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Leibrente oder Entnahmeplan – diese Möglichkeiten gibt es im Ruhestand

Ist das Rentenalter erreicht, gehören die beruflichen Probleme der Vergangenheit an. Dafür warten neue Herausforderungen, wenn es um die Rente geht. Man muss sich entscheiden, wie man seine Rente ausbezahlt oder angelegt haben möchte. Das kann von vielen Faktoren abhängen.

Leibrente: Wiederkehrend, wenig flexibel

Die Leibrente ist laut Definition eine wiederkehrende Zahlung. Diese Zahlungen laufen bis zu einem bestimmten Ereignis. In der Regel ist das der Tod des Empfängers. Zu diesem Thema existieren widersprüchliche Studien.

Die einen sagen, wer das Risiko scheut, sollte auf jeden Fall sein Vermögen verrenten lassen. Dagegen spricht allerdings, dass man dabei nichts vererben kann. Stirbt man, so werden die Rentenzahlungen eingestellt und die Nachkommen haben nichts davon.

Außerdem kann man auch nicht flexibel auf sein Vermögen zugreifen. Man erhält monatlich immer denselben Betrag. Braucht man einmal etwas mehr, werden keine Ausnahmen gemacht.

Ein weiterer Punkt sind die Kosten der Versicherer. Wer auf lange Rentenzahlungen spekuliert, ist meistens gesund und rechnet damit, die Rente noch einige Jahre zu nutzen. Dadurch kalkulieren die Versicherungen entsprechend und nehmen Sicherheitsabschläge vor. Das eigentliche Rentensystem wird dabei für den Rentennehmer verschlechtert und teurer.

Entnahmeplan: Das Plus an Flexibilität

Hat man mit einer Zusatzrente oder durch Mieteinnahmen seinen Lebensbedarf gedeckt, ergibt der Entnahmeplan im Vergleich zur Leibrente deutlich mehr Sinn. Hierbei hat man alle Flexibilität, die man sich wünscht. Man kann jederzeit über sein Geld verfügen, kann es vererben und entscheiden, wie es angelegt wird.

Denn das ist der Schlüssel beim Entnahmeplan. Man legt sein Rentenkapital in diverse Fonds an und lässt sich regelmäßig etwas davon auszahlen. Oft finden diese Auszahlungen genau wie die Rente monatlich statt – allerdings mit dem Unterschied, dass man auch wieder Geld einzahlen kann, wenn man es momentan nicht benötigt.

Beim Entnahmeplan gibt es zwei Varianten: einen mit und ohne Kapitalverzehr. Hat man ausreichend Kapital zur Verfügung, kann man sich eine zweite Rente selber bauen. Monatliche Auszahlungen erhält man dabei ohne Kapitalverzehr.

Das einzige Risiko beim Entnahmeplan ist eine zu lange Lebenserwartung mit zu wenig Kapital. Entscheidet man sich nämlich für die Variante mit Kapitalverzehr, so wird das Geld zwar verzinst, aber auch aufgebraucht. Irgendwann ist dann nichts mehr übrig, und das kann Probleme verursachen.

Leibrente oder Entnahmeplan: Was lohnt sich mehr?

Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist die eigene finanzielle Situation. Kommt man bereits mit seiner Zusatzrente oder anderen Einnahmen gut über die Runden, dann empfiehlt sich ein Entnahmeplan.

Welche Variante man dabei eher wählen sollte, kann man durch Onlinerechner testen. Dabei erfährt man, wie viel Geld bei welcher Verzinsung monatlich herauskommen kann. Ob man das Kapital verzehrt oder behält, muss man auch entscheiden. Allerdings ist beim Entnahmeplan nichts endgültig. Man kann jederzeit alles abändern oder auch auszahlen lassen.

Die Leibrente empfiehlt sich dagegen für Personen, die von einem regelmäßiges Einkommen abhängig sind. Hierbei muss man sorgfältig prüfen, ob sich ein Entnahmeplan nicht doch lohnt. In jedem Fall ist die Leibrente bei einer finanziell riskanteren Perspektive zu empfehlen, denn hier weiß man, was man hat. Da man bis zum Tod die selben Beiträge bekommt, kann man gut kalkulieren.

Leibrente oder Entnahmeplan – von der persönlichen Situation hängt es ab, welchen Weg man zum Rentenbeginn geht. Natürlich ist der Entnahmeplan angenehmer, weil er mehr Vorteile bietet und flexibler ist. Dazu kann man noch etwas vererben. Wenn alle Stricken reißen und der Entnahmeplan nicht ausreichen sollte, muss man sich für die Leibrente entscheiden.

3. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.