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Kreditkrise und Anlegerchancen

Die Kreditkrise von 2008 verbreitete Angst und Schrecken unter den Anlegern. Sind meine Einlagen sicher? Rauschen die Aktienkurse in den Keller? Die herben Verluste nach der Lehman-Pleite und die Folgen für die Wirtschaft trieben Investoren vor allem aus Finanztiteln und in sichere Häfen wie Gold.

Als sich die Banken untereinander kein Geld mehr liehen und Unternehmenskredite herunterfuhren, reagierten die Notenbanken mit Niedrigzinsen. So wirkt die Kreditkrise bis heute nach. Seitdem müssen etwa verunsicherte Anleger, die auf Festgeld setzten, inflationsbereinigt mit Nullrenditen leben. Bei sicheren Staatsanleihen zahlen sie sogar drauf.

Kreditkrise in Russland

Das Gespenst Kreditkrise taucht immer wieder auf. Beispiel: Russland. Durch die jüngsten Finanzsanktionen können sich russische Banken an westlichen Finanzmärkten nur noch eingeschränkt mit Kapital versorgen. Aber auch im eigenen Land geraten die Refinanzierungsmöglichkeiten unter Druck.

Hinzu kommt die drohende Sanktionsspirale, die die ohnehin lahmende Wirtschaft auf Rezessionskurs schickt. Durch die einsetzende Kapitalflucht sind längst rund 80 Milliarden Dollar ins Ausland abgeflossen – Einlagegeld, das russischen Banken fehlt.


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Einlagensicherung bei russischen Bankablegern

Zu den großen russischen Geldhäusern wie Alfa-Bank, Vneschtorgbank und Sberbank gehören Ableger wie ATB, VTB-Direktbank, Denizbank oder Sberbank-Direct. Die locken hierzulande mit Festgeldzinsvorteilen von bis zu 0,5%. Erreicht also nun die Kreditkrise über die russischen Auslandstöchter deutsche Anleger?

Ein genauer Blick auf die rechtliche Struktur jedenfalls gibt Entwarnung. Bei den Ablegern handelt es sich um niederländische und österreichische Tochterbanken. Die unterliegen der Einlagensicherung bis zu 100.000 €, und zwar einschließlich der garantierten Zinsen.

Offen ist das Spiel hingegen bei Russland-Fonds. Aktienfonds und ETFs mussten seit Jahresbeginn teils herbe zweistellige Verluste hinnehmen. Für die weitere Entwicklung gibt es grob zwei Möglichkeiten. Entweder die Kreditkrise und die politischen Spannungen nehmen zu oder es ist auf mittlere Sicht mit einer Normalisierung zu rechnen. Im letzten Fall könnte sich ein Zusteigen bei aktuell niedrigen Werten rentieren. Allerdings mit Risiko.

Immerhin ist Russlands Wirtschaft bisher von Rohstoffen und Öl getrieben. Und die Abhängigkeit des Westens vom Öl nimmt ab. Gleichzeitig müsste das Land erhebliche Anstrengungen unternehmen, um sich zu reindustrialisieren und die Wirtschaft zu modernisieren. Dabei dürfte es zwangsläufig in die Abhängigkeit von China geraten.

Chinas drohende Kreditkrise abgewendet

China wiederum hat seine noch zu Anfang des Jahres drohende Kreditkrise durch Regulierungen im Problembereich der Schattenbanken abgewendet. Mit Finanzspritzen konnte die Wachstumsdelle überwunden werden.

Kreditkrise schwelt in Europa weiter

Noch nicht ausgestanden ist das Thema Kreditkrise in Europa. Die Zinsen sind zwar unverändert niedrig. Doch gerade Unternehmen in den südlichen Peripherieländern leiden unter der restriktiven Kreditvergabe der Banken. Mit beeinflusst wird das durch verschärfte Eigenkapitalvorschriften. Spareinlagen, die dafür verwendet werden, fehlen für Kredite. Gleichzeitig wird bei Darlehen verstärkt auf Bonität geachtet.

Ob die jüngsten Strafzinsen der EZB auf dort geparktes Bankengeld dieses endlich in die Wirtschaft lenken, ist fraglich. Erfahrungen der dänischen Notenbank haben gezeigt, dass die Negativzinsen von den Banken einfach als Zusatzkosten weitergegeben wurden. Die Kredite wurden damit teurer.

Chancen in der Krise

Angesichts der vielfältigen schwelenden Unsicherheiten stellt sich die Frage nach Anlageoptionen. Zum einen bieten die Kurskorrekturen beim Euro Stoxx 50 oder DAX Einstiegschancen. Zum anderen bleiben Chinafonds mit beispielsweise 12% Zuwachs im letzten Monat attraktiv.

Und zu guter letzt bietet auch in Russland die Krise eine Chance, und die heißt Palladium. Ohne das Edelmetall kommt weder die Autoindustrie noch die Elektroelektronik oder die Schmuckindustrie aus. Russland ist mit 40% Lieferant Nummer Eins.

Kommt es bei einer weiteren Sanktionsspirale zu Engpässen, könnte der Preis auf historische Höchststände klettern. Palladium-Zertifikate und –ETCs konnten bereits kräftig zulegen.

4. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.