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Kurzfristige Geldanlagen: Der sichere Hafen für Ihr Geld

Kurzfristige Geldanlagen haben einen Anlagehorizont von maximal 12 Monaten. Diese Anlageform ist daher für Anleger interessant, die auf ihr Geld nicht lange verzichten wollen.  Kurzfristige Geldanlagen sind in den meisten Fällen sehr sicher und bieten daher auch nur eine vergleichsweise geringe Rendite.

Das Tagesgeld: Der König unter den kurzfristigen Geldanlagen

Das Tagesgeld genießt bei Kurzfristanlegern große Beliebtheit. Es ist nämlich täglich verfügbar und kann bei Bedarf innerhalb eines Banktages wieder abgerufen werden.

Gerade in unsicheren Börsenzeiten mit vermehrt fallenden Aktienkursen ist das Tagesgeld selbst für Spekulanten eine ernsthafte Option, um Geld zwischenzeitlich gewinnbringend zu parken bis sich das Börsenklima wieder aufgehellt hat.

Sicherheit geht vor Rendite

Der große Trumpf des Tagesgeldes ist die Sicherheit. Anders als an der Börse kann das angelegte Tagesgeld nicht an Wert verlieren und der Anleger bekommt sogar Zinsen gut geschrieben.

Allerdings verzichtet der Anleger damit auch temporär auf die Möglichkeit, durch riskantere Anlagen eine deutlich höhere Rendite zu erzielen.

Nicht alles ist Gold, was glänzt

Sowohl Filial- als auch Direktbanken locken die Anleger mit relativ hohen Tagesgeldzinsen. Sie wollen so Neukunden gewinnen, die bisher noch kein Konto bei der betreffenden Bank hatten. Diese Lockzinsen sind häufig aber nur für einen Zeitraum von sechs Monaten garantiert. Danach werden sie drastisch gekürzt.

Auch wird der höchstmögliche Tagesgeldzins auf einen bestimmten Maximalbetrag bei der Anlagesumme begrenzt. Alles, was der Anleger über den Maximalbetrag bei der gleichen Bank platziert, wird mit einem geringeren Zinssatz vergütet.

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass der Anbieter die Zinsen dem Anleger in kurzen Zeiträumen gutschreibt. Üblich sind Zeiträume von ein bis drei Monaten. Nur so kann der Anleger kurzfristig sein Kapital abziehen, ohne dabei auf die Zinsgutschriften verzichten zu müssen.

Vergleichen lohnt sich

Anleger sollten gut vergleichen, wo wie viel zu holen ist. Bei sehr hohen Anlagebeträgen kann sich eine breite Streuung auf verschiedene Anbieter lohnen, um so überall den Höchstsatz mitzunehmen.

In Deutschland hat sich mittlerweile sogar der Volksport des „Tagesgeldhoppings“ etabliert. Dabei bleibt der Anleger immer nur so lange bei einem Tagesgeldanbieter wie er noch von den Neukundenkonditionen profitiert. Danach zieht er mit seinem Kapital zu dem nächsten Anbieter mit dem besten Neukundenangebot.


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Festgeld ist nicht täglich verfügbar

Neben dem Tagesgeld hat der Anleger auch die Möglichkeit, sein Kapital fest für einen bestimmten Zeitraum bei einem Anbieter anzulegen.

Festgeld ist, wie der Name schon sagt, anders als Tagessgeld nicht täglich verfügbar. Wenn man sich daher z. B. entscheidet 100.000,00 Euro für sechs Monate als Festgeld anzulegen, bekommt man erst nach sechs Monaten wieder Zugriff auf sein Kapital.

Festgeldkonten bieten kurzfristig keine angemessene Verzinsung

Dieser Verzicht wird in der Regel durch einem gegenüber dem Tagesgeld höheren Zinssatz vergütet. Je länger man sein Kapital fest anlegt, desto höher ist der angebotene Zinssatz. Der Zinssatz für das Festgeld ist vertraglich garantiert und kann während der Laufzeit nicht verändert werden.

Allerdings sind die Zinsunterschiede zwischen Fest- und Tagesgeld bei einem kurzen Anlagehorizont nicht sehr groß. So lohnt es sich für kurze Zeiträume meist nicht in Festgeld anzulegen.

