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Leerverkäufe: Sinn und Gefahren

Der Begriff “Leerverkauf” bedeutet nichts anderes als: “Verkauf von einem Wertpapier, welches ich nicht besitze”.

An den Börsen ist es möglich, Produkte zu kaufen und zu verkaufen.

In der Regel kauft man ein Wertpapier und verkauft es später wieder, möglichst mit Gewinn.

Wertpapiere/Optionen/Futures werden heutzutage ohne echtes Papier gehandelt. Es sind nur Zahlen in einem elektronischen System.

Da aber ein Geschäft anfangs nur zustande kommt, wenn auch ein Verkäufer Ihnen das Wertpapier verkauft, hat man selbstredend auch einen vollständigen Umsatz, wenn der Verkäufer das Wertpapier garnicht besitzt.

Denn er kann es sich am Markt ja irgendwann besorgen. Bis dahin ist er lediglich im elektronischen System als Verkäufer ohne Deckung registriert. Er hat im Prinzip „leerverkauft“, weil sein Depot leer ist.

Mehr dazu: Leerverkäufe: Definition eines Börsenmonsters

Wozu dienen Leerverkäufe?

Leerverkäufe von Aktien dienen dem Ziel, an fallenden Kursen zu partizipieren. Denn, wenn das betreffende Wertpapier im Kurs fällt, kauft der „Leerverkäufer“ das Papier billiger am Markt zurück und ist so wieder glattgestellt, also ohne Position.


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Im Options- und Futures-Segment sieht die Sache schon anders aus. Man kann beispielsweise einen „Put leerverkaufen“ und partizipiert damit an steigenden Kursen bzw. kann bei fallenden Kursen die Aktie billiger einkaufen. Dieses Risiko wäre ein wenig begrenzt.

Ein „Leerverkauf in Aktien und Calls“ birgt riesige Verlustrisiken! Denn wenn die Kurse steigen, kann der „Leerverkäufer“ große Verluste machen, die sogar den Wert seines Depotkontos überschreiten!

Leerverkäufe sollten nur Profis ausführen.

Beispiel:

Rahmendaten (per 16.02.12  14:38 Uhr)

Verkauf Call Dax Strike 7.200 Laufzeit Dezember 2012 zum Kurs 371,40

Szenario 1: Dax fällt auf 6.750

Da der leerverkaufte Call wertlos ist (Daxkurs unterhalb des Strikepreises des Calls), passiert rein gar nichts. Der Leerverkäufer streicht die anfangs eingenommene Prämie  als Gewinn ein. Er verdient pro Kontrakt 1.857,- Euro (Kontraktgröße 5: 1 Kontrakt umfasst 5 Optionen).

Szenario 2: Dax steigt auf 7.350

Der leerverkaufte Call hat einen Abrechnungswert von:

7.350 – 7.200 = 150,- Euro und somit ist die anfangs eingenommene Prämie von 371,40 Euro mehr als halbiert.

Der Leerverkäufer macht also einen Gewinn von 371,40 – 150,00 = 221,40 pro Option. Bei einer Kontraktgröße von 5 für Daxoptionen macht das einen Gewinn von 1107,- Euro pro leerverkauften Kontrakt.

Szenario 3: Dax steigt auf 8.300

Rechnung: 8.300 – 7.200 = 1.100 Euro

Der leerverkaufte Call hat einen Abrechnungswert von 1.100 Euro. Der „Leerverkäufer“ macht also einen Verlust von 1.100 – 371,40 = 728,20 Euro.

In diesem Fall hat der „Leerverkäufer“ in etwa den dreifachen Betrag verloren, den er eingangs eingenommen hat!

Mehr dazu: Leerverkäufe: Diese Kosten können entstehen

Fazit

Aus diesem Grund sind „Leerverkäufe“, die massiv von Hedgefonds betrieben wurden, seinerzeits teilweise verboten worden. Der Privatanleger sollte diese Art von Geschäften nicht durchführen, wenn er nicht sehr viel Erfahrung und genügend Risikoeinschätzung hat.

Sinn machen diese Verkäufe für den Privatanleger nur bei gedeckten Geschäften. D.h. das betreffende Wertpapier befindet sich im Depot und dann wird ein Call in der gleichen Stückzahl verkauft.

Mehr dazu: Leerverkäufe – auch für Privatanleger interessant?

16. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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