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Krankenversicherung: Die Berechnungsgrundlagen für den Beitrag

So gut wie jeder Deutsche hat sie – die Krankenversicherung. Kein Wunder, handelt es sich doch in der Bundesrepublik um eine Pflichtversicherung. Bei dieser haben Sie allerdings eine gewisse Wahlfreiheit bezüglich der Krankenkasse.

Zudem besteht – je nach Einkommen und Art der Berufstätigkeit – eine Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse.

Gesetzliche und private Krankenversicherung: Beitrag wird unterschiedlich berechnet

Ein bedeutendes Unterscheidungsmerkmal zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist der Beitrag.

Während seit 2009 für alle gesetzlichen Krankenversicherungen der Beitragssatz bundesweit einheitlich ist, ist dies bei privaten Krankenversicherungen nicht der Fall. Dabei lässt sich nicht pauschal feststellen, welche Kassenart günstiger ist. Dies liegt zunächst daran, wie der Krankenversicherungsbeitrag festgelegt wird.


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Für die gesetzliche Krankenversicherung ist seit 2009 gesetzlich festgelegt, dass grundsätzlich jeder Versicherte denselben Beitragssatz zahlt. Dieser Beitragssatz beträgt gegenwärtig 15,5% des Gehalts. Dies bedeutet, dass jeder Versicherungspflichtige, gemessen an seinen beitragspflichtigen Einnahmen, im Verhältnis gleich viel zahlt.

Grundsätzlich muss der gesetzlich Versicherte nicht die volle Beitragshöhe zahlen, sondern als Arbeitnehmer 8,2%. Die restlichen 7,3% sind vom Arbeitgeber zu entrichten.

Warum Beitragshöhe bei gesetzlicher Krankenversicherung schwanken kann

Trotz des eigentlich fixen Beitragssatzes der gesetzlichen Versicherung kann es zu Schwankungen kommen. Beispielsweise, wenn der Versicherte einen Zusatzbeitrag zahlen muss. Dies ist dann der Fall, wenn das Geld, das die Krankenversicherung vom Staat aus dem Gesundheitsfonds erhalten hat, nicht für ihre Leistungen ausreicht.

Für den Fall, dass die Krankenversicherung nicht alle zugeteilten Mittel für ihre erbrachten Leistungen benötigte oder darüberhinausgehende Gewinne erzielt hat, kann es sein, dass der Versicherungsnehmer eine Prämie erhält. Während die gesetzlichen Krankenkassen zur Erhebung von Zusatzbeiträgen verpflichtet sind, basiert die Auszahlung von Prämien auf freiwilliger Basis.

Ebenfalls kommt es zu Abweichungen, wenn man sich auch ohne Versicherungspflicht freiwillig gesetzlich krankenversichert. Übrigens: Die Ausnahme von der Versicherungspflicht bedeutet lediglich, dass man nicht zwingend gesetzlich krankenversichert sein muss, sondern auch privat-versichert sein kann – die allgemeine Pflicht für eine Krankenversicherung bleibt bestehen.

Beiträge bei privater Krankenversicherung sehr variabel

Da für private Krankenversicherungen der Beitragssatz nicht gesetzlich vorgegeben ist, variiert er. Die Höhe des zu zahlenden Beitrags hängt dabei von den Faktoren Eintrittsalter, Gesundheitszustand, ausgeübter Beruf sowie gewünschte tarifliche Leistungen ab.

Hinzu kommt, dass man für den Eintritt in eine private Krankenkasse von der Versicherungspflicht ausgenommen sein muss. Zu diesen zählen grundsätzlich Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer, deren Gehalt (in 2013) die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 52.200 € übersteigt.

Allgemein gelten private Krankenversicherungen hinsichtlich der erhobenen Beiträge für Gutverdiener in jungen Jahren als günstiger als die gesetzlichen. Allerdings kann sich dies im Laufe der Jahre umkehren und gerade nach Eintritt ins Rentenalter kann eine private Krankenversicherung deutlich teurer sein als die gesetzliche.

15. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.