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Kreditkarten-Zahlung: 5 Tipps zum Schutz vor Kostenfallen und Betrug

Ob Girocard (ehemals: EC-Karte) oder Kreditkarte: Der Einsatz ist ausgesprochen praktisch. Denn Sie brauchen kein Bargeld mit sich herumtragen und die Gefahr, bestohlen zu werden, ist geringer.

Aber Vorsicht: Bei Kartenauswahl und -einsatz sollten Sie mit Köpfchen agieren. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, teure Fehler zu vermeiden.

Tipp 1: Geld am richtigen Automaten ziehen

Die eigene Bank sollten Sie bevorzugen, wenn Sie in Deutschland Geld abheben. Denn dann kostet das Abheben keine Gebühren.

Ebenfalls gebührenfrei ist es in der Regel innerhalb desselben Bankenverbunds. Also für Volksbankkunden bei allen Volks- und Raiffeisenbanken, für Sparkassenkunden bei allen Sparkassen. Und für Sparda-Bank-Kunden bei allen Sparda-Banken.

Nicht ganz so durchsichtig sind die Verbünde bei den Privatbanken. Zwei solcher Verbünde gibt es: Die Mitgliedsbanken erlauben den Kunden der anderen Mitglieder jeweils ebenfalls eine kostenfreie Abhebung:

  • Cash Group: Dazu zählen Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, Comdirekt, HypoVereinsbank, Berliner Bank, Norisbank und das Bankhaus Neelmeyer.
  • Cash Pool: Dazu zählen Sparda-Banken, BB Bank, Targobank, Santander, Wüstenrot, Südwest Bank, Netbank und viele kleinere Privatbanken.

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Tipp 2: Abhebelimit hochsetzen

Viele Reisende sind überrascht, wenn sie in asiatischen, lateinamerikanischen, nordamerikanischen oder sonstigen Nicht-EU-Ländern mit der Girocard (EC-Karte) kein Geld am Automaten bekommen.

Hatte nicht ihre Bank damit geworben, dass ein Abheben weltweit möglich sei?

Meistens liegt es auch nicht an der Karte selbst, wenn im Ausland kein Geld aus dem Automaten kommt. Sondern am Abhebelimit, das für jedes Land voreingestellt ist. Im außereuropäischen Ausland stehen oft noch Geldautomaten mit unzureichenden Sicherheitsstandards.

Aus Sicherheitsgründen setzen die Banken daher das Abhebelimit im Nicht-EU-Ausland auf Null. Dann können Fälscherbanden mit gefälschten Karten dort kein Geld ziehen.

Wenn Sie selbst aber dorthin reisen wollen, rufen Sie vorher bei Ihrer Bank an und lassen Sie das Limit für Ihr Zielland vorübergehend auf beispielsweise 1.000 Euro hochsetzen.

Dann ist gewährleistet, dass Sie auch mit Girocard an den dortigen Geldautomaten Bargeld abheben können.

Tipp 3: Im Nicht-EU-Ausland in Fremdwährung zahlen

„Möchten Sie lieber in Euro bezahlen oder in Franken / US-Dollar / Tschechischen Kronen?“

Diese Frage wird Ihnen gestellt, wenn Sie im Nicht-EU-Ausland im Geschäft oder Restaurant die Kreditkarte zücken.

Unterdrücken Sie den Impuls „In Euro“ zu antworten, denn das ist billiger für Sie. Auf diese Weise kommt der günstige Wechselkurs der Kreditkartenanbieter zum Tragen anstatt der meist deutlich ungünstigere Umrechnungskurs, den die Hausbank des betreffenden Ladens oder Restaurants verwendet.

Auch ist diese Zahlungsweise transparenter, denn Sie können den Umrechnungskurs im Nachhinein im Internet auf der Seite www.eurokartensysteme-karteninhaber.de überprüfen.

Bezahlen Sie also immer in der jeweiligen Landeswährung.

Tipp 4: Auf Kreditkarten-Versicherungen verzichten

20, 40, 80 oder 100 Euro pro Jahr kann eine Kreditkarte kosten – aber es gibt durchaus auch kostenfreie Angebote.

Meistens versuchen die Banken oder sonstigen Anbieter, Ihnen die teuren Exemplare mit einem Hinweis auf die vielfältigen Versicherungen schmackhaft zu machen, die im Leistungsumfang inbegriffen sind.

Dieser reicht von einer Reisegepäckversicherung bis hin zu einer Rechtsschutzversicherung für Mietwagen und einer Unfallversicherung. Meistens Versicherungen, die Sie nicht unbedingt haben müssen oder deren Schutz in einer anderen Police aus Ihrem Versicherungsbestand bereits abgedeckt sind.

Ein Risiko zweimal abzudecken, nutzt Ihnen jedoch nichts. Denn die Kreditkartenversicherungen kommen nicht für den Schaden auf, wenn bereits eine andere Versicherung das gleiche Risiko abdeckt.

Was meistens heißt: Das Geld dafür können Sie sich sparen.

Tipp 5: Zentrale Sperrnummer 116 116

Wenn Ihre Karte verloren geht oder gestohlen wird, fackeln Sie nicht lange: Lassen Sie sie sperren. Unter der zentralen Rufnummer 116 116 (aus dem Ausland ++49 116 116) ist das für Kreditkarten und Girocards gleichermaßen möglich.

Dann sind Sie vor Missbrauch bestmöglich geschützt. Ab dem Zeitpunkt Ihres Anrufs gehen Abhebungen oder Zahlungsvorgänge mit Unterschrift nicht mehr zu Ihren Lasten.

20. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.