MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Kurz- oder langfristiges Investment? Die Unterschiede bei Fonds

Bevor Privatanleger den Kauf eines Investmentfonds planen, sollten sie sich über den entsprechenden Anlagehorizont im Klaren sein. Der Anlagehorizont ist der Zeitraum, den Anleger bei einem Investment einplanen (müssen). Dieser kann bei Fonds durchaus unterschiedlich ausfallen. Wer seinen Fonds in einer Schwächephase verkaufen muss, wird Verluste kaum vermeiden können.

Grundsätzlich gilt: Bei Fonds mit relativ niedrigen Risiko sollte eine Anlagedauer von 2 bis 5 Jahren, bei Produkten mit hohem Risiko ein längerer Investitionszeitraum von 5 bis 10 Jahren eingeplant werden. Bei Geldmarktfonds, die in aller Regel nur zur Überbrückung zwischen den Investments genutzt werden, reicht ein Anlagehorizont von wenigen Monaten.

Das Risiko eines Fonds wird durch die Volatilität bestimmt

Potentielle Anleger erkennen das Risiko, das sie beim Kauf eines Investmentfonds eingehen, an der so genannten Volatilität. Grob ausgedrückt bezeichnet die Volatilität die Schwankungsanfälligkeit eines Finanzprodukts.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Je höher die Volatilität, je größere Schwankungen ihres Investments müssen Anleger im Investitionszeitraum tolerieren. Dabei ist in jedem Fall zu beachten, dass die Volatilität eines Fonds genauso wie seine Entwicklung (Performance) immer nur im Nachhinein berechnet werden kann. Überraschungen in positiver wie in negativer Hinsicht sind daher nicht ausgeschlossen.

Bei Aktien- und Anleihefonds besser mittel- oder langfristig planen

Geldmarktfonds können als kurzfristige Anlage betrachtet werden, da Anleger kaum Schwächephasen durchzustehen haben. Allerdings bieten Geldmarktfonds auch nur relativ niedrige Renditen. Für alle anderen Offenen Investmentfonds sollte ein Anlagehorizont von einigen wenigen bis hin zu mehreren Jahren eingeplant werden. Die wichtigsten Kriterien hierfür sind der Typ und der Anlageschwerpunkt des jeweiligen Finanzprodukts.

Grundsätzlich gelten Anleihefonds als weniger risikobehaftet als Aktienfonds. Aber auch innerhalb der Fondstypen machen sich Unterschiede beim Risiko und damit auch bei der Anlagedauer bemerkbar. Anleihe- oder Rentenfonds, die auf Staats- oder Unternehmensanleihen kurzer Laufzeiten setzen, weisen niedrigere Volatilitäten auf als solche mit dem Schwerpunkt mittlerer- oder langfristiger Laufzeiten.

Generell sollten Privatanleger bei Investitionen in Aktienfonds die längsten Zeitspannen einplanen, da bei diesen größere Durststrecken im Kursverlauf auftreten können. Aktienfonds mit der Fokussierung auf große Aktiengesellschaften in Industrieländern gelten als weniger schwankungsanfällig als solche mit der Konzentration auf weniger entwickelte Wirtschaftsräume und kleinere Unternehmen.

Und die Fokussierung eines Fonds wirkt sich in den meisten Fällen unmittelbar auf die Volatilität aus. Anleger sollten demnach bei Anleihe- und Aktienfonds – abhängig von der jeweiligen Volatilität – Anlagehorizonte von 2 bis 10 Jahren einkalkulieren.

Voraussichtliche Entwicklung und Volatilität im Blick behalten

Bevor Anleger ein Investment tätigen, sollten sie sich über den Zeitraum im Klaren sein, in dem sie nicht auf ihr Geld zurückgreifen können. Erst danach sollten sie sich für eine bestimmte Investition entscheiden. Informationen über die entsprechende Volatilität des von ihnen bevorzugten Fonds sind ebenso leicht zu beschaffen wie Fakten über die vorher gezeigte Entwicklung des Finanzprodukts.

Die entsprechenden Kennzahlen werden in den Datenblättern (factsheets), in Zeitschriften oder im Internet immer wieder neu aktualisiert. Auch für Privatanleger ist es durchaus sinnvoll, diese als Grundlage für die Planung des Anlagehorizonts zu verwenden. Ob eine kurz-, mittel- oder langfristige Anlage für ihn in Frage kommt, muss jeder Investor für sich selbst entscheiden.

8. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.