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Leerverkäufe und ihre Gefahr: Wie gefährlich sind diese wirklich?

Seitens der Politik wird dem Instrument des Leerverkaufs eine Mitverantwortung an der Verschärfung der Schuldenkrise in Europa zugeschoben.

Es stellt sich jedoch die Frage, was genau eigentlich Leerverkäufe sind und wie diese funktionieren?

Ganz allgemein gesprochen handelt es sich bei einem Leerverkauf um den Verkauf einer Sache, die dem Verkäufer (noch) gar nicht gehört.

Wir beschränken uns auf die Leerverkäufe von Aktien, auch wenn Leerverkäufe im Grunde genommen auf jedes Gut mit Preisbildung angewandt werden könnten.

Das Prinzip der Leerverkäufe anhand eines Beispiels

Am einfachsten und anschaulichsten lässt sich das Prinzip des Leerverkaufs mit Hilfe eines Beispiels erklären.

Angenommen Anleger Schneider möchte 100 Aktien der XY AG zu 10 Euro pro Stück verkaufen, da er davon überzeugt ist, dass die Aktien überwertet sind und daher in der Zukunft fallen werden.

Herr Schneider besitzt allerdings keine einzige Aktie der XY AG. Er möchte die Aktie also leer verkaufen.


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Damit Herr Schneider dies machen kann, muss er einen Handelspartner finden, welcher bereit ist, die Gegenposition einzugehen, also die verkauften Aktien entgegenzunehmen.

Nach einer bestimmten Zeit muss ein Leerverkauf immer glattgestellt werden. Das heißt die verkauften Aktien müssen später gekauft werden.

Fällt der Kurs der Aktien beispielsweise wie erwartet auf 8 Euro, kann Herr Schneider die Aktien, die er vorher für 1.000 Euro verkauft hat, für 800 Euro kaufen.

Somit kann er einen Gewinn von 200 Euro realisieren.

Falls die Aktie hingegen auf 12 Euro steigt, muss Herr Schneider für den Kauf der Aktien 1.200 Euro aufbringen und somit einen Verlust von 200 Euro verkraften.

An dieser Stelle wird das Risiko und die große Gefahr bei Leerverkäufen sehr deutlich.

Bei einem normalen Kauf der Aktie der XY AG zu 10 Euro das Stück, könnte Herr Schneider maximal seinen Einsatz von 10 Euro je Aktien verlieren, wenn die Aktien auf 0 Euro sinken würde.

Bei einem Leerverkauf könnte Herr Schneider maximal 10 Euro gewinnen und unendlich viel verlieren, weil Aktien theoretisch ins Unendliche steigen können.

Mehr zum Thema: Leerverkaufskriterien: Auf einen Blick

Risiko und Gefahr der Leerverkäufe

Anhand des genannten Beispiels wird deutlich, dass Leerverkäufe zu den besonders riskanten Geschäften auf dem Börsenparkett gehören.

Leerverkäufe können die Aktienkurse mächtig ins Rutschen bringen und es wird problematisch, wenn der Markt von den Leerverkäufen überreizt ist.

Denn dann kann der Aktienkurs allein dadurch sinken.

Falls dann jedoch weitere Aktionäre das Vertrauen in ihr Papier verlieren und verkaufen, wird der erhoffte Kursverfall dadurch oft erst ausgelöst und dies geschieht zum Schaden von traditionellen Investoren.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Beitrag „Leerverkäufe: Definition eines Börsenmonsters“.

Mehr zum Thema: Leerverkäufe: Beispiel

28. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.