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So funktioniert das Kurs-Buchwert-Verhältnis

Substanz heißt, dass Geld in Unternehmen investiert wird, die unter anderem durch hohe Bilanzwerte abgesichert sind.

Dies können Sie beispielsweise am sogenannten „Kurs-Buchwert-Verhältnis“ ablesen, das widerspiegelt, wieviel Sie für einen Euro tatsächlichen Bilanzvermögens zahlen müssen.

Ein KBV von 10 würde beispielsweise bedeuten, dass Sie 10 Euro für 1 Euro „Vermögen“ zahlen würden. Dieses KBV ist sowohl im Dax als auch bei den Qualitätsaktien Ihres „Depot-Briefs“ im Vergleich zu anderen Märkten und zu deren eigener Unternehmensgeschichte niedrig.

Neben der Substanz kommt es darauf an, dass Sie vergleichsweise niedrige Einstiegskurse nutzen und nicht unbesehen Positionen kaufen.

Neue Chancen durch Anleiheschwäche

Zudem ergeben sich aktuell besondere Chancen, weil Anleihen als mögliche Anlagealternative noch einmal einen Rückschlag erlitten haben. Kürzlich ist der bekannteste Anleihen-Fondsmanager der Welt, Bill Gross, aus der Allianz ausgeschieden und führt damit „seine“ Fondsgesellschaft Pimco nicht mehr.

Diese Gesellschaft managt den größten Rentenfonds der ganzen Welt. Gross wechselt zum Konkurrenten „Janus“ und wird für massive Unruhen am Anleihemarkt sorgen. Angeblich ging es lediglich um „unterschiedliche Ausrichtungen“.


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Dabei ist natürlich auch die Rendite der Fonds zu gering. Diese erwirtschaften kaum noch einen Inflationsausgleich. Im Ergebnis wird das Vertrauen in Anleihen weiter schwinden, eine Kapitalflucht droht.

Mehr Geld könnte daher auch in Aktien fließen. Immobilien oder Edelmetalle bieten zudem derzeit für die breite Masse keine sinnvollen Alternativen mehr.

Dies ist auch der Grund dafür, warum die Märkte trotz aller zwischenzeitlichen Rücksetzer immer wieder zurück in die Spur finden. Andererseits ziehen große Investoren aus Sicherheitsgründen bei zu hohen Gewinnen immer wieder Kapital aus bestimmten Aktien-Investitionen ab, sodass der Dax beispielsweise nicht über 10.000 Punkte hinausgekommen ist.

Zurück zur Substanz: Aktien haben im Vergleich zu Anleihen nicht nur das sogenannte „Momentum“ auf ihrer Seite, wonach die Kurse aktuell stabiler sind. Aktien sind auch wesentlich günstiger bewertet. Hierzu einige Zahlen, die Ihnen die Substanz verdeutlichen sollten.

Der Dax hat derzeit ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,7. Dies ist historisch betrachtet sehr günstig, sodass Ihre Sicherheit weiterhin recht hoch bleibt. Das KBV vom MDax, dem deutschen Barometer für etwas kleinere Unternehmen, liegt bei 2,07. Auch dies ist gering.

In den USA ist das KBV etwas höher. Der Dow Jones hat ein KBV von 2,9, der S&P 500 als größter Index wird mit dem KBV von 2,7 bewertet. Im historischen Vergleich sind jedoch auch diese Werte relativ niedrig, sodass ein Mix von Aktien aus diesen Segmenten Sie schützt.

Vor diesem Hintergrund ist auch die hohe Dividendenrendite erfreulich. 2,8% Dividendenrendite würden Sie erzielen, wenn Sie aktuell neu in den Dax einsteigen würden. Sofern Sie die 2,8% als Zinsen begreifen, sind Aktien etwa 2,5mal so attraktiv wie Anleihen.

Ein Mix aus bedeutenden Anleihen in Deutschland brächte derzeit eine Rendite, also Zinsen, in Höhe von 1,01%. Nun könnten Sie Anleihen für sicherer halten, da die Kurse in der Regel nicht so stark schwanken wie Aktien.

Indes: Auch Aktien schwanken kaum noch. Die Schwankungsbreite im Dax liegt bei 14%, bezogen auf einen Zeitraum von 200 Tagen. Dies ist historisch betrachtet besonders günstig. Deshalb lohnt es sich, die Schwäche von Anleihen auszunutzen und in eine neue – betroffene – Aktie zu investieren. Neueinstieg bei Qualitätsaktie Allianz: kaufen Sie

Deshalb sehe ich eine Investition in die Aktie der Allianz vor. Die Versicherungsgesellschaft und Mutter von „Pimco“ ist in den vergangenen Tagen unter Druck geraten – wegen des Abgangs von Manager Bill Gross.

Im Grunde genommen eine großartige Situation, denn die Aktie ist schlicht günstig und wurde jetzt noch günstiger. Das KBV liegt bei 1,15. Dazu liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) mittlerweile in Höhe von 9 und ist damit mindestens 10%, eher 15% zu niedrig, wenn Sie den historischen Kursverlauf betrachten.

Die Eigenkapitalquote ist mit 7,5% sehr niedrig, dies ist allerdings branchenbedingt. Denn die Allianz verfügt über viele Einlagen von Kunden, sodass der Kapitalbestand buchhalterisch in der Regel Fremdkapital darstellt.

Das Ergebnis je Aktie stieg jedenfalls in den vergangenen Jahren stets an, die Dividende blieb gleich oder wuchs ebenfalls. Die jetzige Situation ist daher eine wunderbare Gelegenheit, die Dividendenrendite für Neueinsteiger beträgt 4,2%.

1. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".