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Leerstand bei Wohnungen nutzen – eine mögliche Lösung für Flüchtlinge

Das Thema Wohnraum für Flüchtlinge sorgt schon seit einigen Monaten für rege Diskussionen. Bislang gehen die offiziellen Prognosen davon aus, dass pro Jahr deutlich mehr neue Wohnungen geschaffen werden müssen, um den Flüchtlingsstrom tatsächlich auch in Wohnungen unterbringen zu können.

Doch die Aussagen der Marktexperten von Empirica geben ein komplett anderes Bild wieder.

Empirica – das steckt hinter dem Unternehmen

Bei Empirica handelt es sich um ein sozial- und wirtschaftswissenschaftliches Beratungs- und Forschungsunternehmen. Ein Teil des Unternehmens beschäftigt sich insbesondere mit der Verarbeitung, Analyse und Bereit­stellung von Immobilien­markt­daten und Immobilieninformationssystemen.


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Harald Simons von Empirica erklärte jetzt, dass ein Großteil der Flüchtlinge in Bestandsimmobilien unterzubringen sind. Es fehlt nur an der passenden Koordination bei der Unterbringung. So gibt es derzeit nach Angaben des Empirica Experten 1,6 Millionen leerstehende Wohnungen in Deutschland. Vor allen Dingen in ländlichen Gegenden kann ein Wohnungsüberhang festgestellt werden.

Wohnungsüberhang auf dem Land – wird es ein Wohnortzuweisungsgesetz geben?

Um allerdings hier eine effiziente Aufteilung zu gewährleisten, fehlt noch die gesetzliche Grundlage. Daher setzt sich der Immobilienexperte ganz klar für einen neuen gesetzlichen Rahmen ein: „Ich hoffe auf das Wohnortzuweisungsgesetz.“

Diese Forderung besteht schon und wird vom Deutschen Städtetag sowie weiteren Verbänden der Immobilienwirtschaft unterstützt. Dahinter steht die Idee, Asylbewerber die das Anerkennungsverfahren positiv abgeschlossen haben, eine zeitlich begrenzte Residenzpflicht aufzuerlegen. In diesem Fall könnten die anerkannten Asylbewerber exakt in den Regionen angesiedelt werden, in denen ein Wohnungsüberhang besteht.

So könnte viel Geld beim Bau von neuem Wohnraum eingespart werden

Dadurch könnten große Investitionssummen in den sozialen Wohnungsbau gespart werden, da die Ayslbewerber so auf die leerstehenden Wohnungen verteilt werden können. Es ist leicht nachvollziehbar, dass es deutlich billiger ist, bestehenden Wohnraum günstig zu vermieten als erst neuen Wohnraum zu schaffen.

Ein wichtiger Aspekt wird in der aktuellen Diskussion auch häufig nicht wirklich beachtet. Frühere Phasen mit starkem Zuzug haben auf jeden Fall auch gezeigt, dass viele anerkannte Asylbewerber gar nicht langfristig in Deutschland bleiben. So sind nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien nur 35 – 40 % der damals Geflüchteten langfristig in Deutschland geblieben.

Fazit: gesetzliche Grundlagen müssen erst geschaffen werden

Solange allerdings die gesetzlichen Grundlagen noch nicht bestehen, bleibt die Lage in Deutschland unübersichtlich. Das heißt für die Praxis: Viele Asylbewerber werden regional eben nicht dorthin verteilt, wo genügend Wohnraum zur Verfügung steht.

Gerade in den Großstädten führt das jetzt schon zu massiven Problemen bei der Unterbringung der Flüchtlinge, die sich wohl noch weiter ausweiten werden. Mit einem Wohnortzuweisungsgesetz könnte dieses Problem gelöst werden.

15. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.