MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Krypto-Währung Onecoin: eine dubiose Geldanlage?

Bitcoin ist eine so genannte Krypto-Währung, die 2008 als Antwort auf die US-Finanzkrise eingeführt wurde. Aktuell bemisst sich der Wert von Bitcoins vor allem nach der Akzeptanz der User.

Dabei bestimmt sich ihr Umtauschkurs durch Angebot und Nachfrage, der an besonderen Tauschbörsen ermittelt wird. Denn im Gegensatz zu offiziellen Währungen wie Euro und US-Dollar, steht hinter Bitcoin keine Zentralbank. Das virtuelle Geld kann von seinen Anwendern an leistungsstarken PCs selbst generiert werden.

Bitcoin wird zwar nicht von allen Marktteilnehmern als seriöse Währung anerkannt, dennoch gibt es keine Hinweise auf betrügerische Machenschaften. Anders ist das bei der neuen (Pseudo-) Krypto-Währung Onecoin. Hier gibt es Warnungen von Verbraucherschützern, die Kennzeichen eines Strukturvertriebs, einem Schneeballsystem, erkannt haben wollen.

Onecoin: Sind die Warnungen berechtigt?

Bei Onecoin darf jeder mitmachen, der sich eines der vielen Pakete kauft, die bis zu 5.000 € kosten. Dann kann der Anwender Onecoins „minen“, an andere Teilnehmer veräußern oder tauschen. In erster Linie jedoch erhält der Käufer eines Onecoin-Pakets eine Art Provision, wenn er seinerseits neue Teilnehmer wirbt. Je mehr Leuten man von Onecoin überzeugt, desto mehr „Münzen“ kann man minen.

Darüber werden attraktive Preise für die erfolgreichsten „miner“ ausgelobt. Es handelt sich dabei um Luxuskreuzfahrten, Rolex-Armbanduhren oder Bargeldauszahlungen. Aber es gibt Anzeichen für einen möglichen Kollaps des Systems:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


  • Teilnehmer warten oft sehr lange auf Auszahlungen, der Support wiegelt ab und vertröstet
  • Kreditkartenzahlungen werden kaum noch ausgeführt
  • die Bankverbindung wechselt ständig
  • ein neues so genanntes Festival-Paket zum Preis von 18.800 € wird stark gepusht. Hier besteht der Verdacht, dass Finanzierungslücken gestopft werden sollen.

Das Schneeballsystem – eine nicht ganz neue Masche

Den Strukturvertrieb, wie das Schneeballsystem, auch Pilotenspiel genannt, gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Damals wurden vor allem von Versicherungen „Menschen wie Du und ich“ angeworben, um in ihrem privaten Umfeld Produkte einer Gesellschaft zu verkaufen.

Es kam dem Vertrieb in erster Linie darauf an, die privaten Beziehungen der Angeworbenen auszunutzen. Waren diese „abgegrast“ und blieben daraufhin weitere Erfolg aus, wurden die neuen Versicherungsvertreter einfach fallen gelassen.

Dabei strichen diejenigen die höchsten Provisionen ein, die möglichst weit oben in der Hierarchie standen – oder, wie beim Pilotenspiel, diejenigen, die am weitesten vorne (im Flugzeug) platziert waren. Die geprellten waren am Ende die Kunden bzw. diejenigen, die ihre privaten Beziehungen dazu benutzt hatten, die meist überteuerten Versicherungsprodukte angepriesen zu haben. Denn sie zahlten meist mit dem Verlust von Freundschaften oder einem schlechteren Ansehen innerhalb der Familie.

Ob dies bei Onecoin ebenfalls so eintritt, ist (noch) nicht abzusehen. Die Anzeichen indes deuten darauf hin. Daher ist es in jedem Fall empfehlenswert, bei der neuen Krypto-Währung äußerste Vorsicht walten zu lassen.

31. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.