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„Leibrente oder Entnahmeplan?“ ist hier die Frage

Das hat sicher jeder schon einmal gehört oder sogar gedacht: „Wir haben jetzt ein gewisses Alter erreicht. Die Kinder sind selbst alle erwachsen und aus dem Haus und wir brauchen nicht so viel Platz.“ Typische Argumente für den Hausverkauf im Alter.

Wenn Sie dadurch eine größere Summe Geld zur Verfügung haben, gilt es, diese möglichst sinnvoll für die private Rente anzulegen. Doch wie? Leibrente oder Entnahmeplan?

Leibrente auf Lebenszeit

Die Leibrente oder auch Sofortrente ist ein wichtiger Teilbereich der privaten Rentenversicherung. Nach einer Einmalzahlung einer großen Geldsumme erhält der Versicherungsnehmer regelmäßige festgelegte Auszahlungen.

Die Zahlung beginnt entweder gleich nach der Einzahlung oder später ab einem vertraglich vereinbarten Termin. Im Gegensatz zu Zeitrenten ist die Leibrente mit der Lebenszeit des Versicherungsnehmers verknüpft.

Der Bezug endet in der Regel mit dem Tod des Rentenempfängers. Die Beitragszahlung, wie bei der aufgeschobenen Rente, fällt bei der Leibrente weg.

Diese ersetzt die Zahlung eines hohen Einmalbetrags, wie beispielsweise den Erlös eines Hausverkaufs. Eine Kündigung des Rentenvertrages ist nicht möglich – Sie sollten diesen Schritt also gut überdenken.

Leibrenten beim Hausverkauf

Häufig wird die Leibrente auch als Instrument zur Immobilienfinanzierung verwendet. In diesem Zusammenhang bezeichnet man sie auch als umgekehrte Hypothek.

Dabei verpflichtet sich der Käufer einer Immobilie dazu, dem Verkäufer nur einen Teil des Kaufpreises sofort zu zahlen. Den restlichen Betrag erhält der ehemalige Hauseigentümer als Leibrente. Als Verkäuferkönnen Sie sich damit Ihre private Altersvorsorge sichern, wenn Sie mit dem Gedanken spielen Ihr Haus zu verkaufen.

Allerdings besteht für den Käufer die Chance, dass ein Großteil der Summe nicht mehr zu zahlen ist, wenn der Verkäufer stirbt.

Hier gilt es Vorkehrungen zu treffen: Sichern Sie die Weiterzahlungen an Ihre Erben über eine Rentengarantiezeit ab. Hierfür fallen zwar in der Regel zusätzliche Gebühren an. Die Zahlung ist dafür aber auch für die Erben gesichert.

Entnahmepläne für mehr Transparenz und Flexibilität

Bei Entnahmeplänen gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Formen. Den Bankauszahlplan und den Fonds-Entnahmeplan. Bei einem einem Fonds-Entnahmeplan zahlen Sie einen Einmalbetrag und dieser wird in ausgewählte Fonds investiert.

Teile dieser Geldsumme plus die erwirtschaftete Rendite werden Ihnen regelmäßig als feste Beträge ausgezahlt. Wenn es besonders gut läuft, ist die Rendite so hoch, dass Sie den Auszahlbetrag deckt und das eingezahlte Kapital nicht verzehrt wird. In diesem Fall spricht man von Kapitalerhalt.

Der Bankauszahlplan funktioniert – wie der Name schon sagt – über eine Bank. Hier zahlen Sie eine Geldsumme und erhalten festverzinste Auszahlungen über eine vereinbarte Laufzeit von 10 bis 25 Jahren.

Leibrente oder doch lieber Entnahmeplan?

Wählen Sie die Leibrente als private Rentenversicherung, haben Sie den Vorteil, dass die Rente bis an Ihr Lebensende gezahlt wird. Allerdings zahlen Sie teure Gebühren für diese Sicherheit. Und auch die Möglichkeit, das Geld weiterzuvererben, müssen Sie bezahlen.

Durch diese Zusatzkosten werden die festen Auszahlbeträge gedrückt. Für diejenigen, die lieber auf Nummer sicher gehen, eignet sich die Leibrente besser als ein Entnahmeplan. Denn dieser glänzt vor allem durch seine Flexibilität und Transparenz. Der große Vorteil ist, dass Sie ihn flexibel auf Ihre Situation anpassen können.

Die Kostenstruktur ist außerdem deutlich geringer als bei der Leibrente und auch das Vererben ist kein Problem. Durch Rendite-Chancen kann sich Ihre Zusatzrente deutlich erhöhen.

Aber wo Chancen sind, gibt es auch Risiken: Bei Kursverlusten muss in der Regel ein größerer Teil Ihres Kapital abgeknapst werden und Sie haben keine Garantie auf hohe Renditen.

19. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.