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Kritischer Konsum als bewusstes Zeichen

Jeder kauft, jeder konsumiert, jeder verbraucht und jeder hat auch schon einmal etwas weggeworfen. Von daher ist es für jeden Verbraucher interessant, sich mit den Hintergründen oder der Herkunft von Produkten, den Auswirkungen von bestimmten Herstellungsweisen oder ihrer Umweltverträglichkeit und auch mit der Verschwendung von Ressourcen auseinanderzusetzen. Schließlich kann jeder durch ein gezieltes Kaufverhalten seinen Teil zur Verbesserung des Klimas beitragen und die Umwelt schützen.

Verschiedene Begriffe, eine Bedeutung

Moralischer Konsum, nachhaltiger Konsum, strategischer Konsum, politischer Konsum, ethischer Konsum oder eben kritischer Konsum- mit kleineren Abweichungen in verschiedene Richtungen bedeuten alle Begriffe das gleiche, nämlich: Bewusstes Konsumieren.

Hierbei kaufen Verbraucher nicht einfach nur Produkte aus der ihnen angebotenen Palette, sondern informieren sich über ihre Hintergründe, ihre ökologische Tragfähigkeit, ihre Sozialverträglichkeit und ob sie umwelt- und ressourcenschonend sind. Auf Basis dieser Kriterien treffen Verbraucher dann ihre Kaufentscheidung.

Verzicht als Statement

Durch den Verzicht auf gewisse Produkte, zum Beispiel Fleisch aus Massentierhaltung, soll ein bewusstes Statement gegen bestimmte Konzerne, Industrien oder Herstellungsverfahren gesetzt werden. Auch das Stichwort Fair Trade fällt häufig im Zusammenhang mit kritischem Konsum. Das bekannteste Beispiel aus diesem Bereich ist der Kaffee.

Fair gehandelter Kaffee von kleineren, geprüften und zertifizierten Betrieben aus Entwicklungsländern soll die dortigen gerechten Arbeitsbedingungen unterstützen. Dafür hat der Kaffee häufig auch seinen Preis. Kritischer Konsum bedeutet, nicht alles einfach nur hinzunehmen, sondern Produkte, Herstellungsweisen, Nachhaltigkeit etc. zu hinterfragen und auf Basis dessen zu kaufen oder eben zu verzichten.

Politischer Konsum: Form des Kritischen Konsums

Der politische Konsum ist eine extreme Form des kritischen Konsums. Hierbei soll durch ein spezielles Kaufverhalten eine politische Meinung ausgedrückt werden. So wird der Kauf mancher Produkte gänzlich boykottiert und anderer gefördert. Dies nennt sich dann „buycott“. So gab es in der Vergangenheit bereits Aufrufe zu Boykotts, zum Beispiel von Tankstellen, die einem gewissen Ölkonzern angehören. Dadurch sollte demonstriert werden, dass nur die Nachfrage das Angebot bestimmt und Ölkonzerne nicht übermächtig sind.

Prinzipiell bleibt es natürlich jedem Verbraucher selbst überlassen, welche Produkte er in welchen Mengen kauft. Und ganz ohne Konsum würde eine Volkswirtschaft natürlich auch nicht funktionieren. Es geht vielmehr darum, dass bewusst gekauft werden soll. Sich mit den Hintergründen verschiedener Produkte, Konzerne, Industrien und Herstellungsweisen auseinanderzusetzen, kann in jedem Fall nicht schaden. Schließlich ist ein gutes Miteinander des Menschen mit seiner Umwelt für viele Leute die Grundlage eines guten und sicheren Lebens.

9. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.