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Kreditgebühren – so holen Sie Ihr Geld wieder zurück

Bearbeitungsgebühren bei Krediten waren bereits in den letzten Jahren anfechtbar. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Herbst 2014 endgültig entschieden:

Banken müssen Bearbeitungs- bzw. Gebühren für Privatkredite und Darlehen wieder zurückzahlen, die im Zeitraum 2004 bis 2011 geschlossen wurden. Die von vielen Banken erhobenen Kreditgebühren sind unzulässig.

Diese Kreditgebühren in Höhe von 1 bis 4% hatten Banken zum Beispiel für die Prüfung der Kreditwürdigkeit (Schufa-Auskunft) erhoben. Durch die Entscheidung des BGH sind Millionen von Kunden in Deutschland betroffen, die im Schnitt Hunderte Euro zu viel bezahlt haben. Branchenexperten rechnen mit insgesamt 13 Mrd. €, die Kunden zurückfordern können.

Allerdings müssen sich Betroffene sputen, denn die dreijährige Verjährungsfrist hat bereits Ende 2011 begonnen und viele Ansprüche verjähren bereits Ende 2014 bzw. Ende 2015.

Kreditgebühren – welche Verträge betroffen sind

Bei der Rückforderung von Kreditgebühren spielt es keine Rolle, ob der Kunde einen Raten-, Auto-, einen Verbraucherkredit für den Kauf eines Computers  oder ein Darlehen für die Immobilienfinanzierung abgeschlossen hat.


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Inzwischen ist klar: Auch Firmenkunden können Kreditgebühren zurückverlangen. Bestes Beispiel ist ein Solaranlagen-Betreiber, der den Kauf einer größeren Solaranlage über eine Bank finanziert hatte. Erste Gerichte wie das Nürnberger Amtsgericht verwiesen in ihren Entscheidungen auf die Ungleichbehandlung von Verbrauchern und Firmenkunden.

Verjährungsfristen

Laut BGH können Kreditgebühren aus den vergangenen 10 Jahren zurückgefordert werden. Allerdings läuft bei Verträgen, die im Jahr 2004 oder früher geschlossen wurden, die Verjährungsfrist bereits am 31. Dezember 2014 aus.

Für Kreditverträge, die zwischen 2005 bis 2010 geschlossen wurden, gilt die dreijährige Verjährungsfrist. Das heißt, Kunden sollten unbedingt bis zum 31. Dezember 2014 handeln und ihre Forderungen geltend machen.

Für Kredite, die ab 2012 ausbezahlt wurden, gilt ebenfalls die dreijährige Verjährungsfrist. Das heißt, der Kunde hat bis zum 31.12.2015 Zeit, entsprechende Rückforderungen zu stellen.

Wie Sie Ihr Geld zurückholen können

Stehen Kreditbearbeitungsgebühren im Vertrag, muss der Kunde selbst aktiv werden und die zu viel berechneten Gebühren mit Verweis auf das BGH-Urteil zurückverlangen. Finanzexperten empfehlen die Einschaltung eines Ombudsmannes bei der Bank.

Alternativ kann der Kunde aber auch einen Anwalt beauftragen, wenn sich die Bank weigert, die unrechtmäßig berechneten Kreditgebühren zurückzuzahlen. Im Erfolgsfall trägt die Bank die Kosten.

In jedem Fall sollte die Rückforderung der Kreditgebühren als Brief per Einschreibung mit Rückschein gestellt werden. In diesem Zusammenhang empfehlen sich Musterbriefe, die zum Beispiel von Verbraucherzentralen für diese Zwecke bereitgestellt werden.

Zudem können sich Kunden Sammelklagen anschließen, wenn Verträge mit folgenden Banken geschlossen wurden: Bank für das Kfz-Gewerbe, Deutsche Bank, Postbank, Santander Consumer Bank, Targobank und Creditplus.

Was Kreditnehmer noch beachten sollten: Die von Bausparkassen erhobene Abschlussgebühr ist vom jüngsten BGH-Urteil nicht betroffen – diese Abschlussgebühr ist zulässig.

1. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands