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Kündigung von Tagesgeldkonten: Grenzenloser Freiraum?

Tagesgeldguthaben können in den allermeisten Fällen von heute auf morgen aufgelöst werden. Jedoch gilt auch hier: Ausnahmen beachten und Besonderheiten berücksichtigen.

Tagesgeld gehört zu den flexibelsten Anlageformen auch im Hinblick auf die Kündigung. Während bei vielen anderen Anlageformen Kündigungsfristen oder feste Laufzeiten eingehalten werden müssen, gibt es bei den Konditionen für Tagesgeldkonten keinerlei Einschränkungen.

Anleger können jeden Tag über ihr Kapital verfügen und genauso frei entscheiden, wann sie den Vertrag auflösen. Dies bedeutet: Bei Tagesgeld gibt es keinerlei Kündigungsfristen. Ausnahmen von dieser Regel beziehen sich jedoch ausschließlich auf tagesgeldähnliche Produkte.

Kündigungsfristen bei der Tagesgeld-Sonderform Sparcard

Im Hinblick auf die Kündigungsfrist gelten bei der Tagesgeld-Sonderform Sparcard Abweichungen von der Regel, dass Tagesgeld jederzeit kündbar ist. Unter diesem Aspekt sind Sparcards nämlich ihrem Idol, dem Sparbuch, deutlich näher als dem Tagesgeldkonto.


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Obwohl es schon seit 2002 den Banken frei steht, wie sie die Kündigungsfristen bei Sparcards und Sparbüchern gestalten, greifen hierbei oft immer noch die alten Bestimmungen.

Die Konditionen der Verträge legen auch heute noch eine 3-monatige Kündigungsfrist fest. Auf diese Weise wird der Kunde unnötig lange an das Konto gebunden. Er wird gezwungen, relativ frühzeitig aktiv zu werden, wenn das Geld anderweitig gebraucht wird oder angelegt werden soll.

Die Kündigung von Girokonto und Kreditkarte mit Tagesgeldzins

Bei der Kündigung von Girokonto und Kreditkarte mit Tagesgeldzins haben Sparer etwas mehr Planungssicherheit. Wenn sie sich für ein verzinstes Giro- oder Kreditkartenkonto entschieden haben, können sie das Geld auf dem Konto problemlos umschichten – auch vollständig. Und brauchen dabei keine Fristen zu beachten.

Theoretisch ist es den Kunden möglich, Girokonten mit Tagesgeldzinsen von heute auf morgen aufzulösen. Empfehlenswert ist dies allerdings nicht, da zunächst einmal sämtliche Vorgänge wie Zinszahlungen auf ein neues Konto umgeleitet werden müssten. Hier könnten unnötige Kosten entstehen.

Der Vertrag einer Kreditkarte mit Tagesgeldzins läuft in aller Regel über 1 Jahr und muss 3 Monate vorher gekündigt werden.

Beim Tagesgeld höhere Zinsen als beim Sparbuch einstreichen

Während Kunden aktuell beim gesetzlichen Sparbuch lediglich den Durchschnittszins – den so genannten Sparereckzins – von nur 0,21 % erwarten dürfen, befindet sich der Zinssatz beim Tagesgeld bei einigen Instituten deutlich darüber.

Normalerweise gibt es bei Tagesgeldkonten keine Kündigungsfristen. Aber Achtung: Dies gilt nur bedingt für Girokonten oder Kreditkarten mit Tagesgeldzins. Wer Tagesgelder wegen dieser Flexibilität besonders schätzt, sollte sich gegebenenfalls von diesen etwas altertümlichen Anlageformen verabschieden.

28. April 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.