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Kündigung: Mietvertrag rechtssicher beenden

Kündigungen sind stets eine unerfreuliche Angelegenheit, aber oftmals eben nicht zu vermeiden. Das gilt gerade auch für die Beendigung eines Mietverhältnisses. Vor allem dann, wenn das Mietverhältnis über eine Wohnung vermieterseits gekündigt wird, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten.

Kaum ein Mieter nimmt die Kündigung widerspruchslos hin. Besonders ärgerlich ist es dann für Sie als Vermieter, wenn sich im Verlauf eines anschließenden Räumungsprozesses herausstellt, dass Ihre Kündigung bereits aus formalen Gründen unwirksam war.

So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass Mieter behaupten, das Kündigungsschreiben überhaupt nicht erhalten zu haben. In diesem Fall müssen Sie als Vermieter beweisen, dass dem Mieter das Kündigungsschreiben tatsächlich zugegangen ist. Gelingt Ihnen dieses nicht, wird die Räumungsklage abgewiesen. Sie müssen dann erst einmal neu kündigen, um das Mietverhältnis zu beenden.

Diese Erfahrung können Sie sich ersparen, indem Sie Vorkehrungen dafür treffen, dass Sie den Zugang des Kündigungsschreibens beim Mieter später auch beweisen können. In den meisten Fällen wird immer noch per Einschreiben mit Rückschein gekündigt.

Seit einiger Zeit bietet die Post einen neuen Service an: Das Einschreiben mit vereinfachtem Zustellungsnachweis. Da der Brief mit einem Code versehen wird, können Sie sich später unter Angabe dieses Codes telefonisch erkundigen, ob und wann das Einschreiben zugestellt wurde.

Ihr Vorteil: Sie sparen die Gebühr für den Rückschein. Einen schriftlichen Zustellnachweis erhalten Sie nur auf gesonderte Anforderung und dann wiederum auch nur gegen eine Extragebühr.


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Das Einschreiben mit Rückschein bleibt hier also die bessere Alternative. Der Grund: Der vom Mieter als Empfänger unterschriebene Rückschein kommt einer Empfangsquittung gleich. Die höheren Postgebühren sind deshalb gut angelegtes Geld.

So gehen Sie wirklich auf Nummer sicher

Auch das kommt immer wieder einmal vor: Der Mieter behauptet, zwar den Briefumschlag erhalten zu haben, nicht aber das Kündigungsschreiben.

„In dem Briefumschlag war keine Kündigung“ oder „Der Briefumschlag war leer“ lauten dann beispielsweise die lapidaren Erklärungen, die Sie als Vermieter in ganz erhebliche Beweisschwierigkeiten bringen können.

Um dem vorgenannten Einwand des Mieters zu begegnen, bietet es sich an, dem Mieter das Kündigungsschreiben per Boten zuzustellen. Dabei gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Sie fertigen vom Kündigungsschreiben eine Kopie für Ihre Unterlagen.

  2. Sie wählen eine Person Ihres Vertrauens aus, die die Botenfunktion übernimmt.

  3. Sie bitten den Boten, das Original- Kündigungsschreiben sorgfältig durchzulesen, selbst in den Umschlag zu stecken und dann dem Mieter zuzustellen.

  4. Auf der bei Ihren Unterlagen befindlichen Kopie des Kündigungsschreibens vermerkt der Bote später eigenhändig Datum, Uhrzeit und Art der Zustellung und versieht diesen Vermerk mit einer Unterschrift.

Ein typischer Fall aus der Vermietungspraxis: Das Kündigungsschreiben stammt vom Hausverwalter oder einem Rechtsanwalt, den Sie damit beauftragt haben. In diesem Fall muss dem Schreiben eine von Ihnen als Vermieter eigenhändig unterschriebene Vollmacht im Original beigefügt sein. Fehlt diese Vollmacht, kann Ihr Mieter das Kündigungsschreiben ohne weitere Prüfung unverzüglich schriftlich zurückweisen. In diesem Fall hat das Kündigungsschreiben keine Wirkung.

Achtung: Auch dann, wenn Ihr Mieter den Hausverwalter bereits von früher her kennt, ist eine Vollmacht entbehrlich.

Aber kein Grundsatz ohne Ausnahme: Weist Ihr Mieter das Schreiben nicht unverzüglich zurück, schadet die fehlende Vollmacht nicht. „Unverzüglich“ heißt hier innerhalb von 10 bis 14 Tagen.

Daneben besteht auch noch die Möglichkeit, einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung des Kündigungsschreibens zu beauftragen. Er übergibt das Kündigungsschreiben offen und fertigt ein Zustellungsprotokoll, sodass dem Mieter die vorgenannten Einwände abgeschnitten sind. Die Kosten für die Zustellung belaufen sich auf rund 20 Euro. Den Namen und die Anschrift des zuständigen Gerichtsvollziehers erfahren Sie bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk Ihr Mieter wohnt.

8. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.