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Langfriststrategien für die Vorsorge: Von GD200 bis MACD

Sie können die herkömmlichen Strategien des Index Investing einfach optimieren. Dafür bieten sich sogenannte „Langfriststrategien“ an, die in großen Medien gelegentlich erwähnt werden, aber ansonsten in der Versenkung verschwinden.

Holen Sie sie aus der Versenkung. Denn diese Strategien bringen erst den nötigen Pfeffer in Ihre Index-Investitionen.

GD200: Der gleitende Durchschnitt entscheidet

Der GD200 ist der gleitende Kursdurchschnitt aus den vergangenen 200 Kurstagen. Dabei geht es darum, die 200 jüngsten Kurse aufzusummieren und dann durch 200 zu teilen. Am nächsten Tag fällt der älteste Kurs hinten runter, während der neue Kurs den Durchschnitt etwas verändert.

Daraus bildet sich ein „einfacher“ gleitender Durchschnitt. Einfach bedeutet, dass die Kurse nicht nach Alter gewichtet werden, wie es andere gleitende Durchschnittsbetrachtungen machen.

Der GD200 ist dann das entscheidende Kriterium dafür, ob ein Kurs im Ab- oder Aufwärtstrend ist. Sobald die Kurse von unten nach oben den GD200 überkreuzen, wechselt der Kurs in den Aufwärtstrend. Fallen die Kurse von oben nach unten unter den GD200, wechselt der Kurs in den Abwärtstrend.

Je nach Auf- oder Abwärtstrend kaufen Sie Wertpapiere, die von steigenden Kursen profitieren oder Wertpapiere, die von fallenden Kursen profitieren. Hier kaufen Sie Long-ETFs auf den Dax, wenn ein Aufwärtstrend vorliegt und investieren gar nicht, wenn der Dax im Abwärtstrend verläuft.


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Ein- und Ausstieg: Investieren Sie, wenn der Dax am Ende eines Handelstages über dem GD200 abschließt. Verkaufen Sie, wenn der Dax am Ende eines Handelstages unter dem GD200 abschließt – und investieren Sie das Geld in ein Tagesgeldkonto.

Sell in Summer: Ankauf im Herbst

Die Sell-in-Summer-Strategie basiert auf zyklischen Betrachtungen, also auf der Auswertung von Zeitreihen. Dabei treten oft Muster auf, nach denen sich eine zyklische Strategie richtet.

Die „Sell-in-Summer-Strategie“ nutzt dabei den Umstand, dass viele Großinvestoren im August und September – auch aufgrund von Ferienzeiten – ihre Investments beenden und investiert erst am dem 1. Oktober eines Jahres. Alle Papiere werden dann am 31. Juli wieder verkauft.

Ein- und Ausstieg: Investieren Sie am 1. Oktober, Verkaufen Sie am 31. Juli. Dabei gelten keine Stop-Loss-Marken.

Flop-Top: Mithilfe der Börsenpsychologie

Die Flop-Top-Strategie setzt anders als die beiden Erstgenannten auf einzelne Aktien statt auf den Index. Dabei orientieren sich die Investoren an den zurückliegenden Anlageergebnissen, die wiederum zu einer mechanischen Handelsstrategie führen.

Grundlage der Idee ist, dass die „Flops“ eines zurückliegenden Anlagezeitraums auch wieder erholen werden und die „Tops“ dazu neigen, wieder zu fallen. Dies ist über einen langen Zeitraum nachvollziehbar, kurzfristig gibt es allerdings auch gegenteilige Auffassungen.

Dabei kaufen Sie zunächst die Dax-Aktien, die im zurückliegenden Halbjahr am stärksten verloren haben. Anschließend werden im zweiten Halbjahr die Titel gekauft, die im ersten Halbjahr Sieger-Aktien waren. Die Überlegung orientiert sich an der Börsenpsychologie.

Im ersten Halbjahr haben Fondsinvestoren wieder Geld und könnenohne naheliegende Prüfungen investieren. Dann wählen sie vor allem Werte, die zurückgeblieben sind, aber noch einigeRisiken aufweisen können.

Im zweiten Halbjahr befürchten die Fondsmanager dann wieder betriebsinterne Revisionen, also Kontrollen ihrer Tätigkeiten. Schon flüchten sie sich in genau die Werte, die am Markt ohnehin schon sehr gut gelaufen sind. So werden sie zumindest nicht haftbar gemacht, wenn die Kurse rutschen: Sie investieren ja in die Marktsieger.

Ein- und Ausstieg: Investieren am 1. Januar in die 5 Aktien, die im Halbjahr zuvor die schlechteste Performance aufweisen, Verkaufen Sie am 30.6. und steigen Sie in die 5 Aktien ein, die im ersten Halbjahr die beste Performance brachten.

MACD: Überkreuzen ist Trumpf

Die MACD-Strategie zählt zu den technischen Signalgebern (Indikatoren). Dabei heißt diese Abkürzung ausgeschrieben: Moving Average Convergence/Divergence beziehungsweise Durchschnittliche Bewegung des gleitenden Durchschnitts – relativ frei übersetzt.

Grundlage sind zwei „expontiell“ gleitende Durchschnittszahlen, ähnlich dem oben beschriebenen einfachen gleitenden Durchschnitt im Rahmen der GD200-Strategie. Dabei werden die gleitenden Durchschnitte voneinander abgezogen (schnell ./. langsam). Dieser MACD selbst wird in einen gleitenden Durchschnitt umgewandelt und bildet dann ein Signal. Damit entstehen zwei Werte: Der MACD und die Signallinie.

Wenn der „MACD“ einen positiven Wert annimmt, dann befindet sich der Markt im Aufwärtstrend, bei einem negativen Wert hingegen im Abwärtstrend. Wenn nun der MACD die Signallinie von unten nach oben kreuzt, dann ist der MACD größer als sein eigener gleitender Durchschnitt. Dies gilt als Kaufsignal. Umgekehrt lässt sich natürlich auch ein Verkaufssignal konstruieren.

Ein- und Ausstieg: Investieren Sie, wenn der MACD seine eigene Siganallinie von unten nach oben überkreuzt. Verkaufen Sie, wenn der MACD unter die Signallinie fällt, dann brauchen Sie nicht mehr zu investieren.

25. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jan Krengel. Über den Autor

Bereits als Teenager faszinierte Jan Krengel das Thema Börse – schließlich versprach einem der Neue Markt schnellen Reichtum. Da er schnell begriff, dass es Vermögen nicht ohne Fleiß und Disziplin gibt, begann der heranwachsende Börsenstar ettliche Fachliteratur zu studieren und ging auch beruflich den klassischen Weg.