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Kündigung: Versand per Post riskant

Dass Ihr Mieter Ihre Kündigung erhalten hat, müssen Sie notfalls vor Gericht beweisen.

Und dies ist oft kein leichtes Unterfangen.

Klar ist, dass Sie eine Kündigung nie mit einfacher Post versenden sollten, denn hier brauchte Ihr Mieter einfach nur bestreiten, sie je erhalten zu haben. Doch auch der Versand per Einschreiben birgt für Sie eine ganze Menge Risiken.

Einschreiben:

Bei Einschreiben gibt es regelmäßig Probleme, wenn der Mieter nicht angetroffen und ihm deshalb eine Benachrichtigung im Briefkasten hinterlassen wird. In diesen Fällen geht ihm die Kündigung nämlich erst zu, wenn er sie bei der Post abholt.

Und gerade das geschieht in der Praxis oftmals nicht, zumindest dann nicht, wenn der Mieter mit Ihrer Kündigung schon rechnen musste.

Folge: Nach ca. drei Wochen erhalten Sie das nicht abgeholte Kündigungsschreiben von der Post zurück, wobei der da rin von Ihnen angegebene Kündigungstermin natürlich längst überholt ist.

Gerichtsvollzieher:

Auf Nummer sicher gehen Sie dagegen, wenn Sie einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung Ihrer Kündigung beauftragen. Hier gilt die Zustellung Ihrer Kündigung nämlich bereits mit Einwurf der Benachrichtigung in den Briefkas ten des abwesenden Mieters als erfolgt.

Das Schreiben nicht abzuholen, nutzt ihm also nichts.


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Die Kosten hierfür betragen 7,50 €; ein Verzeichnis der zuständigen Gerichtsvollzieher wird Ihnen auf Anfrage von jedem Amtsgericht mitgeteilt.

Bote:

Sicher ist für Sie auch die Zustellung Ihrer Kündigung durch einen Boten. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen professionellen Botendienst handeln, sondern jede Person, die nicht Vermieter ist, kann als Bote fungieren.

Fertigen Sie eine Kopie Ihrer Kündigung und lassen Sie sich die folgende Erklärung vom Boten unter Angabe des Datums unterschreiben:

„Das Original der Kündigung habe ich heute um (…) Uhr in den Briefkasten des Adressaten eingeworfen“.

Mit dieser Bestätigung können Sie vor Gericht den Zugang Ihrer Kündigung leicht beweisen, auch könnte der Bote als Zeuge für Sie aussagen.

Wichtig: Die Kündigung einer Wohnung per Telefax ist immer unwirksam! Zwar könnten Sie hier mit dem Sendebericht den Zugang Ihrer Kündigung nachweisen, doch fehlt es an Ihrer erforderlichen Original-Unterschrift auf der Kündigung. Deshalb können Sie auch nicht per E-Mail oder Telegramm wirksam kündigen.

Checkliste: Haben Sie bei Ihrer Kündigung an alles gedacht?

Wenn Sie an den Prüfsatz gedacht haben, haken Sie diesen ab

  • Sie haben vor einer fristlosen Kündigung wegen Vertragsverletzung Ihren Mieter nachweislich abgemahnt.
  • Sie richten Ihre Kündigung namentlich an alle Mieter – so wie sie auch im Mietvertrag angegeben sind.
  • In Ihrer Kündigungserklärung haben Sie alle Gründe Ihrer Kündigung eindeutig angegeben und ausführlich begründet.
  • Sie haben in der Kündigung angegeben, wann die Kündigungsfrist endet (bei der ordentlichen Kündigung) bzw. bis wann die Wohnung geräumt und an Sie übergeben sein muss (fristlosen Kündigung).
  • In Ihrer fristlosen Kündigung haben Sie „hilfsweise“ auch noch die ordentliche Kündigung erklärt.
  • Sie haben in der Kündigung Ihren Mieter auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen (nur bei ordentlicher Kündigung).
  • Sie haben in der Kündigung der stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses widersprochen.
  • Sie haben den Mieter in der Kündigung bereits darauf hingewiesen, dass er ggf. bei Mietende die Schönheitsreparaturen ausgeführt haben muss.
  • Sie haben sichergestellt, dass Ihr Mieter die Kündigung auch erhält (Zustellung durch Boten bzw. Gerichtsvollzieher).
  • Bei einer Zustellung Ihrer Kündigung durch einen Boten: Sie haben die Kündigung kopiert, dem Boten zu lesen gegeben und sich von ihm eine Bestätigung über Inhalt und Zugang der Kündigung geben lassen.

Wann das Mietverhätnis endet

Zugang der Kündigung bis zum 3. Werktag desMietdauer unter 5 JahrenMietdauer zwischen 5 und 8 JahrenMietdauer länger als 8 Jahre
Januar31.03.30.06.30.09.
Februar30.04.31.07.31.10.
März31.05.31.08.30.11.
April30.06.30.09.31.12.
Mai31.07.31.10.31.01.
Juni31.08.30.11.28.(29.)02.
Juli30.09.31.12.31.03.
August31.10.31.01.30.04.
September30.11.28.(29.)02.31.05.
Oktober31.12.31.03.30.06.
November31.01.30.04.31.07.
Dezember28.(29.)02.31.05.31.08.

30. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.