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Krankenkasse: Sparpotenzial für die Rente nutzen

Wer die Rente 2016 nutzen möchte, wird wahrscheinlich von den Beitragszahlungen an die Krankenkasse überrascht.

Diese Beiträge muss jeder Rentner zahlen, der in einer der gesetzlichen Krankenkassen versichert ist. Die Höhe der Beiträge ist dabei in jedem Fall gleich.

Rente 2016: Krankenkasse zieht Beiträge direkt ab

Seit Anfang 2015 beträgt diese für alle Kassen 14,6% des Einkommens, manche Kassen veranschlagen jedoch noch einen Zusatzbeitrag.

Hierbei übernimmt die Rentenkasse einen Teil der Beiträge. 7,3% wird von der Kasse übernommen, die restlichen 7,3% zahlt der Rentner selbst. Beide Beiträge werden direkt von der Rente abgezogen und von der Kasse überwiesen.

Privatversicherte bekommen hingegen einen Zuschuss von maximal 7,3% des Höchstbeitrages der gesetzlichen Krankenkasse.

Dabei bleiben sowohl die Kranken- als auch die Pflegeversicherung identisch mit der, die der Rentner bereits in seiner Berufszeit besessen hat. Der Beginn der Rente ändert hieran nichts.

Versicherungen genau prüfen

Wichtig hierbei ist der Unterschied zwischen einer freiwilligen und einer Pflichtversicherung. Freiwillig Versicherte zahlen deutlich mehr Geld, oft mehr als 100€ mehr im Jahr, da für sie weitere Kassenbeiträge auf Nebeneinkünfte zahlen müssen.

Daher sollte die Möglichkeit eines Wechsels geprüft werden. Dieser kann schriftlich bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Ein Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen ist übrigens auch im Alter problemlos möglich. Gesetzliche Kassen sind dazu verpflichtet, jeden Antragssteller aufzunehmen, unabhängig von bestehenden Krankheiten.

Privat Versicherten ist es hingegen nicht mehr möglich, in eine gesetzliche Kasse zurück zu wechseln. Diese können (abgesehen von Sonderfällen) nur zu einer anderen privaten Versicherung wechseln.

Rente 2016: Beiträge für Pflichtversicherte

Auch Pflichtversicherte müssen bestimmte Krankenkassenbeiträge zahlen. Hierzu gehören Witwen- oder Waisengelder bei Beamten, Renten aus einer Alterssicherung für Landwirte und Betriebsrenten aus der betrieblichen Altersvorsorge.

Hier tragen die Rentner die vollen Kosten.

Bei einer betrieblichen Direktversicherung sind alle Auszahlungen voll beitragspflichtig. Dies bedeutet bei einer Auszahlung von 100.000€ Abzüge von rund 16.000€ für die Kranken- und Pflegekassen.

Diese Zahlungen müssen Sie jedoch nicht auf einen Schlag stemmen. Vielmehr werden diese monatlich abgezahlt, meist über einen Zeitraum von 10 Jahren.

In diesem Beispiel bedeutet dies demnach Zahlungen von 133,33€ im Monat. Diese Zahlungen müssen Sie auch leisten, wenn Sie sich die Direktversicherung als monatliche Rente auszahlen lassen. Die Beiträge sind in diesem Fall ähnlich hoch.

Kassen fordern Beiträge ohne Rente

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die Krankenkasse Beiträge einfordert, obwohl noch kein Rentenbescheid ergangen ist. In diesem Fall muss der Rentner in Vorleistung gehen.

Das Geld wird ihm dann später erstattet, falls die Rente für diese Monate rückwirkend bewilligt wird. Beiträge vor Rentenbeginn gehen hingegen verloren.

15. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.