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Kündigung: Zustellung durch Boten und Zustellungsurkunde

Bei einer Zustellung Ihrer Kündigung durch einen Boten wählen Sie eine dritte Person aus.

Dieser legen Sie zunächst die Kündigung zur Durchsicht vor.

Dann bitten Sie sie, diese im Anschluss in einen Briefumschlag zu tüten.

Dieser ist persönlich zu übergeben oder in den Briefkasten einzuwerfen.

Mit dieser Art der Zustellung können Sie auch einen Bekannten oder Ihren Ehepartner beauftragen.

Auf Neutralität des Boten achten

Letzteres empfiehlt sich aber nur dann, wenn dieser nicht Kläger oder Beklagter des eventuell später folgenden gerichtlichen Verfahrens ist.

Als Kläger oder Beklagter wäre er nämlich Partei und könnte damit den Zugang des Schreibens nicht beweisen.

Sie können die Zustellung natürlich auch selbst vornehmen. Dann müssen Sie sich aber unbedingt von jemandem begleiten lassen. Diese Person sollte sowohl den Inhalt des Schreibens als auch dessen Einwurf gesehen haben und folglich bezeugen können.


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Sie können auch einen Kurierdienst, wie etwa UPS, den Expressdienst der Post AG oder einen Fahrradkurier beauftragen. Das bietet sich immer dann an, wenn Sie am Ort der Wohnung niemanden kennen, den Sie mit der Zustellung beauftragen können.

Vermeiden Sie Beweisprobleme

So sicher die Zustellung per Boten ist, können auch hier Beweisprobleme bleiben.

Wenn sich Ihr Bote nämlich in einer eventuell erst Monate oder gar Jahre später stattfindenden Gerichtsverhandlung nicht mehr genau an den Zustellungsvorgang oder den Inhalt des Schriftstücks erinnert oder sich unbeabsichtigt in Widersprüche verstrickt.

Kopie anfertigen ist sicherer

Diesen Unwägbarkeiten sollten Sie zumindest insoweit entgegenwirken, als Sie von dem zuzustellenden Kündigungsschreiben eine Kopie anfertigen und diese durch den Boten mit dem Vermerk „zugestellt am …“ persönlich unter schreiben lassen.

Dann können Sie mit dieser Kopie den Zu gang Ihres Kündigungsschreibens beweisen. Mit dieser Maßgabe ist der Bote eine sichere Methode zur Zustellung einer Kündigung.

Zustellung durch Zustellungsurkunde

Die Zustellung durch Postzustellungsurkunde ist sicher die unbekannteste aller Zustellungsarten.

Hierbei senden Sie das zuzustellende Schriftstück, also Ihre Kündigung, an den Gerichtsvollzieher mit der Aufforderung, dieses Ihrem Mieter nach den §§ 132 BGB, 192 ff. Zivilprozessordnung zuzustellen.

Der Gerichtsvollzieher fertigt bei Erhalt der Sendung eine beglaubigte Kopie des Schriftstücks an und steckt diese Kopie in einen eigenen Briefumschlag.

Das Original verbindet er mit einer Zustellungsurkunde.

Gerichtsvollzieher übergibt die Kündigung

Bei der Zustellung selbst übergibt der Gerichtsvollzieher nunmehr den Briefumschlag mit der beglaubigten Kopie Ihrem Mieter persönlich oder wirft das Schriftstück in seinen Briefkasten.

Im Anschluss trägt er auf der mit dem Original verbundenen Zustellungsurkunde unter anderem das genaue Datum, die Uhrzeit und den Ort der Zustellung sowie die Person des Empfängers ein und sendet die Urkunde nebst verbundenem Original an Sie zurück.

Die Zustellung Ihrer Kündigung im vorstehend beschriebenen Verfahren ist für Sie absolut sicher und zuverlässig.

Zustellungsurkunde als öffentliche Urkunde zu behandeln

Ihre ausgefertigte Zustellungsurkunde ist in einem Prozess als öffentliche Urkunde zu behandeln und erbringt den Beweis ihrer Echtheit und inhaltlichen Richtigkeit. Zugleich können Sie den Inhalt Ihrer Kündigungserklärung beweisen, da die Kopie dieses Schreibens mit der Zustellungsurkunde fest verbunden ist.

Wenn Sie einen sicheren Weg der Zustellung Ihrer Kündigungserklärung gehen wollen, sollten Sie sich also nicht auf die üblichen Zustellungsverfahren der Post verlassen.

Im Zweifel können Sie hiermit die Zustellung bzw. den Inhalt Ihres zugestellten Kündigungsschreibens nicht beweisen.

Wir empfehlen Ihnen daher dringend, zumindest die Zustellung über den Boten zu wählen.

Wenn Sie aber 100%ig sicher gehen möchten, sollten Sie die Zustellung über den Gerichtsvollzieher wählen.

21. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.