Kryptowährungen – Warum ist IOTA so revolutionär?

Derzeit gibt es mehr als 800 verschiedene Kryptowährungen am Markt, insgesamt sind aktuell mehr als 150 Mrd. US-$ weltweit in Kryptowährungen investiert. Viele Investoren glauben, dass die zugrunde liegende Blockchain-Technik viele Probleme in der Finanz- und Versicherungsbranche, aber auch in der Gesundheits- und IT-Industrie lösen kann.

Ein Projekt, das in den letzten Monaten in der Krypto-Welt große Aufmerksamkeit erregte, ist IOTA. Die Kryptowährung IOTA gehört bereits zu den Top 10 der führenden Kryptowährungen, wobei IOTA eine große Besonderheit auszeichnet: Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen basiert IOTA nicht auf einer Blockchain, sondern auf einen Tangle.

Was ist IOTA?

Die Kryptowährung IOTA ist ein dezentrales Protokoll, welches das Ziel hat, sämtliche Skalierungsprobleme, die mit einer Blockchain einhergehen, zu lösen. IOTA ist insbesondere als Rückgrat für das Internet der Dinge konzipiert und für die Kommunikation zwischen Maschinen inklusive Mikrotransaktionen ausgelegt.

IOTA wird dabei von einer gemeinnützigen Stiftung mit Hauptsitz in Berlin geführt und weiterentwickelt. Als Gründer gelten die Blockchain-Enthusiasten David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dr. Serguei Popov und Dominik Schiener.

Um etwaige Skalierungsprobleme zu lösen, basiert IOTA nicht auf einer Blockchain, sondern auf einen Tangle, der als sogenannter Directed Acyclic Graph (DAG) strukturiert ist. Doch was bedeutet das?


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Wie funktioniert der Tangle?

Das Konzept des Tangle sieht vor, dass eine Transaktion zwei bestehende Transaktionen bestätigt und verifiziert. Dies ist die Voraussetzung, um überhaupt Transaktionen über den Tangle auszuführen. Dies bedeutet, der Anleger bzw. Nutzer kann keine Transaktionen über den Tangle durchführen, ohne selbst mindestens zwei Transaktionen zu bestätigen.

Auf der Bitcoin-Blockchain erledigen diesen Prozess die sogenannten Miner, bei IOTA geschieht dies durch die einzelnen Teilnehmer, wobei diese Verifizierungsarbeit automatisch durch die Software durchgeführt wird.

Im dritten Schritt muss der Anleger bzw. Teilnehmer eine sogenannte Nonce errechnen, damit die Transaktion vom Tangle akzeptiert wird. Eine Nonce ist eine Nummer mit 81 Zeichen, die einmalig generiert  und einer Transaktion zugeordnet wird. Die Nonce gilt auch als Spam-Schutz, damit das Netzwerk nicht von unnötigen Transaktionen überlastet wird.

Dies bedeutet: Je mehr Teilnehmer auf dem Tangle sind, desto sicherer und schneller wird das gesamte Netzwerk.

Warum ist IOTA so revolutionär?

Die Kryptowährung IOTA kann nicht „gemint“ werden, sprich es existieren exakt 2.779.530.283.277.761 IOTAs bzw. 2.800.000 Gigaiota, die nicht mehr vervielfältigt werden. Die Inflationsrate bei IOTA beträgt damit 0 %.

Da es im IOTA-Universum keine Miner oder andere klassische Verifizierungsstellen gibt, ist das IOTA-Netzwerk nicht nur extrem schnell und theoretisch unendlich skalierbar, sondern die Transaktionen sind auch kostenlos.

Damit unterscheidet sich IOTA signifikant von anderen Blockchains wie Bitcoin und Ethereum, wo Transaktionen (Überweisungen etc.) eine kleine Gebühr verschlingen. Dadurch eignet sich IOTA hervorragend für Anwendungen im Bereich der Internet der Dinge und kleinste Transaktionen.

Daneben ist IOTA auch Quantum-resistent. Dies bedeutet, dass die Verschlüsselung nicht durch einen Quanten-Rechner geknackt werden kann, dies wird durch sogenannte Hash-basierte Signaturen (Winternitz Signaturen) erreicht. Ferner erlaubt das IOTA-Netz auch Offline-Transaktionen, was die Skalierung des Netzwerks enorm erleichtert.

Fazit: IOTA glänzt mit revolutionären Ansatz, doch die Akzeptanz ist ungewiss

IOTA verfolgt einen revolutionären Ansatz: Das Protokoll erlaubt gebührenlose Echtzeittransaktionen und ist noch dazu unendlich skalierbar. Während sich das Bitcoin- und Ethereum-Netzwerk mit zunehmender Nutzerlast eher verlangsamt, wird das IOTA-Netz mit der steigenden Nutzerzahl noch schneller.

Unter dem Strich hat IOTA durchaus das Potenzial zu einem neuen führenden Protokoll für das Internet der Dinge zu avancieren. Dies dürfte mit ein Grund sein, warum auch Microsoft als Partner bei IOTA mit an Bord ist.

Bei allem Enthusiasmus gibt es für Anleger und Nutzer allerdings einiges zu beachten. Zum einen wird IOTA hauptsächlich an der Hongkonger Krypto-Börse Bitfinix gehandelt. Zum anderen hängt die Skalierbarkeit von IOTA auch von der zugrunde liegenden Infrastruktur (Bandbreite) ab, welche die Funktionalität des Tangle beeinträchtigt.

Kurzum: Die Kryptowährung IOTA hat Potenzial, ist aber wenn überhaupt nur für langfristig orientierte Anleger geeignet, die darüber hinaus noch eine hohe Risikoaffinität mitbringen. Denn der Erfolg von IOTA hängt maßgeblich davon ab, ob große Unternehmen IOTA und den Tangle auch tatsächlich im großen Stil verwenden und in der Praxis einsetzen.

7. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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