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Leerverkäufe und Hebelwirkung – Ein gefährliches Paar

Für Leerverkäufe ist es ist in der Praxis nicht einmal erforderlich, über viel eigenes Kapital zu verfügen.

Man leiht sich die erforderlichen Aktien und gibt sie nach Abschluss des Geschäfts einige Tage später zurück.

Mehr dazu: Leerverkäufe und wie sie funktionieren

Leerverkäufe: Hebelwirkung an einem Beispiel

Ein Beispiel: Der Leerverkäufer Herr Blank spekuliert auf den Kursverlust der Deutschen Post und möchte 500 Aktien „leer“ verkaufen.

Der aktuelle Kurs der Aktie steht bei 50 Euro. Herr Blank leiht sich die Aktien von seiner Bank und zahlt dafür eine Leihgebühr von beispielsweise 500 Euro.

Diese Summe ist sein tatsächlicher Aufwand bzw. sein eingesetztes Kapital. Innerhalb eines Tages fällt der Wert der Deutschen Post Aktie auf 45 Euro.

Nun kauft Herr Blank die Aktien zu je 45 Euro am Markt zurück und gibt sie an seine Bank zurück. Die Differenz von 5 Euro pro Aktie streicht er selbst ein.


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Der Gewinn beträgt 2.500 Euro.

Herr Blank erzielte mit seinem eingesetzten Kapital von 500 Euro einen Gewinn von 2.500 Euro (abzüglich Transaktions- und Finanzierungskosten).

Mehr dazu: Leerverkäufe: Diese Kosten können entstehen

Das ist das Fünffache des eingesetzten Kapitals. Deshalb wird bei Leerverkäufen von einer Hebelwirkung gesprochen.

Vorsicht ist geboten – Der Hebel hat auch negative Konsequenzen

Dem hohen Gewinn mit wenig eigenem Einsatzkapital steht allerdings auch ein erhebliches Risiko gegenüber.

Denn wenn der Kurs entgegen den Erwartungen des Spekulanten nicht fällt sondern steigt, muss er die Aktien teurer zurückkaufen.

Dies kann vor allem dann zu einem Problem werden, wenn nicht genügen Kapital im Hintergrund vorhanden ist um die Aktien zurück zu erwerben.

Damit man als Privatanleger nicht in diese Situation kommt, ist es nahezu unmöglich, ohne genügen Sicherheiten und Kenntnisse der Thematik Leerverkäufe zu tätigen.

Mehr dazu: Wer kann Leerverkäufe machen – ein Überblick

Gefahren und Risiken bestehen auch bei dem Versuch, die Aktien wieder zurückzukaufen, um das Geschäft glatt zu stellen:

Wenn zum Zeitpunkt der Lieferung eine Knappheit an benötigten Wertpapieren auftritt, muss der Leerverkäufer die Wertpapiere unter Umständen teurer zurückkaufen.

Leerverkäufe in der Kritik

Leerverkäufe sind vor allem deswegen ein umstrittenes Instrument, weil Spekulanten in einer krisenhaften Situation die Abwärtsbewegung an den Börsen zusätzlich anheizen.

Denn durch Leerverkäufe treiben sie die Kurse immer weiter nach unten und schädigen so Aktionäre, die entweder zu niedrigen Kursen verkaufen oder zusehen müssen, wie ihr Vermögen zusammenschmilzt.

Außerdem spiegelt diese Handelsmethodik in keinster Weise den realen Gegenwert des Unternehmens wider.

Wegen des hohen Risikos ist es aber ohnehin nur sehr erfahrenen Anlegern zu empfehlen, Leerverkäufe zu tätigen.

4. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.