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Kursziele berechnen mit Point-and-Figure

Point-and-Figure-Charts bieten dem Anleger zahlreiche Möglichkeiten, um an gewinnbringende Informationen zu gelangen.

Zuletzt geht es um die Berechnung von Kurszielen aus dem Chart für eine bestimmte Aktie.

Zwei Möglichkeiten der Kurszielberechnung

Grundsätzlich stehen uns zwei verschiedene Möglichkeit zur Verfügung, um Kursziele zu berechnen. Einmal die horizontale und einmal die vertikale Kurszielberechnung.

Betrachten wir dazu einmal dieses Beispiel eines Dreier-Reversals:

Wie sie sehen kann man eindeutig ein Kaufsignal erkennen, denn die aktuelle X-Säule übertrifft die vorhergehende um eine Kästchenbreite. Bei der Point-and-Figure-Chartanalyse geht man davon aus, dass eine Bewegung umso stabiler und langfristiger ausfallen wird, je breiter die stattgefundene Konsolidierung vorher gewesen ist.

Im obigen Beispiel haben wir eine Konsolidierung von insgesamt vier Säulen. Das Kursziel, das wir dieser Aktie zutrauen, kann nun nach einer einfachen Formel berechnet werden:


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Kursziel = Konsolidierungsbreite X Reversal + Tiefpunkt der Konsolidierung

Wenden wir diese Formel einmal auf unser Beispiel an. Die Breite unserer Konsolidierung vor dem Kaufsignal ist 4 Säulen, die Einstellung des Reversals wurde auf 3 festgelegt. Das ergibt in der Rechnung dann  4 X 3 also 12 Punkte. Das ist die Anzahl, die wir auf den tiefsten Punkt der Konsolidierung aufrechnen, um das neue Kursziel zu bestimmen.

Den Tiefpunkt der Konsolidierung lesen wir einfach im Chart ab, er liegt sagen wir mal bei 32 Kurspunkten. Das Kursziel läge nun also rechnerisch bei 44 (32 + 12) Punkten.

P&F-Chart: Kursziele berechnen – ganz einfach

Wie oben angesprochen gibt es auch noch die Möglichkeit der so genannten vertikalen Kurszielberechnung. Diese Variante ist grundsätzlich etwas komplexer als die horizontale Variante, wird aber von einigen Tradern aufgrund der größeren Datenbasis bevorzugt, die der Ermittlung des Kurszieles dabei zugrunde liegt.

Zunächst müssen wir das letzte Verkaufssignal ausfindig machen und markieren uns die nächste X-Säule, die darauf folgte.

Dann überprüfen wir, ob nach dieser X-Säule wieder ein Reversal folgt, also ein Kursumschwung. Wichtig: wir gehen in unserem Beispiel erneut von einem Dreier-Reversal aus. Wir haben nun also eine Formation gefunden, die besteht aus: letztes Verkaufsignal, darauffolgende X-Säule und ein Reversal. Das ist genau das, was wir suchen.

Als letztes benötigen wir nur noch zwei Werte, die wir an dieser X-Säule ganz einfach ablesen können. Zum einen brauchen wir ihre komplette Höhe und zum anderen den Kurswert an ihrem Tiefpunkt.

Das Ganze wird dann in folgende Rechnung überführt:

Kursziel = [Tiefpunkt der X-Säule] + [Höhe der X-Säule] X Reversal

Nehmen wir mal einen solchen Chartausschnitt zum Beispiel:

Hierbei beträgt die Höhe der X-Säule 10, ihr Tiefpunkt befindet sich bei 31 und das Ganze ist als Dreier-Reversal eingestellt. Daraus ergibt sich die Gleichung: 31 + 10 X 3 = 61. Wir sehen also, dass das vertikale Kursziel dieses Signals bei 61 liegt.

Im nächsten Teil unserer Point-and-Figure-Chart-Artikelreihe geht es um die Anwendung von Trendlinien.

2. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.