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Kryptowährungen vs. Papiergeld – das sind die Unterschiede

Egal ob Euro, US-Dollar oder Schweizer Franken: Alle großen Papiergeldwährungen haben in den letzten 12 Monaten massiv an Wert gegenüber den Top 5 Kryptowährungen verloren. Inzwischen sind bereits mehr als 90 Mrd. US-$ weltweit in Kryptowährungen investiert, Tendenz weiter steigend.

Doch welche Ursache hat diese Entwicklung? Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst verstehen, wie das aktuelle Bankensystem funktioniert und wo die Unterschiede zwischen Papiergeld und Kryptowährungen liegen.

Kryptowährungen vs. Papiergeld – erhebliche Unterschiede

  • Der auffälligste Unterschied zwischen Kryptowährungen und Papiergeld ist, dass Kryptowährungen nur digital verfügbar sind, während Papiergeld in physischer Form existiert.
  • Papiergeldwährungen sind zentral, Kryptowährungen dezentral. Während im Papiergeldsystem eine zentrale Instanz (Notenbank) existiert und Geld druckt, gibt es eine solche zentrale Instanz bei Kryptowährungen nicht. Es gibt keine Bitcoin Bank oder ähnliches.
  • Stattdessen basieren Kryptowährungen auf der Blockchain, eine Art dezentrale Datenbank, in der alle Finanztransaktionen, die jemals durchgeführt wurden, gespeichert sind.
  • Während die Notenbank beim Papiergeld für eine inflationäre und damit theoretisch unbegrenzte Geldvermehrung sorgt, um den Wirtschaftskreislauf mit Liquidität zu versorgen, ist die Geldmenge bei Kryptowährungen in der Regel limitiert. Beim Bitcoin ist die Zahl der Digital-Münzen zum Beispiel auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt. Damit haben Kryptowährungen einen deflationären Charakter.
  • Während Papiergeld im Bankensystem über Kontonummern transferiert wird, setzen Digital-Währungen auf Adressen und Kryptographie. Dadurch werden private Daten verschlüsselt und Identitäten mathematisch verifiziert.
  • Während Banken das Geld praktisch aus dem Nichts schaffen (Geldschöpfung durch Kreditvergabe), werden Kryptowährungen errechnet (Mining) oder durch Staking generiert (Proof of Work vs Proof of Stake).

Vorteile von Kryptowährungen gegenüber Papiergeld

Dadurch haben Kryptowährungen gleich mehrere Vorteile. Im Krypto-Universum erschaffen nicht Banken das Geld und verleihen dieses gegen Zinsen, sondern Nutzer (Miner) erhalten Geld für die Abwicklung der Zahlungstransaktionen.


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  • Nutzer können dadurch selbst Kryptowährung schürfen und werden damit quasi zu ihrer eigenen Bank.
  • Kryptowährungen beseitigen den Mittelsmann (Banken etc.), wodurch Geldtransfers direkt von einer Person zur nächsten Person durchgeführt werden können. Dadurch sind Geldüberweisungen in Sekundenschnelle und gegen geringe Gebühren über Landesgrenzen hinweg möglich.
  • Durch den Einsatz von Kryptographie sind Digital-Währungen in der Regel sicherer und schwerer zu manipulieren als im Papiergeldsystem. Durch die Transparenz auf der Blockchain (Transaktionen sind für jeden ersichtlich) wird zudem Korruption erschwert, wodurch einige Staaten inzwischen den Einsatz der Blockchain im öffentlichen Dienst erwägen.

Nachteile von Kryptowährungen gegenüber Papiergeld

Durch die vollständige Digitalisierung ergeben sich für Kryptowährungen aber auch Nachteile.

  • Fällt das Internet aus oder hat der Nutzer keinen Zugang zum weltweiten Datennetz, können keine Transaktionen getätigt bzw. weitergeleitet werden.
  • Verliert der Kryptowährungsbesitzer seine privaten Schlüssel oder löscht seine Wallet versehentlich vom PC, droht der Verlust des digitalen Geldes, wenn kein Backup digitalen Brieftasche (Wallet) oder andere Absicherung besteht.
  • Zahlendreher oder Überweisungen an die falsche Adresse führen zum Verlust des digitalen Geldes, denn es gibt keine zentrale Stelle, an die sich der Nutzer bei Fehlern wenden kann. Krypto-Nutzer sollten daher stets die Adresse bei einer Überweisung genau prüfen.
  • Kryptowährungen sind eher für computervisierte Nutzer geeignet, die Akzeptanz im klassischen Handel ist derzeit noch gering.
  • Die Vergangenheit zeigt, dass Kryptowährungen auch nicht vor Angriffen vor Hackern geschützt sind, wodurch Konten beklaut oder das System an sich angegriffen werden können

Fazit: Kryptowährungen bieten mehr Vor- als Nachteile

Kryptowährungen stecken noch in den Kinderschuhen und haben mitunter auch an Skalierungsproblemen zu leiden. Dennoch überwiegen die Vorteile, die Kryptowährungen bieten, die Nachteile gegenüber Papiergeld.

Der Grund: Kryptowährungen gewähren Milliarden von Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen, die ansonsten über kein Bankkonto verfügen. Vor allem in Entwicklungsländern sind knapp 60 % der Erwachsenen aus dem Bankensystem ausgeschlossen, da diese nicht die Mindestanforderungen für ein Konto erfüllen.

Zudem dienen Kryptowährungen in Ländern mit einer schwachen Währung (Venezuela, Simbabwe etc.) als Werterhaltungs- und Tauschmittel. Auch bei Unternehmen und Banken sind Kryptowährungen auf dem Vormarsch. Bei IBM schätzt man, dass bis Ende 2017 rund 15 % der Banken Blockchain-Techniken nutzen werden, da diese Finanztransaktionen effektiver und günstiger machen.

Aber auch für den Anleger kann sich ein Investment in Kryptowährungen lohnen, denn während klassische Banken aufgrund von Niedrigzinsen kaum mehr Zinsen bieten, lockt die Kryptowelt teilweise mit Zinsen, die deutlich über den Tages- und Festgeldzinssatzniveau liegen.

Daneben kann der Anleger natürlich auch von der möglichen Wertsteigerung der Kryptowährung profitieren. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Kryptowährungen sehr volatil sind und stark im Kurs schwanken können.

10. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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