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Leerverkäufe: Privatanleger

Schon in zahlreichen Beiträgen haben wir über die Besonderheiten sowie die speziellen Vor- und Nachteile von Leerverkäufen informiert.

Mehr dazu: Leerverkäufe: Definition eines Börsenmonsters

Doch in all diesen Artikeln ging es stets um die Geschäfte von Großinvestoren. Doch wie sieht es eigentlich mit Leerverkäufen für Privatanleger aus?

Leerverkäufe für Privatanleger kaum möglich

Zumindest in Deutschland ist der Markt beziehungsweise die Investmentmöglichkeit für Privatanleger in Leerverkäufe so gut wie nicht vorhanden.

Dies liegt nicht einmal so sehr am enormen Risiko, das mit Leerverkäufen verbunden ist.

Das Problem besteht vielmehr im verschwindend geringen Angebot entsprechender Banken, ihren Privatkunden solche Geschäfte zu ermöglichen.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bietet weder die Hypovereinsbank, noch die Deutsche Bank, die Commerzbank oder die Direktanlagebank diese Geschäftsoption an.


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Die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber oftmals wird die geringe Nachfrage oder die rechtlich zu komplexe Situation angeführt.

Nur wenige Angebote für Privatanleger

Tatsächlich bleiben dem Bericht zufolge nur zwei Institute übrig, die ihren Kunden das Geschäft mit Leerverkäufen ermöglichen, nämlich Consors und die sino AG.

Beide Finanzeinrichtungen belegen diese Geschäftsform aber mit zusätzlichen Richtlinien und erschweren somit den Zugang dazu. Eine der Einschränkungen betrifft den Kundenstamm.

Um in Leerverkäufe einsteigen zu können, muss man bei Consors zumindest zum oberen Bereich der Privatanleger gehören.

Aus diesem Grund hat die Bank folgende Regel erlassen: Leerverkäufe stehen nur Kunden zur Verfügung, die ein Depot im Wert von mindestens 50.000 Euro besitzen und die darüber hinaus ein Minimum von 100 Wertpapieren im Jahr bewegen.

Und auch bei der sino AG behält man wohl die Kunden im Auge, die als Privatanleger Leerverkäufe tätigen möchten.

Grundsätzlich ist diese Geschäftsoption dort jedem zugänglich, aber die Bank behält sich das Recht vor, jederzeit eine Kontoverbindung zu stornieren.

Strenge Regelungen für Leerverkäufe

Weiterhin gelten folgende Bestimmungen für den Handel mit Leerverkäufen als Privatanleger:

Ungedeckte Leerverkäufe sind grundsätzlich verboten, egal ob es sich um Aktien handelt, oder um Schuldtitel, die von europäischen Staaten herausgegeben werden.

Als ungedeckter Leerverkauf ist eine Transaktion dann definiert, wenn der Verkäufer am Ende des Geschäftstages nicht Eigentümer aller verkauften Wertpapiere ist und auch keinen rechtlichen Anspruch auf Übereignung der entsprechenden Anzahl von Wertpapieren gleicher Gattung besitzt.

Ausnahmen von dieser Regelung sind die Aktien von ausländischen Unternehmen. Diese dürfen aber nicht ausschließlich bei einer inländischen Bank zum Handel zugelassen sein.

Wie Sie sehen ist es gar nicht so einfach als Privatanleger in Deutschland Geld mit Leerverkäufen zu verdienen.

Angesichts des hohen Risikos und der schwankenden Rechtslage sollte man sich eine solche Geschäftspraktik zur langfristigen Renditeerwirtschaftung aber auch genauestens überlegen.

Mehr zum Thema: Leerverkäufe: Beispiel

11. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.