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Aktien: Auswahl-Kriterien von O’Shaughnessy

O’Shaughnessy hat herausgearbeitet, dass bei der Auswahl der richtigen Aktien die Beachtung bestimmter Kennzahlen über einen langen Zeitraum wesentlich für den Anlage-Erfolg ist.

Aktienauswahl nach Marktkapitalisierung

In die Betrachtung kommen zunächst nur solche Unternehmen, deren Marktkapitalisierung bzw. Börsenwert höher ist als 150 Mio $. Grund: Die Aktien kleiner Gesellschaften sind auf Grund ihrer Marktenge vielfach kaum handelbar

Mehr über diese für Investoren sehr wichtige Kennzahl erfahren Sie hier:

„Marktkapitalisierung: Was ist das?“

Konstante Gewinnentwicklung

Entgegen der Auffassung vieler Investoren sind die Verlierer des vergangenen Jahres, also diejenigen Papiere mit den schwächsten prozentualen Veränderungen des Gewinns pro Aktie, auch in diesem Jahr keine gute Kaufgelegenheit. Historisch betrachtet gehören sie sogar zu den schlechtesten Aktien (Verlierer bleiben Verlierer).

Andererseits erweisen sich die Aktien mit dem höchsten Gewinnzuwachs im Vergleich zum Vorjahr langfristig gesehen auch nur als durchschnittlich.

Zu oft schlägt das Pendel im Folgejahr wieder in die andere Richtung aus. Die Gewinnsteigerungsrate des letzten Jahres ist isoliert betrachtet wertlos, um ein gutes Investment herauszupicken. Entscheidend ist vielmehr der Nachweis eines konstanten Gewinnwachstums über einen längeren Zeitraum.

Aktien mit hohem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) riskant

Wer auf Papiere mit einem hohen KGV setzt, wagt ein riskantes Spiel. Die aktuellen Lieblinge des Marktes mit den höchsten KGVs zu erwerben, ist einer der größten Fehler.

Anleger, die Anfang 2000 kurz vor dem Platzen der Hightech-Blase noch in Unternehmen wie Cisco, Sun Microsystems, Juniper Networks, EMC, Nokia oder in den Neuen Markt eingestiegen sind, können ein Lied davon singen.


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Wer ständig mehr als das 20fache des Gewinns je Aktie bezahlt, verschenkt auf lange Sicht viel Geld. Ebenso ist ein niedriges KGV grundsätzlich kein Garant für den Erfolg. Zu oft gibt es einen Grund für die geringe Bewertung, wenn nämlich die Gewinnschätzungen zurückgenommen werden müssen.

Gewinnbringend ist es aber, wenn Sie sich für große, bekannte Konzerne entscheiden, die ein niedriges KGV aufweisen.

Mehr zum KGV hier: „Das Kurs-Gewinn-Verhältnis als Bewertungsmaßstab für Aktien“

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

Auf der Suche nach den Outperformern erwies sich das KUV als sehr wertvoller Indikator. Wer konstant jedes Jahr in die 50 US-Werte mit dem niedrigsten KUV investierte, erreichte im Zeitraum 1952 bis 1996 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 16%.

Lesen Sie hier weiter für mehr Infos zum KUV und anderen wichtigen Kennzahlen:

„Fundamentalanalyse: Wichtige Kennzahlen für richtige Investitionsentscheidungen“

Aktienauswahl nach Dividendenrendite

Auch bei der Aktienauswahl nach der Dividendenhöhe sollten Anleger vorsichtig sein. O’Shaughnessy hat nachgewiesen, dass die Effektivität von hohen Dividendenrenditen als Erfolgsindikator von der Größe des Unternehmens abhängt.

Wer jedes Jahr in die 50 Werte mit der jeweils höchsten Dividendenrendite investierte, blieb weit hinter dem Markt zurück und hatte nach 45 Jahren gerade einmal 1,6 Mio $ erwirtschaftet.

Wer sich hingegen konsequent nur auf die Blue Chips mit der höchsten Marktkapitalisierung und besten Dividendenrendite konzentriert hat, fuhr wesentlich besser und kam auf 2,9 Mio $.

O’Shaughnessy räumt aber ein: Einfache, disziplinierte Strategien, wie jedes Jahr die 10 Werte des Dow Jones oder DAX mit der höchsten Dividendenrendite zu kaufen, haben sich in den letzten 70 Jahren ausgezahlt.

Aktienauswahl nach relativer Stärke

Als gutes Auswahlkriterium erweist sich auch die Relative Stärke.

Sie ist nach O’Shaughnessy die einzige Wachstumsvariable, die den Markt beständig schlägt. Die einfache Regel: Werte mit schlechter Kursentwicklung im Vergleich zum Vorjahr bleiben schlechte Investments.

Wer dagegen immer in die 50 Werte investierte, die sich im Vorjahr am besten entwickelten – die also ein hohes Momentum aufwiesen –, konnte in den USA langfristig 14% Gewinn pro Jahr verbuchen (Gewinner bleiben Gewinner, The Trend is your Friend).

Mehr zum Thema Dividendenrendite:

„Dividendenrendite – Interpretation einer Bewertungskennzahl“

Fazit: Die Kombination mehrerer Kriterien als Königsweg (Cornerstone-Growth-Strategie)

Eine Kombination der wachstums- und wertorientierten Kriterien erwies sich in der Langzeitbetrachtung als Königsweg. Denn mit der Anzahl der einbezogenen Bestimmungsgrößen steigt der zu erwartende Anlage-Erfolg überproportional. Wer immer die Unternehmen mit

  • einem Börsenwert von mehr als 150 Mio $
  • einem KUV <=1,5
  • der höchsten Kurssteigerung im Vorjahr und
  • einer konstanten Gewinnentwicklung in den letzten 5 Jahren

kaufte, konnte jährliche Renditen von durchschnittlich 18,6% verbuchen.

Für die Untersuchungen wurde ein Depot angelegt, das am 31.12.1954 mit 10.000 $ startete, die in 50 Aktien mit der höchsten Relativen Stärke investiert wurden, wobei die übrigen Kriterien natürlich auch erfüllt sein mussten. Alle Werte waren gleich stark gewichtet.

In jedem folgenden Jahr wurde überprüft, ob die Kriterien bei den Aktien weiterhin vorlagen. War das nicht der Fall, wurden sie ausgetauscht.

14. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.