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Kündigungsgrund abhängig von Häufigkeit und Ausmaß des Zahlungsrückstands

Kommt die Miete immer wieder erst Tage oder gar Wochen später als vereinbart auf Ihrem Konto an, dürfen Sie das Mietverhältnis fristlos kündigen.

Auch dann, wenn der Mieter peinlich darauf achtet, dass der Zahlungsrückstand nie die für eine Kündigung erforderliche Höhe erreicht. Denken Sie aber vorher unbedingt an die Abmahnung Ihres Mieters.

Klar ist, dass eine einmalige oder nur ganz seltene Zahlungsverzögerung keinen „wichtigen Grund“ für eine fristlose Kündigung darstellt.

Vielmehr muss die nachlässige Zahlungsmoral des Mieters so schwerwiegend sein, dass Ihnen die weitere Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht zuzumuten ist.

Häufigkeit und Ausmaß der Verspätung entscheiden

Hier kommt es – wie so oft – auf die Umstände des einzelnen Falls an. Generell sprechen diese 3 Gründe für eine fristlose Kündigung:


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  • In einem erst kurze Zeit dauernden Mietverhältnis hat der Mieter bereits 3- bis 4-mal die Miete unpünktlich gezahlt.
  • Die Zahlungstermine werden um mehrere Wochen überschritten.
  • Wegen finanzieller Verpflichtungen sind Sie auf die pünktliche Mietzahlung angewiesen.

Erfahrungsgemäß werten die Gerichte unpünktliche Zahlungen gegenüber einem Privatvermieter eher als Kündigungsgrund. Einem Großvermieter mit zahlreichen Wohnungen muten sie bisweilen zu, das Mietverhältnis trotz gelegentlicher Zahlungsverzögerungen fortzusetzen.

Auch bei unverschuldeten Zahlungsengpässen des Mieters, beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit, kommen Sie mit einer Kündigung nicht so leicht durch, jedenfalls solange die verspäteten Zahlungen auf wenige Monate beschränkt bleiben.

Keine Kündigung möglich, wenn Sozialamt unpünktlich zahlt

Ein Kündigungsrecht wegen unpünktlicher Mietzahlung steht Ihnen nach einer BGH-Entscheidung vom letzten Jahr nicht zu, wenn Ihr Mieter auf soziale Unterstützung angewiesen ist und seine Mietzahlung vollständig vom Sozialamt oder Jobcenter übernommen wird.

Für eine zögerliche Überweisung durch deren Mitarbeiter kann Ihr Mieter nicht verantwortlich gemacht werden (BGH, Urteil v. 21.10.09, Az. VIII ZR 64/09).

Tipp: Informieren Sie sich vorher über die Ursache

Bevor Sie eine fristlose Kündigung wegen unpünktlicher Mietzahlung aussprechen, informieren Sie sich durch ein kurzes Telefonat bei Ihrem Mieter über den Grund der Zahlungsverzögerungen. Liegt dieser in einer unverschuldeten finanziellen Notlage des Mieters, wägen Sie Ihre Kündigungschancen besonders sorgfältig ab.

Einmalig verspätete Zahlung nach Abmahnung reicht

Sie haben Ihren Mieter wegen unpünktlicher Mietzahlungen abgemahnt und Ihr Mieter hat die Zahlungsverzögerungen auch zu verantworten: Setzt Ihr Mieter dann das abgemahnte Verhalten fort, können Sie sofort kündigen.

Es genügt, dass Ihr Mieter den nächsten auf die Abmahnung folgenden Zahlungstermin nicht einhält, wie die Karlsruher Richter zugunsten der Vermieter entschieden (BGH, Urteil v. 11.01.06, Az. VIII ZR 364/04).

14. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.