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Krankenversicherung im Ausland: Darauf müssen Sie achten

Der Urlaub schützt nicht vor Unfällen und Krankheit: Auch Reisende können während der besten Zeit des Jahres auf gesundheitliche Versorgung angewiesen sein. Hierbei haben Privatversicherte meist einen Vorteil: Sie genießen einen umfangreicheren Schutz als gesetzlich Versicherte.

Diese sollten sich genau informieren, welche Leistungen das Gesundheitssystem des Ziellandes abdeckt, um Versorgungslücken zu entgehen.

Krankenversicherung im Ausland: Sozialversicherungsabkommen maßgeblich

Ob eine Krankenversicherung auch im Ausland greift, hängt davon ab, ob mit dem jeweiligen Urlaubsland ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Dann haben auch Urlauber Anspruch auf die gleichen medizinischen Leistungen wie die Einheimischen. Ein Sozialversicherungsabkommen besteht für nahezu alle Länder Europas – einschließlich aller EU-Mitgliedsstaaten.

Hierzu muss beim Arztbesuch die europäische Krankenversicherungskarte vorgezeigt werden. In vielen Ländern stehen jedoch nur spezielle Vertragsärzte für ausländische Patienten zur Verfügung.


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Um diese in Anspruch nehmen zu können, müssen sich Versicherte vor der Auslandsreise einen Auslandskrankenschein ausstellen lassen, der sich im Falle einer Krankheit gegen einen ärztlichen Berechtigungsschein umtauschen lässt. Dieser ist dem Vertragsarzt dann vorzulegen.

Für Länder, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht, gelten Ausländer als Privatpatienten. Das heißt, dass der Urlauber die Kosten selbst übernehmen muss und diese auch nach der Reise nicht von der gesetzlichen Krankenkasse rückerstattet wird. Dies ist für die meisten außereuropäischen Länder der Fall.

Versorgungslücken: Gesundheitsleistungen im Ausland oft abgespeckt

Wichtig zu wissen: Der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland ist meist weitreichender als im Ausland. So können sich Versorgungslücken auftun, mit denen der Urlauber vorab nicht gerechnet hat.

Wer also zum Beispiel in seinem Italien-Urlaub Zahnschmerzen bekommt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass die Krankenversicherung die Notfallbehandlung übernimmt, da es dort keine gesetzliche Bezuschussung für Zahnbehandlung gibt.

Oder bei einem Skiunfall in den Alpen: Ein krankheitsbedingter Transport zurück nach Deutschland wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen grundsätzlich nicht übernommen.

In solchen Fällen bleibt dann der Urlauber auf den Kosten sitzen. Die meisten Länder haben zudem eigene Regeln für Zuzahlungen zur Gesundheitsversorgung oder verlangen etwa eine grundsätzliche Selbstbeteiligung bzw. Vorauszahlungen durch den Patienten.

Die private Auslandskrankenversicherung

Wer Mitglied einer privaten Krankenversicherung ist, hat es im Ausland meist leichter. Doch auch gesetzlich versicherte können eine private Auslandskrankenversicherung abschließen. Diese ist für gewöhnlich nicht sehr kostenintensiv.

Ein Jahresvertrag für Einzelpersonen findet sich meist zwischen 10 und 25 €. Für Familien schlägt in solcher Tarif zwischen 17 und 40 € zu Buche. Manche Versicherungen bieten Schutz von Reisen bis zu 10 Wochen. Auch Automobilclubs wie der ADAC und einige Kreditkartenanbieter bieten Kunden eine Auslandskrankenversicherung zusammen mit anderen Dienstleistungen im Paket.

Für die Kosten spielen jedoch auch eventuelle Vorerkrankungen eine Rolle. Das schließt Schwangere mit ein, die Nachteile erwarten können, selbst wenn sie sich sonst bester Gesundheit erfreuen. Flunkern sollte man hierbei nicht: Wer über seine Gesundheit nachweislich falsche Angaben macht, riskiert den Schutz zu verlieren, da der Versicherer den Vertrag anfechten kann.

16. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.