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Kurs-Buchwert-Verhältnis: Verborgene Schätze unter Aktien finden

Unabhängig davon, welchen Gewinn oder Umsatz ein Unternehmen macht, können Sie auch einfach analysieren, was die Substanz eines Unternehmens wert ist.

Welche Gebäude, Produktionsanlagen, Maschinen, Fahrzeuge, Patente, Unternehmensbeteiligungen gehören einer Aktiengesellschaft? Von diesen Vermögenswerten müssen Sie dann die Schulden abziehen.

So kommen Sie recht schnell auf den Buchwert, der in etwa mit dem Eigenkapital eines Unternehmens übereinstimmt. Auch der Buchwert lässt sich ins Verhältnis zum Aktienkurs setzen.

Berechnung und Interpretation

Ausgesprochen interessant sind vor allem Unternehmen, die ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 1 aufweisen. Denn das bedeutet: Die Substanz des betreffenden Unternehmens ist höher als der Preis, der an der Börse dafür gezahlt wird.

Nicht selten werden Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren auf solche Unternehmen aufmerksam und übernehmen die Mehrheit der Aktien. Denn sie sind oft bereit, ein Unternehmen auch aufzuspalten und seine Einzelteile zu verkaufen. Diese Einzelteile werden dann oftmals ebenfalls nach dem Buchwert bewertet.


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Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) berechnet sich nach folgender Formel:

Formel  

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) berechnen: Methode B

?
Das sogenannte Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bemisst, wie der Name schon verrät, das Verhältnis von Kurs und Buchwert der jeweiligen Aktie. Aus Anlegersicht sind vor allem Unternehmen mit einem KBV von unter 1 interessant. In dem Fall ist nämlich die Substanz des betreffenden Unternehmens höher als der Preis, der an der Börse dafür gezahlt wird.
$$\bo\text"KBV"=\text"aktueller Aktienkurs"/\text"Eigenkapital je Aktie"$$
Ergebnis berechnen

Stärken und Schwächen

Die Grundannahme bei der KBV-Betrachtung ist: Bei einem Verkauf der einzelnen Unternehmensteile lässt sich in der Regel mindestens der Buchwert erzielen (Kundenkontakte, Branchenwissen, Mitarbeiterqualifikationen etc. sind zusätzliche, nicht messbare Werte, die den Übernahme- oder Kaufpreis sogar noch höher treiben würden).

Es ist daher unwahrscheinlich, dass ein gesundes Unternehmen an der Börse lange unter Buchwert gehandelt wird.

Allerdings hat auch diese Betrachtung einen Nachteil: Nicht zwangsläufig sind Aktien mit niedrigem KBV ein Schnäppchen.

Wenn ein Unternehmen nämlich hohe Verluste schreibt, dann verringert sich mit jedem verlustreichen Jahr das Eigenkapital und damit auch die Substanz bzw. der Buchwert. Hier müsste man also einen Abschlag auf den Buchwert bzw. einen Aufschlag auf das KBV vornehmen.

Eine weitere Falle: Nicht immer lässt sich der Buchwert bei einem Verkauf auch als Verkaufserlös realisieren. Das können Immobilien in ungünstiger Lage sein, oder teure Spezialmaschinen, für die es keine Abnehmer gibt. Wichtig ist daher beim KBV immer die Frage, wie hoch der tatsächlich am Markt realisierbare Verkaufserlös ist.

Fazit: KBV nie isoliert betrachten

Der Buchwert sagt nichts über die Gewinne aus, die ein Unternehmen gegenwärtig oder in Zukunft erwirtschaftet. Daher sollten Sie auch das KBV nie isoliert betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit dem Gewinn.

Nur bei Unternehmen, die in schöner Regelmäßigkeit Gewinne erwirtschaften und eine solide Bilanz aufweisen, ist ein niedriges KBV (möglichst unter 1) ein gutes Auswahlkriterium und ein Hinweis auf ein Schnäppchen.

In der Regel ist das Kursrückschlagspotenzial für solche Werte begrenzt. Sie haben damit also ein günstiges Chancen/Risiko-Verhältnis.

16. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.