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Leerverkäufe – auch für Privatanleger interessant?

Leerverkäufe sind vielen seit der Pleite der Investmentbank Lehmann Brothers ein Begriff.

In der öffentlichen und politischen Debatte werden sie von Kritikern als ein Auslöser für die Finanz- und Wirtschaftskrise gesehen.

Mehr dazu: „Führen Leerverkäufe zu Finanzkrisen?“

Doch sind Leerverkäufe wirklich so schlecht wie ihr Ruf?

Wie Leerverkäufe überhaupt funktionieren, welche Gefahren damit verbunden sind und ob Leerverkäufe auch für Privatanleger ein lohnendes Investment sein können.

Leerverkäufe – eine kurze Definition

Ein Leerverkauf (auch „short sale“) ist der Verkauf eines bestimmten Wertpapiers (z.B. einer Aktie), über das der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt noch nicht verfügt.

Fällt der Preis des Wertpapiers in der Zeit zwischen Leerverkauf und Lieferung, kann der Anleger das Wertpapier günstiger zurückkaufen und erzielt einen Gewinn. Steigt der Preis, hat der Anleger einen Verlust zu verzeichnen.


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Mehr dazu: „Leerverkäufe: Definition eines Börsenmonsters“

Diese Risiken sind mit Leerverkäufen verbunden

Zwar lassen sich mit Leerverkäufen hohe Gewinne erzielen, allerdings sind sie zugleich auch vergleichsweise spekulativ und risikoreich.

Zumindest theoretisch steht der begrenzten Gewinnmarge (der Preis des Wertpapiers zum Verkaufszeitpunkt, denn tiefer als 0 kann der Preis nicht sinken) ein unbegrenztes Verlustrisiko (bei unerwarteten Kursexplosionen eines Wertpapiers) gegenüber.

Ein sehr hohes Verlustrisiko droht dem Leerverkäufer dann, wenn es zu einem sogenannten „short squeeze“ kommt.

Ein „short squeeze“ kann dann entstehen, wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig ein bestimmtes Wertpapier leer verkaufen und es bis zur Lieferung zu einer weiteren Verknappung des Wertpapiers kommt.

Um ihren Lieferverpflichtungen nachkommen zu können, sind Leerverkäufer dazu gezwungen, sich das Wertpapier zu stark gestiegenen Preisen zu beschaffen.

Können auch Privatanleger Wertpapiere leer verkaufen?

Privatanleger haben erst seit kurzer Zeit die Möglichkeit, Wertpapiere leer zu verkaufen. Im Jahr 2006 entschlossen sich einige größere Onlinebanken, Leerverkäufe auch für Privatanleger anzubieten.

Um das Risiko zu minimieren, sind Leerverkäufen von Privatanlegern nicht nur enge gesetzliche Grenzen gesetzt – so muss der Leerverkauf sowie der Rückkauf des Wertpapiers innerhalb eines Börsentages abgewickelt werden, ungedeckte Leerverkäufe sind ganz verboten –, sondern auch die Onlinebanken selbst treffen Schutzmaßnahmen:

Um sicherzustellen, dass nur erfahrene Anleger mit Leerverkäufen spekulieren, verlangt beispielsweise der Onlinebroker Consors von seinen Kunden ein Depot von 50.000 Euro und mindestens 100 Transaktionen.

Die sino AG knüpft ihr Angebot zwar nicht an spezielle Auflagen, behält sich jedoch vor, das Konto aufzulösen.

Sind Leerverkäufe für Privatanleger ein lohnendes Investment?

Auch für Privatanleger können Leerverkäufe eine sehr rentable Anlagestrategie sein, die jedoch mit einem vergleichsweise großen Risiko verbunden ist.

Mehr dazu: „Leerverkäufe: Privatanleger“

Aus diesem Grund sollten nur die Privatanleger Leerverkäufe tätigen, die über entsprechendes Fachwissen und ausreichend Erfahrung im Handel mit Wertpapieren verfügen.

Mehr zum Thema: Ungedeckte Leerverkäufe: Wissenswertes im Überblick

26. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.