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Kurs-Gewinn-Verhältnis: Berechnung der Kennzahl

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis findet sich meist in den Fundamentalkennzahlen einer Aktie und gibt Aufschluss über die Renditeerwartung des betreffenden Wertpapieres.

Hierbei wird der aktuelle Börsenkurs dem Gewinn pro Aktie gegenübergestellt, den der Emittent für das laufende Geschäftsjahr erwartet.

Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Kurs-Gewinn-Verhältnis, desto höher fällt für den Anlieger die (zu erwartende) Rendite aus.

Berechnung des KGV im Beispiel

Zwei Aktien werden angeboten: Das eine Wertpapier (Aktie A) steht bei einem Kurs von 400 €, mit einer erwarteten Dividende von 25 €.

Das andere Wertpapier (Aktie B) verzeichnet einen aktuellen Börsenpreis von 200 €, mit einer Gewinnprognose von 20 €.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 (200 / 20 = 10), verheißt Aktie B einen weitaus attraktiveren Gewinn als Aktie A mit einem KGV von 16 (400 / 25 = 16).


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Zwar ist der eigentliche Gewinn je Aktie der Aktie A mit 25 € höher als der Aktie B mit 20 €, allerdings müsste für erstere ein Kurs von 400 € für letztere lediglich 200 € erbracht werden.

Gewinn pro Aktie berechnen

Während der der Kurs zur Berechnung des KGV recht simpel zu ermitteln ist – entweder wird der aktuelle Kurs oder ein Mittelwert über einen festgelegten Zeitraum herangezogen – ist der Gewinn je Aktie etwas komplizierter festzustellen.

Für den Anleger ist nur der Gewinn nach Steuern und Abgaben interessant ist, denn nur davon entfällt zu Jahresende ein Anteil des Gewinns auf seine Aktie.

Zudem ist mit dem Gewinn je Aktie nicht die Dividende gemeint, die der Emittent pro Jahr an den Aktionär ausschüttet. Denn nicht zwangsläufig wird der gesamte Gewinn an die Anleger verteilt – meist wird nur ein Anteil des Unternehmensgewinnes als Dividende ausgezahlt.

Der Gewinn pro Aktie ergibt sich aus dem Betriebsgewinn eines Unternehmens, geteilt durch die Gesamtzahl aller Aktien.

Verzeichnet ein Unternehmen einen Jahresgewinn von 20 Millionen € und hat 2 Millionen Unternehmensanteile im Umlauf ergibt sich demnach ein Gewinn pro Aktie von 10 € (20.000.000 / 2.000.000 = 10).

Mehr zum Thema: Ertrag pro Aktie – wichtige Kennzahl zur Unternehmensbeurteilung

Kurs-Gewinn-Verhältnis: Vorteile und Einschränkungen

Da das Kurs-Gewinn-Verhältnis als Kennzahl weit verbreitet ist, ermöglicht es einen schnellen Vergleich von Aktien.

Da es sich hierbei um einen Verhältniswert handelt, können Unternehmen zudem losgelöst von ihrer Größe miteinander verglichen werden.

Sinnvoll ist der Vergleich von KGVs jedoch oft nur bei Unternehmen gleicher Branche, da der branchenübergreifende Durchschnitt der Kennzahl sich bisweilen gehörig unterscheidet.

So ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis beispielsweise bei Unternehmen aus der Versicherungsbranche im Durchschnitt deutlich niedriger als bei Aktien der IT-Branche.

Weist ein Unternehmen gar einen negativen Gewinn auf, so verliert das KGV alle Sinnhaftigkeit, da das Verhältnis durch einen negativen Nenner gänzlich an Aussagekraft einbüßt.

Mehr zum Thema: Aktien mit niedrigem KGV – ein sicherer Deal?

Auch wenn eine Aktie einen niedrigen KGV aufweist, heißt dies nicht, dass eine uneingeschränkte Kaufempfehlung gelten muss.

1. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.