Geldmarktfonds sind eine ernsthafte Alternative

Eine kurzfristige Anlage mit vergleichsweise hoher Rendite bieten Geldmarktfonds. Verwalter von Geldmarktfonds platzieren Fondsvermögen als Termingeld, investieren in Schuldverschreibungen und in Anleihen mit kurzer Laufzeit.

Geldmarktfonds verlangen im Gegensatz zu gewöhnlichen Fonds in der Regel beim Erwerb keinen Ausgabeaufschlag. Außerdem können Geldmarktfonds zu jeder Zeit zurückgegeben werden.

Im Vergleich zu Tages- und Festgeldanlagen ist das Risiko natürlich etwas höher. Allerdings stimmt in den meisten Fällen auch die Rendite. Daher kann man dieses kleine Risiko durchaus eingehen.

Gesetzliche Einlagensicherung bietet begrenzten Schutz

Im Prinzip sind kurzfristige Geldanlagen wie Tagesgeld bzw. Festgeld absolut sicher. Allerdings nur so lange wie die Bank, bei der das Geld angelegt ist, nicht Insolvenz anmelden muss.

Bei einer Insolvenz der Bank greift die deutsche Einlagensicherung. Die Einlagen bei deutschen Banken sind bis zu einer Summe von 100.000,00 Euro zu 100% versichert.

Zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung gibt es den Einlagensicherungsfonds der Bankenverbände. Banken können frei entscheiden, ob sie ihm angehören oder nicht.  Der Einlagensicherungsfonds versichert Einlagen, die über 100.000 Euro hinausgehen.

Allerdings nicht immer zu 100%. Daher muss bei großen Beträgen vorab geprüft werden bis zu welcher Summe die Einlagen bei der jeweiligen Bank versichert sind.

Vorsicht vor ausländischen Anbietern 

Allerdings operieren in Deutschland auch ausländische Banken, die über keine deutsche Tochtergesellschaft verfügen. Bei diesen Anbietern greift die gesetzliche Einlagensicherung nicht. Dies gilt vor allem für Anbieter, die aus dem EU-Ausland kommen.

Solche Anbieter sollte man vor einer potenziellen Geldanlage genauestens auf Seriosität und Liquidität überprüfen, um nicht Gefahr zu laufen, sein gesamtes Kapital zu verlieren.

Wie real diese Gefahr ist, hat die Pleite der isländischen Kaupthing-Bank gezeigt. Diese hatte viele deutsche Anleger mit sehr hohen Tagesgeldzinsen gelockt, ein Konto bei ihr zu eröffnen. Nach der Pleite waren die deutschen Spareinlagen lange Zeit eingefroren und wurden erst mit großer Verzögerung zurückgezahlt.

Eine genaue Prüfung ist daher im Sinne des Anlegers absolut angebracht.

Kurzfristige Geldanlagen können Inflationsverlust nicht kompensieren

Kurzfristige Geldanlagen bieten dem Anleger Schutz vor dem Verlust seines Kapitals, allerdings nicht unbegrenzt.

Denn der unsichtbare Feind des Tages- bzw. Festgeldanlegers ist die Inflation. Was nützt eine Rendite von 2%, wenn die reale Inflationsrate bei  5% liegt? In diesem Fall macht der Anleger selbst mit dieser relativ sicheren Anlage Verlust.

In unsicheren Börsenzeiten kann es dennoch sinnvoll sein, diesen Verlust zu akzeptieren, da die Verluste durch Aktienanlagen noch viel größer wären.

Allerdings muss der Anleger immer abwägen, ob es nicht renditeträchtiger sein könnte, in sehr günstig bewertete Unternehmen an der Börse zu investieren als sein Erspartes dem Inflationsrisiko auszusetzen.

Lesen Sie dazu auch: Anlage-Strategie: Aktien schlagen Anleihen und Festgeld immer

17. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ludwig Buhmann
Von: Ludwig Buhmann. Über den Autor

Ludwig Buhmann analysiert für die GeVestor-Leser politische Entwicklungen rund um den Globus.