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Krankenversicherung: Selbstständige zahlen den vollen Betrag

Der Eintritt in die Selbstständigkeit bedeutet auch den Abschluss einer Krankenversicherung als Selbstständiger. Die monatlichen Beträge stellen besonders Selbstständige mit einem niedrigen Einkommen vor enorme finanzielle Belastungen.

Bevor also der Entschluss zur Selbstständigkeit endgültig umgesetzt wird, sollten auch die Krankenversicherungsbeiträge bedacht werden. Diese belaufen sich in der Regel auf über 300 € im Monat. Nebenberuflich Selbstständige können zumeist auf eine Reduzierung der Beträge hoffen. Ansonsten bleibt nur die Härtefallregelung.

Krankenversicherung für Selbstständige bedeutet hohe Abgaben

Selbstständigkeit bedeutet auch Versicherungspflicht. Der Nachteil für Selbstständige: Da kein Arbeitgeber vorhanden ist, müssen sie den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen oder sich freiwillig gesetzlich versichern zu lassen.


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Die monatlichen Beiträge werden auf Basis der Beitragsbemessungsgrundlage von derzeit 4.237,50 € berechnet. Weist der Selbstständige kein geringeres Einkommen nach, zum Beispiel durch die Zusendung seines Einkommensbescheids, wird der Beitragssatz von 14,6% auf diesen Betrag angewandt. Der berechnete Höchstbetrag ändert sich auch nicht bei einem Mehrverdienst. Selbstständige, die monatlich mehr als 4.237,50 € verdienen, profitieren demnach von dieser Beitragsbemessungsgrenze.

Hohe Belastung auch für Kleinverdiener

Viele Selbstständige verdienen im Monat jedoch sehr viel weniger als die Beitragsbemessungsgrundlage vermuten lässt. Für diejenigen Selbstständigen, die im Monat weniger Einnahmen als 4.237,50 € verbuchen können, kann durch die Zusendung eines Einkommensteuerbescheids der monatliche Beitrag gesenkt werden. Allerdings wird auch hier von einer Mindesteinnahmegrenze ausgegangen. Diese beträgt 2.178,75 €.

Verdient ein Selbstständiger weniger im Monat, zählt trotzdem diese Mindesteinnahmegrenze von knapp über 2.000 €. Ein Beispiel: Verdient ein Selbstständiger 1.400 € im Monat, werden seine Beiträge aus der Mindesteinnahmegrenze von 2.178,75 € berechnet.

Wird nun der Beitragssatz von 14,6% (falls kein Krankengeld beansprucht wird) angewandt, muss der Selbstständige allein 318,10 € für seine Krankenversicherung bezahlen, zuzüglich 46,49 € für die Pflegeversicherung (Beitragssatz 2,30%, mit Kindern 2,05%).

Diese hohen Beiträge von fast 350 € für Krankenkasse- und Pflegeversicherung sind für Kleinverdiener oftmals kaum zu tragen. Ein kleines Schlupfloch bietet die Beitragsbemessungsgrundlage für Existenzgründer oder durch die Härtefall-Regelung. Diese liegt in beiden Fällen bei 1.417,50 €.

Nebenberuflich selbstständig

Eine weitere Möglichkeit, einen niedrigeren Beitrag zu zahlen, ist die Einordnung der beruflichen Tätigkeit als nebenberuflich selbstständig. Dies bedeutet zum Beispiel eine überwiegend feste Anstellung mit einer nebenberuflich selbstständigen Arbeit. Grundsätzlich gilt eine Beschäftigung als nebenberuflich, wenn nicht mehr als 19,25 Stunden in der Woche aufgewandt werden.

Bei einer Familienversicherung darf der nebenberuflich Selbstständige bis zu 385 € hinzuverdienen, ohne befürchten zu müssen, die beitragsfreie Familienversicherung zu verlieren.

Liegt das Einkommen darüber, müssen eigene Beiträge an die Versicherung gezahlt werden. Auch hier wird von einem Mindesteinkommen ausgegangen. Dieses liegt bei 968,33 €. Der nebenberuflich Selbstständige muss also monatlich über 133€ Krankenversicherung und mehr als 20 € Pflegeversicherung (ohne Kinder) zahlen.

14. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.