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Krankenversicherungspflicht: Gesundheitsreform ändert Regelung

Mit der Gesundheitsreform 2007 bis 2009 werden eine ganze Reihe von Veränderungen angestoßen. Einige wichtige Veränderungen haben schon zum 1. April 2007 gegriffen.

Unter anderem besteht jetzt eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Wer als abhängig Beschäftigter noch über keine Krankenversicherung verfügt, der ist jetzt dazu verpflichtet. Erschwert wurde auch der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung.

Krankenversicherungspflicht: Voraussetzungen für einen Wechsel

Ein gesetzlich Versicherter kann jetzt erst in eine private Kasse wechseln, wenn sein Einkommen an drei aufeinander folgenden Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten hat.

Das ist besonders für gut verdienende Berufseinsteiger tragisch. Konnten diese bislang sich bereits mit dem Berufseinstieg einer privaten Krankenkasse anschließen, so müssen sie jetzt zunächst drei Jahre in eine gesetzliche Krankenkasse einbezahlen.


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Das gilt auch, wenn ihr Einkommen in dieser Zeit die Jahresarbeitsentgeltgrenze deutlich übersteigt. Der Gesetzgeber wollte mit dieser Änderung den Solidaritätsfaktor deutlich erhöhen. Besserverdienende sollen zunächst drei Jahre lang die Solidaritätsgemeinschaft der gesetzlich Versicherten unterstützen.

Konsequenz der Gesundheitsreform

Die für die privaten Krankenversicherungen wichtigste Konsequenz aus der Gesundheitsreform ist jedoch, dass sie weiterhin als eigenständige Vollversicherung erhalten bleibt.

Dafür mussten die privaten Krankenversicherungen auch die vermeintliche Kröte des Basistarifs schlucken. Freiwillig gesetzlich Versicherte und ehemals privat Versicherte sollen künftig in einen speziellen Basistarif der privaten Kassen wechseln können.

Die Beiträge zu den Basistarifen werden lediglich nach Alter und Geschlecht differenziert. Eine Einstufung nach erhöhtem Krankheitsrisiko darf hier nicht erfolgen. Die Höhe der monatlichen Zahlungen zum Basistarif darf den GKV-Höchstbetrag nicht überschreiten. Damit soll eine Bezahlbarkeit gewährleistet sein.

Kann ein im Basistarif privat Krankenversicherter die monatliche Versicherungsprämie nur zahlen, wenn er dadurch hilfebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches wird, so wird für ihn der Tarif auf die Hälfte reduziert.

Reicht das immer noch nicht aus, so zahlt der Staat im notwendigen Umfang laut den Vorschriften des Sozialgesetzbuchs hinzu – jedoch wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung maximal 125 Euro monatlich.

Weitere Änderung: Altersrückstellungen mitnehmen beim Wechsel

Die Gesundheitsreform bringt noch eine weitere wesentliche Änderung mit sich. Es ist jetzt leichter, angesparte Altersrückstellungen beim Wechsel der Krankenversicherungen oder beim Wechsel eines Tarifs innerhalb einer Krankenversicherungsgesellschaft mitzunehmen.

Bislang gingen hier die Altersrückstellungen verloren. Nach der Gesundheitsreform werden die Altersrückstellungen jetzt in Höhe des Basistarifs anrechnungsfähig gestaltet.

14. Juli 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.