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Krankheitskosten helfen Steuern sparen: Was Sie absetzen können

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Krankenkasse fast alles bezahlte, was für Diagnose und Heilung notwendig war.

Heute kann es Ihnen als Kranker passieren, dass Sie einen mehr oder weniger großen Teil der Kosten selbst tragen müssen.

Als da wären: Kosten für Arzneien, Kuren, Behandlungen, Diagnose-Verfahren, barrierefreien Umbauten und was da noch so alles auf Sie zukommen kann.

Immerhin einen Trost gibt es: Krankheitskosten sind steuerlich absetzbar.

Welche Regeln hierfür gelten und wie Sie die größte Steuerersparnis für sich herausholen, lesen Sie hier.

Krankheitskosten sind außergewöhnliche Belastungen

Die wichtigste Grundregel lautet: Absetzbar sind nur Kosten, die Ihre Krankenkasse oder private Krankenversicherung nicht erstattet.

Es hat also auch bei Privatpatienten keinen Sinn eine Arztrechnung einzureichen, deren Kosten Ihnen der Versicherer erstattet hat oder noch erstatten wird.

Eine weitere Regel ist schwieriger einzuhalten: Die Krankheitskosten müssen notwendig und zwangsläufig sein.

Im Prinzip prüft das Finanzamt also, ob sie wirklich unumgänglich waren. Den Nachweis dafür müssen Sie als Steuerpflichtiger erbringen. Idealerweise tun Sie das mit einem (amts)ärztlichen Attest.


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Früher war der Amtsarzt unabdingbar und das Attest musste auf jeden Fall vor der Behandlung bzw. Maßnahme vorliegen.

Inzwischen hat der Bundesfinanzhof entschieden: Das Finanzamt darf nicht einfach wegen irgendwelcher Verstöße gegen die Formvorschriften die Anerkennung ablehnen, sondern muss den Einzelfall prüfen.

Das wiederum heißt: In sehr klaren, eindeutigen Fällen (z.B. nötiger Einbau eines Treppenlifts bei vorhandener Gehbehinderung) reicht auch die Bescheinigung eines normalen Arztes.

Zumutbare Belastung wird abgezogen

Wenn sich das einrichten lässt, versuchen Sie möglichst viele Krankheitskosten in ein Kalenderjahr zu ziehen. Denn erst das führt häufig überhaupt zur Absetzbarkeit.

Der Grund für diese Empfehlung ist die sogenannte „zumutbare Belastung“.

Wer außergewöhnliche Belastungen geltend macht, muss sich Folgendes gefallen lassen:

Das Finanzamt zieht von den geltend gemachten Kosten zunächst die zumutbare Belastung ab. Das sind, je nach Einkommen und Kinderzahl, zwischen 2 und 7 % des Jahreseinkommens.

Das heißt: Wenn Ihre Krankheitskosten (ggf. zusammen mit anderen außergewöhnlichen Belastungen wie Unterhalt oder Beerdigungskosten) diese zumutbare Belastung nicht übersteigen, können Sie auch nichts absetzen.

Es gibt allerdings einen Trick, mit dem Sie der Beschränkung in Form der zumutbaren Belastung unter Umständen entkommen können:

Berufsbedingte Krankheitskosten als Werbungskosten absetzen

Manche Krankheiten und Beschwerden sind berufsbedingt. So war es auch bei einer Geigerin, deren Fall schließlich vor dem Bundesfinanzhof landete.

Sie litt unter starken Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich und ging deshalb auf eigene Kosten zur Krankengymnastik und Bewegungs-Schulung.

2.500 € gab sie dafür aus und wollte sie als Werbungskosten von der Steuer absetzen – also als Kosten, die im Unterschied zu den außergewöhnlichen Belastungen erwerbsbedingt anfallen und von denen keine zumutbare Belastung abgezogen werden muss.

Der Trick funktionierte, wenn auch erst nach einem langen Rechtsstreit. Der Bundesfinanzhof stellte klar: Die Kosten sind tatsächlich voll absetzbar als Werbungskosten (11.07.2013, Az. VI R 37/12).

Das heißt für Sie: Haben bestimmte Krankheiten oder Beschwerden berufliche Ursachen, dann setzen Sie die Kosten lieber als Werbungskosten ab!

Die Steuerersparnis ist dann auf jeden Fall höher. Und in vielen Fällen führt dieser Trick überhaupt erst dazu, dass das Finanzamt sie anerkennt.

Fazit: Der Nachweis-Krieg mit dem Finanzamt lohnt sich

Sie sehen jetzt: Der Nachweis-Krieg mit dem Finanzamt lohnt sich.

Wie viel Steuern Sie sparen, hängt von Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz ab.

Zwischen 14 und 42 % der Kosten bekommen Sie auf diese Weise vom Finanzamt wieder.

15. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.