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Künstliche Befruchtung: Steuer und Absatzmöglichkeiten

Je nach Methode kostet eine künstliche Befruchtung zwischen ca 2.000 bis 2.500 € – dabei handelt es sich jedoch eher um Anhaltswerte, da die genauen Kosten höher liegen können. Durch die Anfang 2004 in Kraft getretene Gesundheitsreform übernehmen die Krankenkassen jedoch nur noch 50% der Kosten, die für eine künstliche Befruchtung entstehen.

50% der Kosten übernimmt Krankenkasse

Damit dieser Anteil an den Kosten jedoch geleistet wird, müssen Frau und Mann miteinander verheiratet sein. Außerdem müssen noch weitere Bedingungen erfüllt werden, damit die Krankenkasse zahlt: Neben der Beweglichkeit der männlichen Spermien dürfen auch bestimmte Altersgrenzen nicht unter- bzw. überschritten werden.

Kosten im Krankheitsfall außergewöhnliche Belastungen

Doch bei der steuerlichen Absetzbarkeit sind die Bedingungen weitaus weniger streng gefasst: Wie andere Krankheitskosten, so werden auch die Kosten für  eine künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastungen gewertet. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Ursache für die Kinderlosigkeit  als Krankheit gewertet wird. Dabei ist jedoch irrelevant, ob die Ursache für die Kinderlosigkeit beim Mann oder der Frau liegt.

Kinderlosigkeit als Krankheit gewertet

Wenn die Ursache der Kinderlosigkeit als Krankheit gewertet wird, dann kann der Eigenanteil steuerlich geltend gemacht werden. Dabei sind die Finanzämter sogar fortschrittlicher als die Krankenkassen: Frau und Mann müssen nicht zwangsläufig heiraten, damit der Eigenanteil von der Steuer abgesetzt werden kann.

Wie der Bund der Steuerzahler informiert, ist laut Einkommensteuerrecht lediglich eine festgefügte Partnerschaft erforderlich. Allerdings ist hier Bedingung, dass der Vater auch die Vaterschaft für das mit künstlicher Befruchtung gezeugte Kind anerkennt.

4. Februar 2010

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.