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Leerverkäufe und wie sie funktionieren – ein Beispiel

„Maximaler Gewinn“. Ganz klar, das ist das Ziel vieler Anleger.

Der Leerverkauf bietet dafür den großen Hebel. Doch theoretisch kann auch der Verlust ins Unendliche steigen. Denn: Leerverkäufe sind ein riskantes Geschäft.

Value Investing Börsenbegriffe: Leerverkäufe

In den Finanznachrichten taucht der Begriff immer öfter auf: „Leerverkauf“, an vielen Finanzmärkten auch Short Selling genannt.

Beim Leerverkauf erwartet der Verkäufer einen Kursverfall des Wertpapiers, zum Beispiel der Aktie.

Die Strategie lautet wie folgt: Ein Investor leiht sich Aktien, verkauft diese auf aktuellem Kursniveau, und kauft die Aktien nach dem erwarteten Kursverfall billiger zurück. Der Gewinn beim Leerverkauf besteht aus der Differenz zwischen Verkaufserlös und Kaufkosten.


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Leerverkäufe: Verleiher streicht Gebühr ein

Beim Leerverkauf leiht sich der Leerverkäufer die Aktien gegen eine vorgegebene Gebühr, entweder von einer Bank, einem Broker, oder einem Fonds.

Der Trick beim Leerverkauf ist: Der Leerverkäufer leiht sich die Aktie, um sie später wieder zurückzugeben.

Fonds und Broker verleihen einen Teil ihrer Wertpapierbestände, um Zusatzgewinn mit der Leihgebühr zu machen.

Wie Leerverkäufe funktionieren

Der Verkäufer verkauft beim Leerverkauf die Aktien über die Börse. Fällt der Kurs wie erwartet, kann der Verkäufer die Aktien billiger zurückkaufen.

Der Gewinn beim Leerverkauf beträgt dann: Die Spanne zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis abzüglich der Leihgebühr.

Wenn der Aktienkurs aber wider Erwarten steigt – dann macht der Leerverkäufer Verlust. Er muß die Aktie zum höheren Kurs zurückkaufen. Und dem Verleiher termingerecht zurückgeben.

Leerverkäufe: Ein Beispiel, drei Szenarien

Die Aktien der Beispiel-AG werden an der Börse zu 100,– EUR gehandelt. Ein Verleiher verleiht an den Leerverkäufer 1.000 Aktien. Die Gebühr hierfür beträgt  fünf Prozent.

Der Leerverkäufer zahlt demnach 5.000,– EUR Gebühr an den Verleiher. Und verkauft die Aktien sofort an der Börse. Seine Hoffnung: Fallende Kurse. Beim Leerverkauf gibt es jedoch drei mögliche Szenarien.

Leerverkauf-Szenario Eins: Der Aktienkurs fällt auf 90,– EUR. Der Leerverkäufer kauft die Aktien zu 90.000,– EUR zurück. Dann: Rückgabe der geliehenen Aktien an den Verleiher. Gewinn nach Abzug der Leihgebühr: 5.000,– EUR oder Hundert Prozent.

Leerverkauf-Szenario Zwei: Der Kurs der Aktie steht am Rückgabetag wieder bei 100,– EUR. Kursgewinn gleich Null. Die Leihgebühr wird dennoch fällig. Der Verlust aus dem Leerverkauf beträgt: 5.000,– EUR.

Leerverkauf-Szenario Drei: Der Aktienkurs steht am Rückgabetag bei 110,– EUR. Der Leerverkäufer muß nun für 110.000,– EUR die Aktien zurückkaufen, hatte allerdings vorher nur 100.000,– EUR für den Leerverkauf erhalten. Der Verlust beträgt also 10.000,– EUR plus 5.000,– EUR Leihgebühr, ein insgesamt doch recht deutliches Minus in Höhe von 15.000,– Euro.

19. April 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.