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Kreditkarten: Der Schuldenfalle geschickt entkommen – so geht’s

Kreditkarten sind klein, praktisch und ungeheuer bequem.

Ob Flug-, Mietwagen- oder Hotel-Buchung, ob Online-Kauf oder Einkaufsbummel: Mit den kleinen Plastikkärtchen lässt sich schnell und problemlos bezahlen.

Und die Akzeptanz dieser Karten ist weltweit viel größer als bei den sogenannten Girocards (EC-Karten).

Aber aufgepasst: Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte!

Wenn Ihr Kartenanbieter bei Ihnen anruft und Sie von den angeblichen Vorteilen einer Kreditkarte mit Teilzahlungs-Funktion überzeugen will, sollten Sie auf jeden Fall ablehnen!

Denn das wäre der 1. Schritt in eine fatale Schulden-Spirale…

Charge Cards sind in Ordnung …

In aller Regel bekommen Sie in Deutschland allerdings vergleichsweise harmlose Kreditkarten angeboten.

Verbreitet sind die sogenannten Charge Cards (übersetzt: „Belastungskarten“).

Wenn Sie mit Karte zahlen, wird Ihr Konto am Monatsende mit dem Zahlungsbetrag belastet; daher der Name.

Charge Cards gewähren Ihnen also einen Kredit bis zum Monatsende. Das kostet Sie nichts, denn die Überziehungs-Zinsen sind in den Gebühren inbegriffen, die Sie für die Kreditkarte meist zahlen müssen.


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Und auch die Händler müssen für jede Zahlung einen bestimmten Prozentsatz vom Umsatz an den Kartenanbieter abtreten. – So weit, so gut…

… Revolving Cards aber sind eine tickende Schulden-Zeitbombe

Aber stellen Sie sich vor, Sie bekommen einen Anruf von Ihrem Kartenanbieter.

Sein Angebot: „Stellen Sie Ihre Kreditkarte doch einfach auf Teilzahlungs-Funktion um!“ Die angeblichen Vorteile, die Ihnen das bringen soll, hat er dann auch gleich parat:

„Mit einer solchen Kreditkarte (auch Revolving Credit Card genannt) genießen Sie größere Zahlungs-Freiheit:

Sie zahlen einen einmal in Anspruch genommenen Kredit in Raten zurück und können einen Kreditrahmen ausschöpfen, der Ihnen Monat für Monat aufs Neue zur Verfügung steht.“

Das klingt doch super, oder!? – In Wirklichkeit sind solche Kreditkarten der sichere Weg in die Schuldenfalle:

Sie brauchen zwar Ihre Kreditkarten-Schulden nicht am Monatsende zu begleichen. Denn mit einer Mini-Zahlung steht Ihnen bereits der volle Kreditrahmen für den nächsten Monat aufs Neue zur Verfügung.

Aber genau dadurch türmen sich in kürzester Zeit die Schulden in immensen Höhen auf.

Die Mini-Zahlung deckt meist nur die Sollzinsen für den zurückliegenden Monat. Sie tilgt aber den bestehenden Kredit allenfalls zu einem minimalen Anteil.

Das heißt: Der Kredit bleibt (größtenteils) stehen.

Und als Nutzer dürfen Sie neue Schulden machen. Permanent wird Ihnen vorgegaukelt, Sie hätten noch jede Menge finanziellen Spielraum für teure Anschaffungen.

Dabei baut die Karten-Gesellschaft zunächst keinerlei Druck auf, den Kredit abzuzahlen – bewusst nicht, denn sie verdient gut daran:

18 bis 24% Sollzinsen pro Jahr sind durchaus üblich. Und auch dadurch wächst der Schuldenberg für den Nutzer.

Tipp: Barzahlung für mehr Disziplin

Mein Rat: Lassen Sie die Finger von Kreditkarten mit Teilzahlungs-Funktion (Revolving Credit Cards – „Revolving“ deshalb, weil sich der Kreditrahmen laufend erneuert und damit „umläuft“).

An solchen Karten verdient nur der Anbieter gut – und das auf Ihre Kosten!

Weniger gefährlich sind normale Charge Cards. Aber auch hier heißt es: Aufgepasst! Da die Zahlungs-Beträge erst am Monatsende abgebucht werden, verlieren Sie leicht den Überblick über Ihre wahre finanzielle Situation.

Besser ist der Einsatz der EC-Karte: Hier wird jede Zahlung binnen 1 bis 3 Tagen abgebucht. Sie können dann an Ihrem Kontostand ablesen, wie viele Geldreserven Sie für den laufenden Monat noch haben.

Am wärmsten empfehle ich Ihnen allerdings die Barzahlung, wo immer sie möglich ist.

Denn es ist psychologisch längst erwiesen: Wer für einen teuren Einkauf die Banknoten einzeln auf den Ladentisch blättern muss, der überlegt sich genau, ob er das Geld auch wirklich ausgeben will.

24. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.