den gleichen Betrag kaufen. Denn sind die Fondsanteile teuer, werden automatisch weniger gekauft.

Aber die Banken verlangen für Fondssparpläne gute Gebühren. Konkret: Meist nehmen sie für den Ankauf der Fondsanteile einen Festpreis, zum Beispiel 2,50 €, wenngleich die Einrichtung oder Löschung eines Sparplans nichts kostet.

Ein Beispiel: Angenommen, Sie kaufen per Sparplan jeden Monat Fondsanteile für 50 €. Bei einer monatlichen Ordergebühr von 2,50 € bedeutet das immerhin: 5% Ihres Sparvolumens geht schon allein für die Transaktionskosten drauf.

Damit nicht genug: Auch für einen Auszahlplan nehmen viele Broker Geld – und zwar in der gleichen Höhe. Dazu kommen nicht selten ratenabhängige Entgelte (z. B. 0,25% der investierten Summe bei der DAB-Bank).

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Weniger Sparraten zu höheren Summen einrichten

Solche Sparplan-Gebühren lassen sich kaum vermeiden, aber Sie können sie zumindest reduzieren. Erhöhen Sie die Sparrate und verringern Sie dafür die Zahl der Käufe. Beispiel: Sie wollen pro Jahr 600 € investieren.

Bei einem monatlichen Sparplan zu 50 € und 2,50 € pro Transaktion zahlen Sie dafür 30 € Gebühren, das sind 5% der investierten Summe. Entscheiden Sie sich dagegen für eine Sparrate von 150 € pro Quartal, zahlen Sie nur 10 € Gebühren pro Jahr, das entspricht lediglich 1,67% Ihres Investments.

Aufpreise für Orders per Telefon oder Fax

Online-Banken sind weit günstiger als Filialbanken. Das gilt aber nur, wenn Sie Ihre Wertpapieraufträge auch online eingeben. Ordern Sie dagegen per Telefon oder Fax, muss ein Mitarbeiter Ihren Auftrag in die Ordermaske eingeben – und das lassen sich auch Online-Broker gut bezahlen. In aller Regel verlangen sie dafür einen Aufpreis von rund 10 €.

Gebühren rund ums Jahr

Wer denkt beim Ordern schon an die Gebühren, die Jahr für Jahr anfallen? Die Abbuchungen auf dem Verrechnungskonto fördern so einiges an Gebühren zutage, mit denen ein Privatanleger nicht unbedingt rechnet.

Transaktionsgebühren für Auslandsdividenden

Haben Sie auch Aktien in Ihrem Depot, deren Stammgesellschaft Ihren Sitz im Ausland hat? Dann achten Sie darauf, ob Ihr Broker Ihnen Jahr für Jahr für die Dividendengutschrift eine „Transaktionsgebühr Ausland“ in Rechnung stellt.

Das machen beispielsweise Maxblue mit stolzen 19,90 € und Flatex mit immerhin 5 € pro Ausschüttung. Übrigens wird diese Transaktionsgebühr auch dann verlangt, wenn sich die Aktiengesellschaft im Euro-Raum befindet. Nur manchmal übernimmt die ausschüttende Gesellschaft solche Gebühren pauschal für ihre Investoren.

Darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen. Auslandsaktien, die Sie länger halten wollen, sollten Sie daher besser bei einem Broker kaufen, der von der ausgeschütteten Dividende nicht jedes Mal ein Stück abzwackt.

Gebühren für die Beschaffung von Eintrittskarten zur Hauptversammlung

Eintrittskarten zur Hauptversammlung beschafft Ihnen Ihr Broker. Das gilt zumindest bei Inhaberaktien und kostet in der Regel keine Gebühr. Aber einige Online-Depotbanken lassen sich diesen Service doch bezahlen.

5,95 € kostet dieser Service etwa bei Flatex. Übrigens zahlen Sie diese Summe zweimal, wenn Sie Karten für 2 Personen bestellen – etwa zusätzlich für Ihren Ehemann oder Ihre Ehefrau. Diese Gefahr besteht allerdings nur bei Inhaberaktien, bei Namensaktien lädt die Aktiengesellschaft selbst ein.

Extra-Gebühren für die Zusendung von Papierbelegen

Wenn Sie sich Dokumente in Papierform zusenden lassen, müssen Sie dafür oft weit mehr als nur die Ausdruck und Portokosten zahlen. Allzu oft berechnen die OnlineBroker 10 € pro Kopie/Beleg.

Für eine Jahreserträgnisaufstellung will Maxblue beispielsweise 20 €, für manuell erstellte Steuerbescheinigungen 29 €. Die Jahressteuerbescheinigung ist dagegen bei den meisten Brokern kostenfrei.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Dokumentenarchiv richtig einstellen

Was Sie nicht hieb und stichfest auf Papier brauchen, sollten Sie sich in Ihrem Online-Dokumentenarchiv anschauen und selbst ausdrucken. Alle anderen Belege sollten Sie sorgfältig archivieren.

Übrigens können Sie bei den meisten Brokern selbst bestimmen, was Sie kostenpflichtig per Post zugesandt bekommen möchten und was nicht. Meist finden Sie diese Funktion unter „Dokumente“ > „Einstellungen“.

Checkliste: So vermeiden Sie die Kostenfallen beim Online-Broking

  • Machen Sie nicht allein die Werbeaussagen eines Brokers zur Grundlage Ihrer Entscheidungen, sondern werfen Sie auch einen kritischen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis. Das gilt auch für Online-Broker und Direktbanken, die womöglich versteckte Gebühren für alle möglichen Leistungen einstreichen.
  • Belassen Sie es bei der Orderaufgabe in der Eingabemaske niemals ungeprüft bei den Voreinstellungen, die Ihr Broker für Sie trifft. Teuer werden beispielsweise Voreinträge wie „Direkthandel“ bzw. „Sekundenhandel“ beim Wertpapierkauf, sowie „KAG“ (Kapitalanlagegesellschaft) beim Fondskauf. Auch im Feld „Gültigkeit“ sollten Sie auf den Eintrag achten: „Good till cancelled“ etwa kann teuer werden, wenn die Orderstreichung extra Geld kostet.
  • Achten Sie auch auf die Kosten, die während des laufenden Jahres anfallen. Verlangt Ihr Broker etwa Geld für die Gutschrift einer Auslandsdividende oder für die Beschaffung der Eintrittskarten zur Hauptversammlung, überlegen Sie, ob sich das für Sie lohnt. Falls nicht, wechseln Sie den Broker.

Mehr zum Thema: Flatex: Günstiger Broker mit Einschränkungen

Übrigens: Gebühren für einen Depotübertrag sind nicht statthaft: Für die Übertragung Ihres Depots auf einen anderen Broker darf die Bank keine Gebühr berechnen. Das entschied vor Jahren der Bundesgerichtshof (30. November 2004, Aktenzeichen: XI ZR 49/04).

27. Oktober 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.