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Künstliche Intelligenz von Google – mehr als nur ein Spiel

Google und dessen künstliche Intelligenz (KI) Tochter DeepMind wurde in den vergangenen Tagen und Wochen große mediale Aufmerksamkeit zuteil.

Der Grund: Die von DeepMind entwickelte Software AlphaGo konnte im Kampf Mensch gegen Maschine einen spektakulären Sieg erringen und den Go-Weltmeister Lee Sedol besiegen – der endgültige Spielstand lautete 4:1 für die Maschine. Damit geht das von Google ausgelobte Preisgeld in Höhe von einer Mio. US-$ an das Kinderhilfswerk UNICEF.

Der Sieg von Google und AlphaGo sorgte deshalb für so großes Medieninteresse, da das traditionsreiche asiatische Brettspiel Go bislang als letzte Bastion der Menschheit galt. Zu komplex schien das Spiel, als dass ein Computer hier seine technische Überlegenheit ausspielen könnte – glaubten zumindest Branchenkenner. Doch die überragende Technik hinter AlphaGo belehrte Zweifler eines Besseren.

Was ist AlphaGo und wie funktioniert die Technik?

AlphaGo wurde ursprünglich von der auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten britischen Firma DeepMind entwickelt, bevor Google das Unternehmen im Jahr 2014 für ein ganz bestimmtes Ziel übernahm: AlphaGo sollte jeden menschlichen Spieler beim asiatischen Go-Spiel übertreffen.

AlphaGo ist daher nicht als schnöder Schachcomputer konzipiert, sondern eine künstliche Intelligenz, die aus Fehlern selbstständig dazulernt. Hierzu nutzt AlphaGo neuronale Netze, um sich selbst neue Strategien beizubringen. Die Software verbessert so selbstlernend im Laufe der Zeit immer weiter seine Ergebnisse.


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DeepMind-Mitgründer Demis Hassabis glaubt, dass der Sieg beim Go-Spiel nur der Anfang war, denn die Einsatzmöglichkeiten von AlphaGo bzw. von künstlicher Intelligenz in der Praxis sind vielfältig.

AlphaGo: Einsatzmöglichkeiten in der Praxis

So schloss DeepMind bereits eine Partnerschaft mit dem britischen Krankenhausbetreiber NHS, um eine Plattform zu entwickeln, die KI nutzt.

Ziel der Kooperation ist die Entwicklung einer Smartphone-App, die Klinikpersonal rechtzeitig informiert, wenn sich der Zustand von Patienten verschlechtert. Damit soll verhindert werden, dass künftig zum Beispiel plötzliches Nierenversagen zum Tod führt.

Die App soll ferner Aufgaben überwachen und dazu beitragen, dass der Patient bei der Krankenhauseinweisung auch sofort beim richtigen Personal landet und die für ihn notwenigen Behandlungen erhält.

Smartphones werden wirklich smart

Das Smartphone könnte insgesamt durch KI noch intelligenter werden, was Anwendungen wie Google Now, Apples Siri und Microsofts Cortana bereits heute andeuten. Bei den bisher verfügbaren Lösungen handelt es sich allerdings oft um Templates, die für bestimmte Aufgaben vorprogrammiert sind. Kommt es zu unerwarteten Situationen, sind diese Anwendungen meist nutzlos.

Die Google-Tochter DeepMind will mit künstlicher Intelligenz dazu beitragen, dass Smartphone-Assistenten künftig noch besser und leistungsfähiger werden.

Künstliche Intelligenz in der Roboterindustrie

Auch in der Roboterindustrie – Stichwort Industrie 4.0 – könnte künstliche Intelligenz für einen Durchbruch sorgen. Die deutsche Kuka und die japanische Fanuc bauen bereits Hightech-Roboter, die in vielen Fabrikhallen der Welt zu finden sind.

Bislang konnten diese Roboter meist nur monotone und programmiertechnisch vorgegebene Arbeitsschritte durchführen. Passiert etwas Unvorhergesehenes, gibt es auch hier zum Teil noch Probleme – auch hier will DeepMind mit seiner Technik künftig helfen.

Fazit: Google und AlphaGo – KI ist hier mehr als nur ein Spiel

Die Praxisbeispiele von Google und AlphaGo zeigen, dass die von DeepMind entwickelte Technik nicht nur ein Spiel ist, sondern einen ernsthaften Hintergrund hat. Die Fortschritte, die DeepMind mit seiner künstlichen Intelligenz erreicht hat, zielen vor allem darauf ab, selbst unvorhergesehene Entwicklungen zu meistern.

Dies könnte großen Einfluss auf die künftige Entwicklung einzelner Wirtschaftsbereiche (Gesundheit, Industrie) haben, wodurch die Technik auch den Anleger berührt. Denn auf die einzelnen Branchen kann KI durchaus positive Effekte haben und einzelne Arbeitsabläufe weiter verbessern.

Insbesondere Google-Anleger können sich freuen. Google scheint mit AlphaGo und der Übernahme von DeepMind zumindest medial ein großer Wurf gelungen zu sein, nachdem der Internetkonzern Jahre zuvor mit der Übernahme von Android ein gutes Händchen bewiesen hat.

4. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands