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Lebensversicherung: Rentenzahlung oder Einmalzahlung?

Die Lebensversicherung ist des Deutschen liebstes Kind was die Altersvorsorge betrifft. Laut Bundesamt für Statistik war Deutschland im Jahr 2006 mit 611 Milliarden € Gesamtinvestition die führende Nation im europäischen Vergleich.

Scheinbar hat auch die jahrzehntelange Diskussion rund um das Thema Altersvorsorge gefruchtet. Eine grafische Darstellung des statistischen Bundesamtes zeigt die deutliche Zunahme der Rentenversicherung im Gegensatz zu der Kapitalversicherung.

Dennoch sehen sich die Sparer zur Fälligkeit der Lebensversicherung einem Problem gegenüber gestellt: Ist eine Einmalzahlung oder die Rentenzahlung der richtige Weg?

Lebensversicherung: Rentenzahlung wird durch persönliche Lebenssituation entschieden

Bei der Frage der Fälligkeit der Lebensversicherung ist nicht etwa der Bankberater der beste Ratgeber, sondern der Versicherungsnehmer selbst. Die eigene Lebenssituation und Zukunftsplanung entscheiden über die Verwendung des Kapitals – auch wenn es darüber hinaus sicherlich noch weitere Faktoren gibt.

Eine typische Entscheidungssituation ergibt sich bei Versicherten, die Wohneigentum besitzen und vor der Auszahlung ihrer Lebensversicherung stehen.

Bei Renovierungsbedarf, Umbaumaßnahmen oder barrierefreier Planung der eigenen vier Wände kann eine Einmalzahlung sehr nützlich sein, um sich nicht mit Krediten zu belasten. Somit wäre das Geld in diesem Fall für die eigene Planung und Zukunftssicherung vernünftig investiert worden.

Eine regelmäßige Auszahlung des Kapitals wäre sonst nur für die Tilgung des Kredites genutzt worden.  Dieses Szenario ist auch ein gutes Beispiel für eine familienfürsorgliche Nutzung des Kapitals.

Wenn Kinder vorhanden sind, ist die Investition in die Immobilie auch für den Nachwuchs eine Art Vorsorge, da Renovierungsmaßnahmen den Wert der Immobilie erhalten und mitunter sogar steigen lassen.

Steuerliche Behandlung einer fälligen Lebensversicherung

Hierbei muss deutlich zwischen Alt- und Neuverträgen unterschieden werden. Neuverträge sind alle Versicherungsverträge ab dem 01. Januar 2005. Diese Lebensversicherungen werden zum Auszahlungszeitpunkt voll besteuert.

Von der Gesamtsumme werden die eingezahlten Beiträge abgezogen, woraus sich der zu versteuernde Anteil ergibt. Läuft der Vertrag hingegen länger als 12 Jahre und wird mit dem vollendeten 62. Lebensjahr verfügt, so wird nur die Hälfte der Erträge versteuert. Dies gilt sowohl für die Verrentung als auch für die Einmalzahlung. Bei einer Risikoversicherung entfällt jegliche Steuerbelastung.

Altverträge genießen Steuerfreiheit

Für Altverträge gibt es noch eine komplette Steuerfreiheit. Hierzu musste der Vertrag vor dem 31.12.2004 abgeschlossen und bis zum 31.03.2005 die erste Rate gezahlt worden sein.

Da man sich im Rentenalter normalerweise in einer niedrigeren Steuer-Progressionsstufe befindet, als während seiner beruflichen Zeit, ist die steuerliche Belastung geringer. Dies sollte jedoch im Vorfeld mit dem Steuerberater geprüft werden.

20. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.